Das Christentum hielt er für naiv – New-Age-Star trifft den Überirdischen

Seine New-Age-Erkenntnisse teilte er auf seiner Webseite mit – die tägliche Besucherzahl begann die 150'000-Klick-Grenze mit der Zeit zu übersteigen. Steven Bancarz hatte Geld und spirituelles Wissen, aber keine innere Ruhe.

Seine New-Age-Erkenntnisse teilte er auf seiner Webseite mit – die tägliche Besucherzahl begann, die 150'000-Klick-Grenze mit der Zeit zu übersteigen. Steven Bancarz hatte Geld und spirituelles Wissen, aber keine innere Ruhe. Bis er einer ganz besonderen Macht begegnete.

Aufgewachsen war Steven in einem christlichen Haushalt, er habe das Christentum gekannt, aber nie gelebt. Während seiner Zeit auf der High-School wandte er sich der Esoterik zu. Er arbeitete mit Tarot-Karten, meditierte, Klarträume stellten sich ein – und er forschte weiter. «Das Christentum erschien mir  naiv und kindisch und ich begann, auf Christen hinabzusehen.» Er hörte davon, dass die alten Ägypter von einer ausserirdischen Macht besucht worden sein sollen. «Ich recherchierte von nun an obsessiv über Aliens.» Er beschäftigte sich auch mit Channeling und vielem weiterem.

Steven Bancarz machte Fortschritte und wurde durch seine Artikel in den sozialen Medien zu einer populären New-Age-Figur. Was an seiner Philosophie zerrte, war, wie Jesus Menschen an der Schwelle des Todes rettete, Menschen, die ein Nahtod-Erlebnis hatten und Jesus in der Ewigkeit sahen. «Das bewegte mich.»

Der Aufstieg

Und so blieb in seinem Hinterkopf der Gedanke, dass etwas an Jesus einzigartig, anders, pur und heilig ist. Steven dachte, dass er durch seine esoterischen Beiträge den Menschen hilft. Dennoch liess sich Gott nicht wegdenken. «Ich dachte, dass er die Energie des Universums ist.» Nach seiner Ansicht hatte Jesus sich selbstverwirklicht und realisiert, dass er mit dem Heiligen eins ist – und die Menschen aufgerufen, es ihm gleich zu tun. «Ich dachte, Jesus war jemand, der aufgestiegen ist zu seiner inneren, göttlichen Natur.»

2012, nach rund fünf Jahren der Recherche, eröffnete er seine Webseite «Spirit, Science and Metaphysics». Mit der Zeit sei die Seite täglich von über 150'000 Personen besucht worden. Gier und Materialismus trieben Steven an, doch er fühlte sich unerfüllt.

Unerfüllt

«Schon in frühen Jahren kaufte ich mir einen Sportwagen.» Er dachte, der Erfolg sei Gottes Belohnung, weil er den Menschen diente. Äusserlich habe er alles gehabt, Erfolg, ein schönes Haus, Geld. Aber: «Ich fragte mich, warum ich nicht zufrieden war. Nach aussen hin war alles gut und ich hatte so viel spirituelles Wissen.»

Mit etwas mehr Offenheit informierte er sich über Jesus, während er weiterhin New-Age-Artikel verfasste. Doch als sein Leben über der inneren Leere zusammenbrach, öffnete er sich für Jesus, las die Evangelien und erreichte den Punkt, an dem er vollständig gebrochen war.

Gefunden

Er übergab Jesus sein Leben und weinte wie ein kleines Kind. «Ich spürte, wie sich die Atmosphäre um mich herum zu verändern begann. In der Luft um mich herum konnte ich spüren, dass mich etwas Heiliges umgab. Es war sehr persönlich und ich spürte die Gegenwart von Jesus.»

In diesem Moment «erkannte ich: 'Das ist es!' Ich erkannte, dass die Blätter an den Bäumen, die Musik der Natur, alles ihn ehrt.» Er schrieb von diesem Tag an keine New-Age-Artikel mehr.

Alles schaute er nun durch die neue Linse an. Sein Einkommen brach ein, er verkaufte sein Haus und sein Auto. Dafür spürte er die persönliche Gegenwart von Gott. Inzwischen führt er eine neue Webseite, die sich mit den Gefahren des New Age auseinandersetzt.

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