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Stefan Bucher

Märchenhafte Firmengründung – Mutige Glaubensschritte eines jungen Unternehmers

Ein 23-jähriger frischverheirateter Ofenbauer ohne Ersparnisse kauft eine Firma. Doch damit nicht genug: Die Geschichte des ersten Firmenjahres von «Art of Fire» ist ein starkes Indiz für die Existenz Gottes.

Ein 23-jähriger frischverheirateter Ofenbauer ohne Ersparnisse kauft eine Firma. Doch damit nicht genug: Die Geschichte des ersten Firmenjahres von «Art of Fire» ist ein starkes Indiz für die Existenz Gottes.

In seinen ersten Jahren als gelernter Ofenbauer kam in Stefan Bucher (*1988) der Wunsch nach einer eigenen Firma auf. Gleichzeitig lernte er viel darüber, was es heisst, Schritte im Glauben zu gehen. Bald sollte er Gelegenheit finden, das Gelernte anzuwenden.

Eine kühne Ankündigung

«2011 erhielt ich das Angebot, eine Firma zu kaufen.» Ein Jahr zuvor hatte Stefan geheiratet und dem Paar fehlte das nötige Geld. Allein für die Anzahlung waren 55'000 Franken fällig. Doch sie bewegten das Thema und beteten intensiv. «Dann schien mir, als würde Gott sagen: Ob 6'000 oder 60'000 Franken ist für mich einerlei.» Er erinnerte sich an eine frühere Erfahrung, als Gott ihn mit 6'000 Franken übernatürlich beschenkt hatte. «In diesem Moment hatte ich tiefe Gewissheit, das Geld auftreiben zu können.» Er sagte dem bisherigen Besitzer zu, die Firma am 1. Oktober 2011 zu übernehmen.

Wird Gott das Geld rechtzeitig bereitstellen?

Stefan teilte sein Anliegen mit ein paar Freunden und erwähnte, für zinslose Darlehen dankbar zu sein. «Ich informierte und überliess die Sache Gott.» Keine Reaktion. Stefan begann zu zweifeln. Hatte er Gott richtig verstanden? Doch dann überwies plötzlich jemand 10'000 Franken – kommentarlos. «Dies war wie ein Wink Gottes, dass er schauen wird.»

Unter dem Namen «Art of Fire GmbH» gründete Stefan ein Unternehmen, um darüber die bestehende Firma zu kaufen. «Ich vertraute Gott, zur rechten Zeit das nötige Geld auf dem Konto zu haben.» Tatsächlich ging in den Tagen vor Geschäftsübergabe das benötigte Geld ein. Das war ein klarer Beweis, dass Gott hinter «Art of Fire» stand.

«Art of Fire» nimmt den Betrieb auf

Dann ging es Schlag auf Schlag. «Den bisherigen Mitarbeiter der Firma übernahm ich und stellte eine weitere Fachkraft ein.» Ein finanzielles Polster hatte Stefan nicht, dafür aber eine Portion Gottvertrauen. «Meine Mitarbeiter waren auf Ofen- und Kaminbau spezialisiert und ich übernahm den Bereich von Verkauf, Planung und Administration.»

Als kurz später der grösste Ofenbauer der Region Konkurs ging, war Stefan irritiert. Er kontaktierte den betroffenen Geschäftsführer. Dieser liess sich gerne zum Kaffee einladen und arbeitete dann eine Weile bei «Art of Fire». «Durch ihn konnte ich mir wichtige Fähigkeiten in Geschäftsführung und Marketing aneignen.» Durch diese Zusammenarbeit kamen sie auch zu besseren Konditionen bei Lieferanten und zu exklusiven Markenvertretungen.

Ein weiterer Glaubensschritt

Stefan wurde angeboten, das Lager der Konkurs gegangenen Firma für 20'000 Franken zu übernehmen. Der Warenwert wäre viel höher gewesen. «Damals gab es 'Art of Fire' erst ein paar Monate und wir hatten das Geld nicht.» Mit Freunden bete er. «Wir alle hatten das Gefühl, der Kauf sei Gottes Wille», erklärt Stefan den Schritt, Kaufinteresse anzumelden. «Auf dem Weg, um den Deal abzuschliessen, legte ich bei einem Architekten einen Stopp ein.» Im Gespräch zeigte sich, dass dieser Material brauchte, welches im Lager bereitlag. «Mit dem Verkauf an diesen Architekten konnte ich für den grössten Teil der Kosten aufkommen.» Und der Rest ging auch irgendwie.

«Herr, ich möchte diese Halle»

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Ofenausstellung

In seiner Firma in Uttwil hatte Stefan lediglich einen 20m2 grossen Ausstellungsraum. «Mein Herz schlägt für individuelle Angebote und dazu braucht es eine grössere Fläche.» Er ahnte nicht, welche Türe sich in Kürze öffnete. Sein Arbeitsweg führte über Romanshorn und direkt an einer Bootswerft vorbei. Irgendwann betete er: «Gott, das wäre der Raum, den ich gerne als Ausstellungsraum haben möchte.»

Ein paar Monate später kam er ins Gespräch mit einem Geschäftsmann, dieser sprach von seinem Umzug in sein neues Gebäude, welches er an diesem Tag erworben hatte. «Wohin gehst du denn?» fragte Stefan. Es handelte sich exakt um das Gebäude, für welches Stefan gebetet hatte. «Und was machst du mit dem grossen Raum?» Der Mann hatte dafür keine Verwendung und überliess Stefan den Raum mit 350m2. «Art of Fire» war zu diesem Zeitpunkt knapp ein Jahr alt war.

Erneut offene Türen

«Ich wusste nicht, wie ich diesen Raum finanzieren konnte. Die grosse, sieben Meter hohe Lagerhalle musste ausgebaut werden.» Inzwischen konnte Stefan einen grossen Teil seiner Schulden zurückzahlen, Kapital hatte er aber immer noch nicht. «Ich stellte verschiedenen Lieferanten meine Vision vor und lud sie zum Investieren ein.» Stefan staunte, wie sie darauf eingingen. Mit Eigenleistung, langfristigen Partnerschaften und Unternehmern, die kostenlos (!) Hand anlegten, wurde der Schauraum ausgebaut. «Für mich ist unvorstellbar, wie Leute meine Firma so unterstützten, nahm es aber dankbar aus Gottes Hand.»

Wachstum ist mehr als Expansion

In den Anfängen wuchs «Art of Fire» sehr schnell. «Wir begannen, eine eigene Ofenmarke aufzubauen und andere Ofenbauer zu beliefern.» Dann kam eine Stabilisierungsphase. Während Stefan am Anfang staunte, wie Gott seine Glaubensschritte belohnte, lernte er jetzt die Bedeutung innerer Prozesse kennen. «Gott lehrt uns, Herausforderungen nicht als Problem anzusehen, sondern als Chance, um im Charakter zu wachsen.» Stefan will diese Herausforderungen, wie er sagt, «umarmen» und darauf schauen, was Gott in seinem Innern wirken will. Das ist sogar noch bedeutender als eine märchenhafte Firmengründung.

Zur Webseite:
Art of Fire GmbH in Romanshorn 

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