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Pastor Tilak

Treu bis ans Ende – Sie dachten schon, ihr Pastor sei tot...

Der indische Pastor Tilak hatte in seinem Dorf 40 Familien zu Jesus gebracht, und das brachte Folgen mit sich. Seine Gegner überfielen und folterten ihn bis in den Tod – so dachten sie zumindest. Doch dann geschah ein Wunder…

Der indische Pastor Tilak hatte in seinem Dorf 40 Familien zu Jesus gebracht, und das brachte Folgen mit sich. Seine Gegner überfielen und folterten ihn bis in den Tod – so dachten sie zumindest. Doch dann geschah ein Wunder…Die Kirche in Indien wächst so schnell wie wohl nie zuvor. Im Januar 2015 kamen bei einem einzigen evangelistischen Event über eine Million Menschen zum Glauben, berichtet «Open Doors USA». Doch gerade die Pastoren in den Dörfern des Landes erleben starke Verfolgung, insbesondere seitens der hinduistischen Extremisten. So auch Pastor Tilak. Durch seine Arbeit waren 40 Familien zum Glauben an Jesus gekommen – und so beauftragten hinduistische Extremisten die Naxaliten, einer linksgerichteten Partei, den Pastor zum Schweigen zu bringen.

Der Überfall

So überfiel eine Gruppe von Naxaliten Tilak und forderte ihn auf, dem christlichen Glauben abzusagen. Doch seine Antwort war deutlich: «Ich kann meinen Glauben nicht verlassen!» Bei diesen Worten banden sie ihn an Händen und Beinen fest, schlugen mit einem Stock auf ihn ein und zwangen ihn, auf einen Berg zu kriechen, bis er völlig verblutet und kraftlos zusammenbrach. Die Naxaliten überprüften seinen Puls und brachten ihn sogar zu einem Arzt, um ganz sicher zu gehen, dass Tilak wirklich tot war. Dann warfen sie seinen Körper in einen Graben und gingen weg.

Zurück im Dorf suchten sie die Häuser von Christen auf und riefen ihnen lachend zu: «So, wie euer Jesus geschlagen und getötet wurde, haben wir jetzt euren Pastor getötet. Sein Körper liegt in einem Graben im Wald. Wenn ihr ihn findet, könnt ihr ihn begraben!» Ganze Familien brachen in die Nacht auf, um nach ihrem Pastor zu suchen. Endlich fanden sie seinen leblosen Körper und trugen ihn zurück ins Dorf.  

Das Wunder

Die Christen konnten nicht glauben, dass ihr Pastor wirklich tot war – doch als sie Tilak im fahlen Licht seiner Hütte sahen, begannen sie laut zu weinen. Mit einem Mal begann Tilaks Körper sich zu bewegen. Die Anwesenden waren sich sicher, dass dies nur eine Täuschung war. Doch dann öffneten sich ganz langsam seine Augen… Tilak lebte!

Die Nachricht erreichte schnell die Männer, die den Pastor hatten umbringen wollen. Sie waren schockiert, hatten sie doch selbst seinen Tod überprüft… Wer war dieser Jesus, der die Macht über Leben und Tod in seinen Händen hielt? Und was würde dieser Jesus mit ihnen machen, die sie seinen Diener so verfolgt hatten?

Die Flucht

Obwohl Tilak so kurz vor dem Tod gestanden hatte, konnte er nicht zum Schweigen gebracht werden und predigte weiter. So wurde er nach wenigen Monaten erneut Opfer, diesmal warnten ihn die Naxaliten: Wenn er nicht damit aufhörte, würden sie ihn und seine Familie töten. «Sofort verliess ich mit meiner Familie das Dorf, weil ich doch nur ein Jahr zuvor unter solcher Folter gelitten hatte», berichtet Tilak. «Ich wollte nicht, dass meiner Familie dasselbe passiert.» Sie nahmen nichts mit ausser den Kleidern, die sie am Körper trugen. Sechs Stunden später kamen sie in ein anderes Dorf in einem Nachbarstaat – hier würden sie sicher sein.

Eine neue Freundschaft

Auch hier liess Gott sie nicht im Stich. Ein Mann bot an, Tilaks Familie in seinem Haus aufzunehmen. «Er hatte mich [in meinem Dorf] predigen hören und hatte begonnen zu glauben. […] Er war ein armer Mann mit einem grossen Herzen», lächelt Tilak. «Er holte uns in seine Hütte, ein kleiner Raum. Dann hing er ein Bettlaken als Vorhang in die Mitte des Raums und sagte mir, dass meine Familie die eine Hälfte nutzen könne und seine Familie die andere Hälfte.»

Bis heute, über ein Jahr später, leben die zwei Familien gemeinsam in der kleinen Hütte und teilen alles. Bisher hatte Tilak Angst, in dem neuen Dorf zu predigen, zu tief sass der Schock von dem Erlebnis zwei Jahre zuvor. Doch durch ein Seminar der Organisation «Open Doors» wurde er ermutigt. «Ich habe in dem Seminar gelernt, dass wir nicht entmutigt sein müssen, weil wir nie verlassen werden. Gott hat immer einen Plan für uns. […] Wenn wir Leid und Schmerz durchleben, geschieht das zur Ehre Gottes. Und wenn wir diese Welt verlassen und in den Himmel kommen, wird es kein Leid und keinen Schmerz mehr geben. Deshalb müssen wir uns hier und jetzt auf den Herrn konzentrieren.»

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