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Bree Solstad

«Du bist mehr wert» – Neuanfang nach der Pornobranche

Bree Solstad lebte zehn Jahre in der Pornobranche, bis ein Wendepunkt sie zu Gott zurückführte. Heute teilt sie ihren Weg von einem zerstörerischen Lebensstil zum Glauben und zur Selbstachtung, um anderen Hoffnung und eine Perspektive zu geben.

Die ehemalige Pornodarstellerin Bree Solstad richtet eine eindringliche Botschaft an Menschen, die sich in dieser oder einer ähnlichen Situation gefangen fühlen und keinen Ausweg sehen. Sie möchte, dass Menschen ihren wahren Wert in Gott erkennen. «Gott will nicht, dass du unglücklich bist», sagte sie, «und Gott will nicht, dass du etwas produzierst oder konsumierst, das nur dem Moment des Vergnügens dient. Du bist für mehr geschaffen, du bist ein Kind Gottes.»

Solstad, die zum Katholizismus konvertiert ist, glaubt, dass Gott möchte, dass die Menschen sich selbst respektieren und seine Liebe zu ihnen erkennen. Sie bietet Menschen, die sich auf einer ähnlichen Reise befinden und Rat oder Hilfe brauchen, ihre Unterstützung an.

«Es schadet dir»

Sie weist auf den schädlichen Charakter von Pornografie hin. «Statistisch gesehen wird es dir schaden. Es schadet dir bereits.» Darüber hinaus weist Solstad auf die Verbindung zwischen Pornografie und Menschenhandel hin. Sie ruft dazu auf, mehr über die Auswirkungen nachzudenken.

Insbesondere an die Produzenten der Inhalte gerichtet, forderte sie dazu auf, kritisch zu hinterfragen, wie gefährlich und problematisch diese Inhalte für die Gesellschaft sind. «Denkt an all die verschiedenen Arten, wie dies unserer Welt, unserer Zivilisation und unserer Gesellschaft schaden kann. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass ich viel glücklicher und zufriedener bin, seit ich damit aufgehört habe.»

Fehlende Orientierung

Bevor sie in die Pornobranche einstieg, war sie orientierungslos. Sie trank viel, lebte verantwortungslos und hatte zahlreiche Affären. Diese Umstände waren der ideale Nährboden, um in dieser zerstörerischen Branche zu landen.

«Ich hatte schlecht bezahlte Jobs ohne Perspektive und nichts bedeutete mir wirklich etwas», sagt Bree Solstad. «Dann traf ich eine Frau, die dachte, ich sei perfekt für das, was sie tat – Pornografie.» Zu diesem Zeitpunkt schien ihr der Einstieg in die Pornobranche selbstverständlich, denn sie sah weder innere noch äussere Hindernisse. «Es gab niemanden in meinem Umfeld, der mir sagte: ‚Tu das nicht.‘ Einige Freunde wandten sich ab, aber das machte mich nur noch trotziger. Ich dachte: 'Wie könnt ihr es wagen, mich zu verurteilen?'»

Geld und Aufmerksamkeit

Bree Solstad verdiente Geld und genoss die Aufmerksamkeit. Sie dachte, sie hätte es geschafft – bis alles zusammenbrach. «Ich habe das zehn Jahre lang gemacht, und irgendwann fühlst du dich gefangen. Du fragst dich: 'Was soll ich jetzt machen, nachdem ich das so lange gemacht habe?'»

Viele, die in der Pornoindustrie gearbeitet haben, stehen vor der Herausforderung, ihre Vergangenheit bei der Jobsuche zu verbergen. Auch die psychische Belastung wiegt schwer. «Was soll ich in meinen Lebenslauf schreiben, was ich die letzten zehn Jahre gemacht habe? Man fängt an zu glauben, dass man nichts anderes kann und vielleicht auch nichts mehr wert ist.»

Der Wendepunkt

Doch schliesslich kam Solstad an einen Wendepunkt. Vor drei Jahren erlebte sie etwas, das sie als «das Schlimmste, was mir je passiert ist» beschreibt. Obwohl sie keine Einzelheiten nennt, hat dieses Ereignis ihr Leben grundlegend verändert. «Ich fiel auf die Knie und betete so verzweifelt zu Gott, dass meine Knöchel weiss wurden. Ich flehte: 'Bitte, lass das nicht zu. Mach, dass alles gut wird.’» Doch das Unglück geschah, und Solstad war noch lange wütend auf Gott.

Etwa ein Jahr später, bei einem Besuch in Italien, begann sie, die Kunst und Schönheit alter Kirchen zu schätzen. Dieser Moment berührte ihr Herz zutiefst. «Etwas begann sich in mir zu verändern, als ich diese Kirchen und Basiliken betrat», sagt sie. Die Darstellung von Jesus am Kreuz zog ihre Aufmerksamkeit auf sich.

Ein neuer Mensch

Solstad konvertierte schliesslich zum katholischen Glauben. Bald empfand sie Abscheu vor ihrer Karriere. «Gott will nicht, dass ich Pornografie mache», sagte sie sich.

Der Ausstieg fiel ihr schwer, vor allem wegen der finanziellen Unsicherheit. Aber sie wusste, dass sie ihr Leben ändern musste. «Es war beängstigend, aber ich wollte mehr Gott in meinem Leben und weniger Schmutz», sagt sie.

Heute hat ihre Geschichte unzählige Menschen inspiriert – sowohl diejenigen, die in der Pornobranche arbeiten, als auch diejenigen, die mit dem Konsum solcher Inhalte aufhören wollen. Das positive Feedback beschreibt sie als «unglaublich».

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