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Chiquis Rivera mit Latin-Grammy

Chiquis Rivera – Nach schwerer Jugend: «Glaube macht den Unterschied»

Sie räumte bereits den Latin-Grammy ab: Chiquis Rivera. Doch das Leben der Ausnahmesängerin verlief alles andere als linear auf dem Reissbrett gezeichnet. Dennoch – oder gerade deshalb – kann Chiquis auch für Sie einen Unterschied machen.

Sie räumte bereits den Latin-Grammy ab: Chiquis Rivera. Doch das Leben der Ausnahmesängerin verlief alles andere als linear auf dem Reissbrett gezeichnet. Dennoch – oder gerade deshalb – kann Chiquis auch für Sie einen Unterschied machen.

Auf den ersten Blick scheint Chiquis Rivera ein unbeschreiblich tolles Leben zu führen: Sie wurde mit einem Latin-Grammy ausgezeichnet. Sie ist New York Times-Bestsellerautorin. Und sie moderiert eine erfolgreiche Reality-TV-Show.

Doch sie blickt auch auf eine traumatische Vergangenheit. Als Kind wurde sie von ihrem Vater sexuell missbraucht. Und die Beziehung zu ihrer Mutter, dem legendären Latin-Popstar Jenni Rivera, war kompliziert. Jenni's Berühmtheit forderte einen hohen Tribut für ihr Privatleben.

Chiquis erinnert sich: «Ich bin die Älteste von fünf Kindern, ich habe zwei Schwestern und zwei Brüder.» Sie musste schon als Kind Verantwortung übernehmen. «Ich habe meine Mutter immer gefragt: 'Mama, warum bin ich die Älteste? Warum muss ich so verantwortungsvoll sein?' Sie hat mir immer eingeimpft, dass ich ein Vorbild für meine Geschwister sein muss, dass ich sie anführen und zusammenhalten muss, und ich habe diesen Druck immer gespürt.»

Bindung und Zerrissenheit

Ihre Mutter hatte immer eine Bibel auf dem Schreibtisch liegen. «Sie schrieb sich Notizen, weil sie immer ein besserer Mensch werden wollte. Seit ich klein war, habe ich also zu Hause immer von Gott gehört. Sonntags gingen wir in die Gemeinde, das war schon etwas Besonderes.» Anschliessend ging es in den Schnellimbiss, «wir haben also sehr schöne Erinnerungen daran».

«Die Beziehung zu meiner Mutter war wunderschön, und wie jede Beziehung hatten wir unsere Höhen und Tiefen. Eine grosse Rolle spielte, dass meine Mutter und ich nur fünfzehn Jahre auseinander waren. Sie bekam mich zwei Wochen vor ihrem sechzehnten Geburtstag. Sie wollte die High-School abschliessen, und sie viele Pläne für ihr Leben. Der Druck für sie war sehr gross und so hatten wir eine komplizierte Beziehung.» 

Beten, wenn man auf Knien ist

Mit der Zeit wurde ihre Mutter als Sängerin bekannt. «Es hatte seine schönen Seiten, die Tochter einer berühmten Frau zu sein, aber auch Schattenseiten.» Mutter war die Brotverdienerin. «Ich wurde die zweite Mutter für meine Geschwister, und ich half ihr. Ich war ihre Assistentin. Sie reiste viel, manchmal war sie an Feiertagen oder Geburtstagen nicht da. Das war für uns als Kinder schwierig.»

Vor rund zehn Jahren starb ihre Mutter. «Ich dachte wirklich, dass ich für den Rest meines Lebens da sein würde, um ihr zu helfen. Ich hatte das Gefühl, dass ich dazu geboren war, für meine Mutter da zu sein. Ich hatte kein Problem damit, in ihrem Schatten zu stehen und hinter den Kulissen zu arbeiten.»

In den schweren Momenten habe sie sich gesagt, wenn sie schon auf den Knien sei, dann könne sie auch beten. «Genau das habe ich in solchen Momenten immer getan, ich habe immer das Licht am Ende des Tunnels im Auge behalten.»

Das Geheimnis

Manchmal werde sie gefragt, was ihr Rezept sei, um durch schwere Zeiten zu kommen. «Ich teile es täglich so oft ich kann in meinen sozialen Medien. Es ist buchstäblich mein Glaube.»

Für sie sei die Wahrheit wichtiger als der Ruhm. «Was aus dem Herzen kommt, erreicht andere Herzen», sagt Chiquis Rivera. «Ich versuche nichts zu planen, sondern einfach buchstäblich aus dem Herzen und aus der Erfahrung zu sprechen und immer daran zu denken, dass mir alles, was ich habe, weggenommen werden kann. Ich versuche in allem, was ich tue immer Gott zu verherrlichen. Das war mein Versprechen an ihn, als ich meinen Latin-Grammy gewann. Ich wachte an diesem Tag auf und sagte: 'Gott, wenn ich diesen Grammy gewinne, verspreche ich, deinen Namen vor all den Leuten zu sagen, die zusehen, denn ohne dich wäre ich nicht hier.'»

Den grössten Unterschied für sie mache, als erstes am Morgen mit Gott zu sprechen und nicht zuerst E-Mails und SMS anzuschauen. «Wenn ich das tue, habe ich das Gefühl, dass mein Tag viel ruhiger verläuft. Es klingt vielleicht wie ein Klischee, aber alles geschieht aus einem bestimmten Grund, und Gott hat einen perfekten Plan.»

Glaube macht den Unterschied

Weiter erklärt Chiquis Rivera: «Für mich ist es superwichtig, dass Gott in meinem Leben an erster Stelle steht, damit ich alles aushalten kann, was das Leben mir entgegenwirft, denn das Leben ist ein Auf und Ab. Ehrlich gesagt, ist es eine Achterbahn der Gefühle, und manchmal geht es einem gut und manchmal nicht.»

Der Glaube sei auch Überzeugung: «Es ist einfach etwas, das man weiss, weil man weiss, dass Gott zu einem steht und dass Gott hinter einem steht. Und das ist buchstäblich mein Motto: Ich weiss nicht, was morgen passieren wird, aber ich habe Vertrauen. Ich glaube daran, dass sich alles so entwickeln wird, wie es sich entwickeln muss, dass Gott mir bei allem hilft.» Gerade auch in schwierigen Momenten: «Es sind diese Momente, in denen wir Gott wirklich kennenlernen und in denen wir die Gelegenheit haben, ihm nahe zu kommen. Das sind die Momente, in denen der Glaube wirklich einsetzt und den Unterschied ausmacht.»

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