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Rebeca Engeli

Neues wird möglich – «Nach der Taufe war die Sucht weg»

Rebeca Engeli konnte das Kiffen nicht mehr geniessen, es löste Angstzustände aus. Aber damit aufhören ging auch nicht. Als sie sich für ein Leben mit Jesus entscheidet und sich taufen lässt, ist die Sucht plötzlich weg.

«Wenn ich noch eine zweite dieser Pillen genommen hätte – ich weiss nicht, was dann passiert wäre…» Sie hatte dem Dealer im Club das Geld bereits gegeben, da kam die Polizei und kontrollierte die Anwesenden. Rebeca hatte nun nichts dabei – weder Drogen noch Geld. Drei Tage blieb sie im Tripp hängen, dann bat Rebeca Engeli Gott flehentlich, sie zu befreien. Sie versprach ihm, keine harten Drogen mehr zu konsumieren. «Er hat mich gehört und ich blieb bei meinem Versprechen», erinnert sich die 26-jährige Coiffeuse. Doch mit dem Kiffen konnte sie nicht aufhören, obwohl es Angstzustände auslöste. Es gehörte zu ihrem Leben, zum Kollegenkreis und der Beziehung mit dem Mann, mit dem sie zusammenlebte. Aber Spass machte es ihr nicht mehr, im Gegenteil.

Kalter Entzug

Schliesslich zog sie sich eine Woche lang mit nur einem Joint auf eine Alp in Österreich zurück. Einmal mehr wollte sie auf eigene Faust den Entzug machen. Bisher hatte das nie geklappt. Auch hier setzte sie nun auf Alkohol als Ersatz. Obwohl sie selbst voll Rebellion gegen den Glauben ihrer Eltern war, ging sie nun auf den Vorschlag ihrer Mutter ein. Sie hatte ihr empfohlen, nachher eine christliche Konferenz besuchen.

Wendepunkt

Rebeca ist in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und zweifelte nie an der Existenz des Sohnes Gottes. Doch durch den Kontakt mit Freunden, die Alkohol und Drogen konsumieren, rutschte sie ebenfalls in die Sucht. «Ich verdrängte damit viel…», erkennt sie heute. Sie sei damals vor sich selbst geflüchtet und genoss es, «abzuheben». Hier am Seminar öffnet sie Jesus ihr Herz und will diesen Entschluss durch die Taufe bestätigen. Obwohl es schon Oktober ist, lässt sie sich im Bergsee taufen. Die Auswirkung ist frappant: «Ich erlebte die Wirkung des Heiligen Geistes.» Sie ist begeistert, nun mit Jesus zu leben – und merkt, dass sie nicht mehr kiffen muss.

Trennung

Nach und nach verändert sich Rebecas Lebensstil. Sie spürt, dass sie ihren alten Freundeskreis verlassen muss. Ihren Freund klammert sie davon aus und betet viel für ihn: «Ich war sehr verliebt und wollte diese Beziehung nicht verlieren.» Doch irgendwann erkennt sie: «So geht das nicht, ich muss Schluss machen.» Sie gibt zu: «Das hat mir sehr weh getan.» Aber sie macht ganze Sache, will ihr Leben neu ausrichten. Schliesslich kündigt sie ihre Arbeit, um im Ausland eine Bibelschule zu besuchen und die Welt kennenzulernen. Zuerst reist sie jedoch nach Lüdenscheid, wo sie in einer christlich geführten Drogen-Reha ein Praktikum machen will, bis die Schule beginnt.

Die beste Investition

Anstatt als Praktikantin tritt sie jedoch als Teilnehmerin in die Reha ein. «Das Team hatte für mich gebetet und mich aufgefordert, die Therapie selbst mitzumachen. Sie hätten den Eindruck, das sei für mich dran.» Rebeca ist überwältigt: «Die wussten nichts von meiner Drogenvergangenheit! Und jetzt wurde ich durch den Heiligen Geist in die Ruhe geführt.» Sie geht darauf ein, obwohl sie, statt als Mitarbeiterin Geld zu verdienen, ihre Therapie bezahlen muss. «Für Deutsche ist es gratis, als Ausländerin kostet es ziemlich viel…» Aber Rebeca bereut diesen Schritt nicht. Heute sagt sie überzeugt: «Das war beste Investition meines Lebens!»

Unterwegs mit Gott

Sie habe sehr viel gelernt während der Therapie. «Ich konnte vieles aufarbeiten, hörte auf, zu verdrängen und schaute nun genau hin.» Rebeca konnte Lasten an Gott abgeben und mit Leichtigkeit weitergehen. Nach dem Abschluss der Bibelschule und einigen Missionseinsätzen wird sie anfangs 2024 in die Philippinen ausreisen. Heute ist sie mit Jesus wie mit einem Freund unterwegs und freut sich auf die Zukunft mit ihm. Sie betont: «Es geht nicht darum, für ihn zu arbeiten, sondern mit ihm zusammen unterwegs zu sein.» Wer aus eigener Kraft arbeite, brenne aus. «Das Wichtigste wird für mich sein, die Beziehung zu Jesus zu pflegen.»

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