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Heute ist Joel ein geistlicher Leiter in seinem Gefängnis.

Vor dem Suizid – Mörder musste ständig an Jesus denken

38 Jahre Haft muss Joel für einen Mord verbüssen. Sinn und Anerkennung suchte er in Drogen, Gangs und im Islam, doch den einzigen Ausweg sah er im Suizid. Dann kam ihm ständig der Name «Jesus» in den Sinn…

Von den 38 Jahren Haft wegen Mordes hat Joel inzwischen 16 Jahre verbüsst. Inhaftiert ist er in der London Correctional Institution in Ohio.

Obwohl er aus einer christlichen Familie stammte, hatte er mit 18 Jahren bereits zwei Kinder und war schwer drogenabhängig. So wurde er zum Mörder und deshalb sitzt er jetzt im Gefängnis. «Ich konvertierte zum Islam», sagt er. «Zehn Jahre lang war ich Muslim und gehörte zur ‚Nation of Islam‘.» Er schloss sich einer Bande von Inhaftierten an und landete schliesslich im Hochsicherheitstrakt des Ohio State Penitentiary.

Der Name Jesus

In der Einzelhaft setzten ihm seine Gefühle sehr zu: «Jahrelang hatte ich Selbstmordgedanken gehabt, und jetzt war ich soweit. Der Abschiedsbrief war geschrieben, ich hatte mit dem Leben abgeschlossen. Ich konnte den Schmerz nicht mehr ertragen. In diesem Moment – keine Ahnung, warum, aber mir ging immer wieder der Name ‚Jesus‘ durch den Kopf.»

Diesen Namen wurde er einfach nicht los, deshalb bat er Gott um ein Zeichen – und augenblicklich klopfte es an der Tür: Ob er mal in den Aufenthaltsraum wolle? In Einzelhaft gebe es das nie, fügt Joel hinzu. «Ich machte den Mund auf und wollte Nein sagen, aber es kam ein Ja heraus.»

«Gott sagt dir: 'Komm und ruh dich aus!'»

Im Aufenthaltsraum lief der Fernseher, es war ein Gottesdienst der Rock City Church, speziell für die Inhaftierten übertragen. «In diesem Moment hört uns jemand zu, der am Kämpfen ist», sagte Pastor Chad der Rock City Church im Fernsehen. «Gott sagt dir: ‚Komm und ruh dich aus!‘»

Joel war wie vom Blitz getroffen. «Das war die Bestätigung», erzählt er. «Auf der Stelle nahm ich Jesus an, und damit bekam ich eine neue Familie. Diese Jungs haben mich lieb, wie noch nie jemand mich liebgehabt hat. Nicht einmal in der Gang, nicht einmal, als ich Muslim war, haben Jungs mich so liebgehabt wie diese jetzt.»

Gottes Gnade erlebt

Heute ist Joel ein geistlicher Leiter in seinem Gefängnis, er evangelisiert und leitet andere Männer in der Nachfolge an. Er ist nicht mehr deprimiert wegen seiner Haft; jeden Tag bittet er Gott, dass er ihm dienen und anderen zum Segen sein kann. «Ich habe Gottes Gnade erlebt, er hat sich meiner erbarmt und seine Liebe wirkt in mir. Das ist das Schönste, das ich je erlebt habe!»

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