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Nadalla Alrajo

Heute erreicht er Millionen – Sohn von Scheich begegnet Mann in Weiss

Nadalla Alrajo wuchs in einer streng muslimischen Familie auf – sein Vater war ein angesehener Scheich. Schon mit drei Jahren besuchte Nadalla die Moschee, um den Islam zu studieren. Doch bereits mit sechs Jahren stellte er eine ungewöhnliche Frage…

Mit sechs Jahren wollte Nadalla Alrajo wissen: «Ist Jesus Gott?» Er hatte von dessen Auferstehung und Himmelfahrt gehört und wollte die Wahrheit wissen. Der Koran bestätigt zwar die Auferstehung Jesu, betrachtet ihn aber nur als Propheten, nicht als Sohn Gottes.

Sein Vater reagierte zornig auf seine Neugier. «Ich fragte: 'Ist er Gott?' Die Antwort war ein Schlag ins Gesicht», erinnert sich Nadalla Alrajo. «Als ich ein zweites Mal fragte, wurde ich geschlagen. Schliesslich schickte mich meine Familie auf eine islamische Schule.»

Von Depression übermannt

Mit 13 Jahren war Nadalla Alrajo deprimiert: «Manchmal konnte ich nicht schlafen, weil ich Angst hatte, in die Hölle zu kommen, wenn ich sterbe. Ich wusste, dass ich falsch lebte.»

Er fiel in eine tiefe Depression, zerrissen zwischen dem christlichen Gott und dem islamischen Glauben. In seiner Verzweiflung dachte er sogar an Selbstmord. Doch dann geschah etwas, das sein Leben für immer veränderte.

Eine nächtliche Begegnung

Eines Nachts, weit nach Mitternacht, betete er zum ersten Mal aus ganzem Herzen. Plötzlich erfüllte ein helles Licht sein Zimmer. «Ein Mann stand in meinem Zimmer, umgeben von strahlendem Licht. 'Nadalla, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.' Er hielt meine Hand etwa 15 Sekunden lang. Als er verschwand, fühlte es sich an, als ob eine tonnenschwere Last von meinen Schultern genommen worden wäre.»

Nadalla begann, mit einem arabischen Christen online zu sprechen, der ihn ermutigte, die Bibel zu lesen. Er begann mit Matthäus, dann Markus, Lukas und schliesslich Johannes. Dort stiess er auf Johannes Kapitel 14, Vers 6: «Jesus antwortete: ‘Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.’»

Das waren genau die Worte, die der Mann in seinem Zimmer gesprochen hatte! Er erkannte die Wahrheit, nahm Jesus in sein Herz auf. Doch der Weg blieb steinig.

Verfolgung wegen neuem Glauben

Nadalla Alrajo suchte eine Kirche, um seinen neuen Glauben zu leben, doch viele Gemeinden lehnten ihn aus Angst ab. Sein Vater war ein bekannter Scheich, und die Kirchen fürchteten Verfolgung. Schliesslich fand er eine Gemeinde, deren Pastor ihn mit offenen Armen aufnahm. Dort wuchs er im Glauben.

Doch dann erfuhr seine Familie von seinem Übertritt zum Christentum – und sein Vater versuchte mehrmals, ihn zu töten. Noch heute trägt Nadalla Alrajo die Narben dieser Anschläge.

Vater wollte ihn im Dschihad sehen

Trotz der Gefahr evangelisierte Nadalla Alrajo seinen älteren Bruder – und auch er nahm Jesus als seinen Herrn und Retter an. Doch als der Islamische Staat (IS) in ihre Stadt in Syrien kam, stellte der Vater den älteren Sohn auf die Probe. «Schliesse dich dem Dschihad an», forderte er seinen älteren Sohn auf.

Doch der weigerte sich: «Ich folge Jesus. Er ruft uns zur Vergebung auf, nicht zu Krieg und Rache. In der Bibel steht, dass wir unsere Feinde lieben sollen.» Der Vater wurde wütend. «Welche Bibel?», fragte er. «Die Heilige Bibel.»

Ohne zu zögern zog der Vater eine Pistole und erschoss seinen älteren Sohn aus nächster Nähe.

Ein neues Leben in Kanada

Nach all den Strapazen fand Nadalla Alrajo schliesslich Zuflucht in Kanada. Dort heiratete er und gründete zwei Gemeinden.

Heute widmet er sich voll und ganz der Verbreitung des Evangeliums. Mit seiner Online-Arbeit erreicht er inzwischen rund drei Millionen Menschen pro Monat – und seine Mission geht weiter.

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