Ein unvergessliches Erlebnis – «Mutti, wer war der Mann?»

Jede Mutter hat Erlebnisse ihrer Kinder, die sie nie vergessen kann. Ruth Wenger hat eine Geschichte zu erzählen, die manchen Zuhörer an die reale Existenz von Schutzengeln glauben lässt.

Jede Mutter hat Erlebnisse ihrer Kinder, die sie nie vergessen kann. Ruth Wenger hat eine Geschichte zu erzählen, die manchen Zuhörer an die reale Existenz von Schutzengeln glauben lässt.Es geschah in Münsingen (BE). Ruth Wenger war gerade mit ihrem Baby beschäftigt. Der vierjährige Sohn spielte irgendwo in der Wohnung, während die zweieinhalbjährige Tochter Renate auf den Balkon hinausging. Ruth dachte sich nichts weiter dabei.

Der Sturz

Plötzlich ein Schrei! Ruth erkannte sofort Renates Stimme. Diese ertönte aber nicht, wie erwartet vom Balkon, sondern von unten, von der Strasse her. Sofort rannte die erschrockene Mutter auf den Balkon. Dort sah sie den ans Geländer geschobene Stuhl – Renate war verschwunden.

Ruths Gedanken überschlugen sich. Sie trat ans Geländer und blickte die sieben Meter nach unten. Dort sah sie die herbeigeeilte Nachbarin, welche gerade die kopfüber im Feuerbusch steckende Renate herauszog.

Bewahrung

«Ich erinnere mich nicht mehr, wie ich die Treppen nach unten gerannt bin», blickt Ruth auf diesen Schreckensmoment zurück. «Doch sehr genau habe ich den Moment vor Augen, als ich auf Renate zu rannte.»

Dann das Unfassbare: Das Kind war völlig wohlauf und abgesehen von einem kleinen Kratzer an der Stirn deutete nichts auf den Fall hin. Im ersten Augenblick schien sowohl für Ruth, wie auch die Nachbarin klar, dass das Mädchen vom zweiten Stock direkt kopfüber in den Strauch gefallen war. Wie sich Renate aber eineinhalb Meter vorwärts bewegt haben konnte, fragte sich zu diesem Zeitpunkt niemand – Hauptsache, das Kind lebte!

Es ist ein Wunder!

Sofort rief Ruth ihren Ehemann Heinrich auf der Arbeit an. Dieser liess alles liegen, eilte nach Hause und drängte auf einen Arztbesuch: «Es ist wichtig, auch innere Verletzungen auszuschliessen!», sagte er, packte Renate und ging los.

Der untersuchende Arzt nahm den Fall sehr ernst und untersuchte das Mädchen behutsam und sorgfältig. «Das ist unglaublich!», brach es schliesslich aus ihm heraus. «Ich kann nicht die geringsten Anzeichen eines derartigen Horrorfalls feststellen!» Alle beteiligten stimmten überein: «Es ist ein Wunder!»

«Ein Mann hat mich aufgefangen!»

Wenige Tage später sprach Ruth noch einmal mit der kleinen Renate über das Vorkommnis. In diesem Zusammenhang fragte die Kleine plötzlich: «Mutti, wer war der Mann, der mich aufgefangen hat?» Ruth ging erst einmal davon aus, dass sich das zweieinhalbjährige Mädchen in der Wortwahl vertan hatte und erwiderte: «Es war die Nachbarin, welche dich aufgehoben hat.»

Doch Renate protestierte: «Nein, Mutti, es war ein Mann!» Und dann sagte sie unmissverständlich: «Ein Mann hat mich aufgefangen!» Da wurde Ruth nachdenklich. Was war da genau passiert?

Offene Fragen und die Dringlichkeit zum Glauben

Niemand hatte einen Mann gesehen – auch die Nachbarin nicht, welche sich ganz in der Nähe aufgehalten hatte. Und ganz ehrlich: Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Mann einer Hauswand entlanggeht, ein aus zirka sieben Meter Höhe fallendes Kind auffängt, es dann kopfüber in einen Busch steckt und spurlos verschwindet?

Aber: Wie erklären wir uns die Geschichte sonst?

Heute ist Renate verheiratet, Mutter von vier erwachsenen Töchtern und bereits zweifache, glückliche Grossmutter. Sie glaubt, dass es einen Gott gibt, der real ist und ganz praktisch helfen kann.

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