Geld und Frauen erfüllten ihn nicht – Online mit Gott im Silicon Valley

Henry Kaestner, Mitgründer von «Bandwidth.com», ermutigte auf dem «Silicon Valley Gebetsfrühstück» die Zuhörer, ihre Erfüllung in Gott zu suchen und nicht im Erfolg. Die Leere in seinem Inneren konnte er weder mit Geld, Karriere noch Frauen füllen.

Henry Kaestner, Mitgründer von «Bandwidth.com», ermutigte auf dem «Silicon Valley Gebetsfrühstück» die Zuhörer, ihre Erfüllung in Gott zu suchen und nicht im Erfolg. Die Leere in seinem Inneren konnte er weder mit Geld, Karriere noch Frauen füllen.

Seine unternehmerische Seite habe er bereits zur Schulzeit entdeckt, berichtete Henry Kaestner, Gründer und später CEO von «bandwidth.com» sowie heute von «Sovereigns Capital». Damals habe er begonnen, T-Shirts zu verkaufen. Nach seinem Abschluss zog er nach New York, um eine Karriere an der Wall Street zu starten. «Ich strebte nach Glück», erinnert er sich. «Danach suchte ich zunächst in finanziellem Bereich Erfolg. Ich arbeitete hart und das zahlte sich aus. Rückblickend gesehen hatte ich grossen Erfolg. Es gab Momente, in denen ich dachte, ich hätte den Gipfel erreicht – doch es blieb diese Leere in mir.»

Dieses Unerfülltsein versuchte er zu füllen, indem er sich mit diversen Frauen traf. Diese Zeit sei sehr schwierig gewesen. Als er sich in Kimberley verliebte, realisierte er, dass sein Leben völlig inkompatibel mit einem monogamen Lebensstil war.

Angstzustände

In ihm breiteten sich Angstzustände aus, wegen denen er mehrere Wochen nicht arbeiten konnte. Er habe nicht damit umgehen können, «dass diese wunderbare Frau mich scheinbar uneingeschränkt liebte, während ich merken musste, dass ich grosse Bindungsprobleme hatte.» Und dies, obwohl er christlich aufgewachsen war und die ganze Zeit von Gott gewusst hatte. Doch sein Stolz hatte verhindert, dass er um Hilfe rief. «Ich kann das überwinden, ich kann das wegarbeiten», sagte er sich jeweils.

Kimberly und er verabredeten sich regelmässig und heirateten schliesslich. Die ersten paar Jahre seien voller «ernsthafter Schwierigkeiten» gewesen. Das Paar zog dennoch nach North Carolina, um ein Geschäft zu eröffnen – und sie beschlossen, in eine Kirche zu gehen, «weil gute Menschen das so machen.»

Das grösste Ereignis der Geschichte

Die beiden besuchten eine presbyterianische Kirche und Kaestner entschied sich, zum ersten Mal in seinem Leben das Neue Testament zu lesen. Das forderte ihn heraus. «Jesus sprach von Dingen wie 'Ich in der Weg, die Wahrheit und das Leben' und an anderen Orten sagte er ebenfalls 'Ich bin…'. So fragte ich mich, wer das ist. Ich hatte da wirklich Probleme mit.»

Henry betete und las das Neue Testament ein zweites Mal. Er realisierte, dass Jesu Leben, Sterben und Auferstehen das grösste Ereignis der Geschichte ist. «Es wurde mir klar, dass dies wahr sein musste. Und wenn es wahr war, änderte das alles.» Und so übergaben Kaestner und seine Frau Jesus Christus ihr Leben.

Die letzte Meile

Kurz darauf gründete er «bandwidth.com», eine Kommunikations-Technologie-Firma, die auf den biblischen Prinzipien Glaube, Familie, Arbeit und Fitness basiert. «Der Glaube sollte an erster Stelle kommen, wir wollen Gott damit ehren.»

Als die Firma erfolgreich wurde, stellte Kaestner fest, dass er immer noch versuchte, Glück in irdischen Schätzen zu finden. Er kaufte zuerst ein Haus für die Familie, dann ein Strandhaus und war noch immer nicht glücklich. «Schon früh hatte ich nach Erfüllung gesucht in Sport, finanziellem Erfolg, Frauen und noch immer versuchte ich, mir die Sachen zu verdienen. Selbst als Nachfolger von Jesus versuchte ich noch, eine Lücke zu schliessen. Doch Gott zeigte mir, dass ich Erfolg und Zufriedenheit nicht in materiellen Dingen finden konnte.»

Um ehrlich zu sein, so Kaestner, habe es nicht mit dem Strandhaus geendet. Noch heute komme es manchmal vor, dass er denkt, etwas leisten zu müssen, um sich die Erlösung zu verdienen. Dabei sei Gott «der Vater, der uns bedingungslos liebt.» Zu oft habe er Gott nicht als 'Daddy' angesehen und gedacht, sich seine Zuneigung verdienen zu müssen.

Erst vor kurzem habe er realisiert, dass er Gottes Liebe nicht verdienen könne. «Ironischerweise arbeite ich nun besser, weil ich frei und aus Dankbarkeit heraus arbeiten kann. Nun ist die Leere, die ich vorher verspürte, gefüllt.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Anna Shammas im Klassenzimmer

Neun Jahre heimatlos

Das Magazin «Amen» hat in Form von Kurzfilmreportagen festgehalten, wie Menschen heute Jesus erleben. Heute berichtet ...

Story
 Günther Klempnauer blickt mit 90 Jahren auf ein Leben mit zahlreichen tiefen Begegnungen zurück

Günther Klempnauer – Am Frühstückstisch mit Johnny Cash

Günther Klempnauer feiert seinen 90. Geburtstag. Bekannt machten den Pastor, Lehrer und Journalisten seine Gespräche ...

Story
Marianne Awaraji Daou

«Dennoch machen wir weiter» – Mutter und Führungskraft in Kriegszeiten

Der Muttertag findet im Libanon bereits am 21. März statt, mitten in einer Zeit, in der viele Familien mit Unsicherheit ...

Story
Ariana untersützt trotz der Unsicherheit im neuen Land afghanische Flüchtlingsfrauen (Symbolbild)

Ein Zeugnis aus Afghanistan – Von der Angst in die Freiheit

Ohne es zu wissen, heiratete Ariana einen heimlichen Christen in Afghanistan. Sie mussten in ein anderes Land fliehen, ...

Story
Craig DeMartino überlebte den Sturz und kann heute wieder klettern

Nach 30-Meter-Sturz – «Gott ist nicht eine Krücke, sondern die Brücke»

Von rund dreissig Metern auf einen Felsen zu stürzen, würde für viele Menschen tödlich enden. Doch Spitzenkletterer ...

Story
Sarah Drew

Geplant waren nur zwei Folgen – Wie Dr. April Kepner Generationen ermutigt

Eigentlich sollte ihre Rolle in «Grey's Anatomy» nach zwei Folgen enden. Doch aus Dr. April Kepner wurde eine der ...

Story
Melanie Rivas

«Vollständig verwandelt» – Vom «Borderline-Satanismus» zur Gottesbegegnung

Melanie Rivas’ Freude an Jesus ist ansteckend. Noch vor einem Jahr jedoch war die 22-Jährige obdachlos, mittellos und ...

Story
Mike Flynt

College-Spieler mit 59 Jahren – Reue brachte ihn zu einem unglaublichen Comeback

Mit 59 Jahren war Mike Flynt einer der ältesten College-Spieler der Geschichte. Das Durchhaltevermögen des Sohnes eines ...

Story
Gabrielas Startbedingungen waren extrem schwierig (Symbolbild)

Trotz schlechter Startbedingungen – «Gott hat mich von meiner Angst befreit»

Als Gabriela Withs Adoptivvater sie sexuell missbraucht und die Adoptivmutter davon erfährt, versucht diese, ihn vor ...