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Kayla Díaz

Nur geliebt werden – Sie verlor das Sorgerecht für ihre fünf Kinder

Kayla Díaz ist als Kind viel allein – und träumt von einer grossen Familie. Mit nur 14 ist sie erstmals schwanger. Doch der Drogenkonsum ist für sie wichtiger als ihre bald darauf schon fünf Kinder – bis sie alles verliert.

Kayla Díaz ist als Kind viel allein – und träumt von einer grossen Familie. Mit nur 14 ist sie erstmals schwanger. Doch der Drogenkonsum ist für sie wichtiger als ihre bald darauf schon fünf Kinder – bis sie alles verliert.Schon von klein auf sehnt sich Kayla Díaz nach Liebe und einer Familie. «Meine Kindheit war sehr einsam», erinnert sich die junge Frau an ihren Alltag in Kalifornien. «Mein Vater wurde ermordet, als ich ein Jahr alt war, und ich vermisste ihn sehr…» Ihre Mutter kommt allein nicht zurecht und sucht Trost in Drogen und Alkohol, «…sie war nie wirklich da für mich. Und als Kind hatte ich Angst, dass meine Mutter mir weggenommen wird, so wie es mit meinem Vater war. Ich hatte Angst, allein zu sein.»

Anschluss sucht Kayla unter Freunden. Doch hier kommt sie schon in der 6. Klasse mit Marihuana und Alkohol in Berührung, betrinkt sich regelmässig und schwänzt die Schule. «Ich erinnere mich, wie ich einmal meiner Vertrauenslehrerin sagte, dass ich ein Baby haben wollte. Als sie fragte, warum, sagte ich: 'Weil ich jemand lieben möchte und mich dann jemand liebt – und mir das niemand wegnehmen kann!' Ich hatte vor, mir die Familie aufzubauen, die ich immer haben wollte…»

Schwanger mit 14

Mit nur 14 wird Kayla schwanger. Sie zieht zu ihrem Freund, der sie und das Baby körperlich und emotional missbraucht. Versuche, den Freund zu verlassen, bleiben erfolglos – er droht ihr, dass er sie töten wird, wenn sie ihn verlässt. Und so findet sie den Mut dazu nicht. «Er baute so viel Angst in mir auf und obwohl es so eine ungesunde Beziehung war, hatte ich das Gefühl, dass ich es allein nicht schaffen würde…»

Ihr Freund ist drogenabhängig und Kayla glaubt, dass sich die Beziehung bessern wird, wenn sie gemeinsam Meth konsumieren. Doch alles wird schlimmer: Sie verliert jeden Respekt vor sich selbst und pflegt sich nicht mehr. «Ich hatte das Gefühl, dass ich es verdiente, geschlagen zu werden (…), dass ich es verdiente, dass mir schlimme Dinge geschehen.»

«Alles, was ich liebte, war weg»

Mit 23 hat Kayla mit ihrem Freund bereits fünf Kinder – doch sie steckt so tief im Drogensumpf, dass sie sich weder um sich selbst noch um die Kinder kümmern kann. Und so verliert sie zwei Jahre später das Sorgerecht für ihre Kinder. Das trifft sie enorm. «Ich wollte nur noch sterben. Ich hasste mich, ich hasste das, was ich getan hatte. Ich hatte das Gefühl, dass alles, was ich liebte, von mir genommen wurde.» Jetzt endlich schafft sie es, ihren Freund zu verlassen, aber die Drogen haben sie weiterhin fest im Griff.

Unbekannte Liebe

Weitere zwei Jahre später schlägt ihr eine Freundin vor, sich in ein christliches Entzugsprogramm einzuschreiben. Zum ersten Mal hört sie von Jesus, der ihr die Liebe schenken will, nach der sie sich immer gesehnt hat. Insbesondere ein Pastor spricht ihr ins Herz: «Ich weiss nicht mehr genau, warum, aber ich wollte Jesus annehmen, weil er gut war und er mir helfen konnte – er war Liebe! An dem Tag nahm ich Jesus in mein Herz auf und fühlte mich geliebt und akzeptiert und spürte, dass sich jemand um mich kümmert…» In einem weiteren Entzugsprogramm lernt sie noch mehr über Jesus. «Hier wurde ich wirklich erlöst, geheilt und befreit (…) und ich verliebte mich immer mehr in Jesus.»

Von Gott beschenkt

Seither ist Kayla clean – und sie hat sogar das Besuchsrecht für ihre fünf Kinder erhalten, die alle von liebevollen Familien adoptiert wurden. «Wenn ich jetzt mit meinen Kindern zusammen bin, erzähle ich ihnen von Gott und ermutige sie durch Gottes Liebe. Wenn ich Zeit mit ihnen verbringen kann, bin ich für sie diese Frau Gottes, die Gott von Anfang an in ihrem Leben wollte.» Zudem ist sie verheiratet und sogar ihre Mutter ist heute clean. All das sieht sie als grosses Geschenk Gottes an. «Er sorgt für alles! Ich bin nicht länger auf der Suche oder versuche, die Dinge selbst zu regeln. Ich vertraue ihm und er gibt mir alles, was ich brauche.»

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