Auf der Flucht vor sich selbst – Shane Lynch – von «Boyzone» zum Mann Gottes

Als unerwachsen und eigensinnig beschreibt Shane Lynch seinen Lebensstil, bevor er zu Jesus Christus fand. Mit seiner irischen Band «Boyzone» verkaufte er in den 1990ern 25 Millionen Tonträger. Doch dann geriet er in eine Abwärtsspirale...

Als unerwachsen und eigensinnig beschreibt Shane Lynch seinen Lebensstil, bevor er zu Jesus Christus fand. Mit seiner irischen Band «Boyzone» verkaufte er in den 1990ern 25 Millionen Tonträger. Doch dann fiel die Band auseinander. Lynch geriet in eine Abwärtsspirale, ins Okkulte – bis er Hilfe brauchte.

Shane Lynch hat sozusagen sein «altes Ich» gelyncht, als er sich Jesus Christus zuwendete – wie die Bibel beschreibt, dass das «alte Ich» sterben muss, um Raum für Gott zu schaffen.

Der talentierte Sänger sagt, dass sein rebellischer Charakter sich noch verstärkte, als er 1993 Teil der Mega-Gruppe «Boyzone» wurde, die in den 1990ern 25 Millionen Alben verkaufte. Nach der Auflösung der Band lieferte insbesondere Ronan Keating eine erfolgreiche Solo-Karriere.

«Ich war ein extremer Typ. Die Band war ausgesprochen anständig, während ich der Typ mit den Nasenringen und Tattoos war und auch ein wenig prahlerisch.» Ein Stück weit habe er das auch gespielt, weil dies seine Identität in der Band gewesen sei.

«Ich tanzte mit dem Teufel»

Als Ronan Keating die Band im Jahr 2000 verliess, um seine Solo-Karriere weiterzuverfolgen, pausierte die Band. Shane Lynch habe sich verloren gefühlt, «an einem dunklen Ort.» Das laute, schillernde Tour-Leben, die hysterischen Fans – alles war auf einmal weg.

«Ich schlitterte ins Okkulte ab und tanzte mit dem Teufel. Ich tat alle möglichen schlechten Dinge, um vor mir selbst zu flüchten. Ich verlor den Respekt vor mir selbst.»

Im Laufe der Zeit wurden dämonische Erscheinungen sichtbar, sagt der Sänger. Diese waren schrecklich. «Ich wusste, dass ich Hilfe brauchte, doch ich wusste nicht wo.» Er versuchte es bei einem Medium, doch die Lage wurde nicht besser.

Der Ausweg

Der Mann, dessen Instagram und Twitter-Bio mit Referenzen von Jesus beginnen, fand schliesslich mitten in der Abwärtsspirale zum christlichen Glauben – das ging so: Shane traf seinen alten Freund Ben Ofiedu von der Band «Phats & Small». «Er war entschiedener Christ.» Und er konnte Shane den Weg aus dem Dilemma zeigen. «Das ist ironisch: Ein professioneller 'Heiler' konnte mir nicht helfen, ein christlicher Amateur jedoch schon.»

Shane fand sein Zuhause in der evangelischen Gemeinde «The Tabernacle at Lewisham» im südlichen London. Er besuchte eine wöchentliche Bibelgruppe und liess sich taufen. «Die bösen Geister haben mich verlassen und ich habe mein Leben Christus übergeben. Ich weiss, dass beides real ist – ich habe beide Seiten gesehen.»

«Ich sehe mich nicht als prominent»

Durch den Glauben verstehe er die Welt und sich selbst besser. Und weiter: «Ich betrachte mich nicht als prominent. Ich bin einfach ein Typ, der schnelle Autos mag, für seine Familie arbeitet und manchmal in der Band 'Boyzone' spielt.»

Heute ist Shane glücklich verheiratet mit der ehemaligen Sängerin Sheena White. Das Paar hat zwei Töchter, Billie Rae (8) und Marley Mae (4). Seine Vergangenheit bereue er nicht, sagt Lynch heute: «Denn es hat mich zu dem Mann gemacht, der ich heute bin.» Klare Worte verwendet er auch heute – für Jesus. Vor wenigen Tagen unter anderem mit diesem Instagram-Bild.

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