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Raymond Mowla

Unter Gottes Schutz – «Sie können dir nichts tun!»

Raymond Mowla wächst in einer muslimischen Familie auf – doch die Gewalt, die er dort erlebt, enttäuscht ihn enorm. Er rebelliert, auf allen Ebenen. Auch zwei Jahre im Gefängnis bringen ihn nicht wirklich auf die Spur – bis er Gottes Stimme hört.

Raymond Mowla wächst in einer muslimischen Familie auf – doch die Gewalt, die er dort erlebt, enttäuscht ihn enorm. Er rebelliert, auf allen Ebenen. Auch zwei Jahre im Gefängnis bringen ihn nicht wirklich auf die Spur – bis er Gottes Stimme hört.Mit zehn Jahren entscheidet sich Raymond Mowla gegen den Islam. Er beobachtet Ungerechtigkeiten in seiner Familie und sieht keinen Sinn mehr darin, zu versuchen, Gottes Erwartungen zu entsprechen. «Aber ich hatte auch das Gefühl, dass ich den Erwartungen meiner Eltern nicht entsprach und so drehte ich dem allen den Rücken und begann meine kriminelle Laufbahn.»

Unkontrollierte Wut

Zunächst sind es kleine Schlägereien in der Schule, meist im Rausch. Aber auch die Gewalt seines Vaters gegenüber seiner Mutter belastet ihn. Eines Tages ruft ihn die Mutter um Hilfe – Raymond und sein Bruder, beides Teenager, schlagen auf den Vater ein, bis die Polizei kommt und den Vater verhaftet. Raymond fühlt sich schlecht. «Ich hörte immer diese verurteilenden Stimmen, dass ich der Grund ihrer Trennung bin.» Alkohol hilft ihm, diese Stimmen zu übertönen.

Dabei staut sich immer mehr Ärger und Wut in ihm an. Als er eines Tages mit seiner Schwester in eine Bar geht und diese dort von einem Unbekannten angebaggert wird, kommt er in Rage. Der Streit schaukelt sich hoch. «Der Abend endete damit, dass ich den Mann mit einem Messer neunmal in die Brust stach…»

Der Mann ist noch am Tatort hirntot, wird aber in ein künstliches Koma versetzt. Raymond kommt sofort in Untersuchungshaft. Einzig dadurch, dass der Mann aus dem Koma erwacht und lebt, wird die Anklage von «Mord» auf «schwere Körperverletzung» herabgesetzt und der junge Mann erhält die Mindeststrafe in so einem Fall, zwei Jahre und einen Tag Freiheitsentzug statt lebenslänglich.

Die Bibel, aber keine Gemeinde

Zwei Cousins von Raymond sind Christen geworden. Bei ihrem Besuch im Gefängnis erzählen sie Raymond von Freiheit und der Veränderung, die sie im christlichen Glauben gefunden haben. In seiner Zelle beginnt er, die Bibel zu lesen und wird dadurch ermutigt. Doch nach seiner Entlassung sucht er keinen Anschluss in einer Gemeinde, er will sich vielmehr selbst durchschlagen.

Das geht nicht lange gut. Nach nur fünf Jahren ist er wieder an derselben Stelle wie vor seinem Gefängnisaufenthalt: viel Alkohol, schlechte Entscheidungen und viele Schlägereien. «Ich merkte, dass ich fünf Jahre nach dem Gefängnisaufenthalt nicht freier war als an dem Tag, an dem ich entlassen wurde. Ich merkte, dass es eine andere Art der Freiheit geben muss, die ich brauche und genau das brachte mich fünf Jahre später dazu, eine Kirche zu besuchen.»

Gottes Stimme

Doch genau auf dem Rückweg von der Kirche, um 2 Uhr morgens, geschieht das Unfassbare: Raymond sitzt in seinem Auto und holt ein paar Freunde ab. Diese haben Alkohol bei sich und eine grössere Menge an Marihuana, als ein Polizeiauto hinter ihm auftaucht und ihn anhalten lässt. Raymond hat keinen Führerschein dabei, das Auto ist nicht richtig versichert – dies alles wird sicher dazu beitragen, dass er zurück ins Gefängnis kommt. Mit einem Mal hört Raymond eine Stimme: «Sie können so nah an dich rankommen, wie sie wollen, aber solange ich es nicht zulasse, können sie dir nichts tun!» Raymond versteht die Welt nicht mehr: «Der Polizist tat das Richtige, indem er mich anhielt und festnahm und einfach seine Arbeit machte, aber Gott sagt mir, dass er mich vor dem Polizisten schützten wird? Das macht gar keinen Sinn…» Plötzlich biegt das Polizeiauto rechts ab und fährt weg. Jetzt fragt sich Raymond: Hat er diese Stimme wirklich gehört?

Der junge Mann fährt weiter – an der nächsten Ampel taucht hinter ihm wieder ein Polizeiauto auf. Und er hört erneut dieselbe Stimme: «Sie können so nah an dich rankommen, wie sie wollen, aber solange ich es nicht zulasse, können sie dir nichts tun!» Plötzlich geht die Sirene an und das Polizeiauto rast an ihm vorbei an einen anderen Ort. «Anstelle des Urteils und der Strafe, die ich verdient hätte, und von der ich dachte, dass ich sie erhalten würde, kam mit einem Mal Gnade über diese ganze Situation – obwohl ich damals das Wort 'Gnade' noch gar nicht kannte.»

In Beziehung mit Gott

Raymond wird fester Teil der Gemeinde, lernt Jesus richtig kennen und gibt ihm sein Leben. Schritt für Schritt lernt er, was es heisst, Gott nachzufolgen. Und Gott hilft ihm, seine Alkohol- und Drogenabhängigkeit zu bewältigen. «Ich merkte, dass mir genau das gefehlt hatte; genau danach hatte ich gesucht. Warum hat Gott uns geschaffen und uns dann uns selbst überlassen? Die Antwort ist, dass er uns nicht allein gelassen hat. Er hat uns für eine Beziehung mit ihm geschaffen und an jedem Tag der vergangenen sechs Jahre habe ich diese Beziehung zu Gott gelebt!»

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