Christian Eckardt – Mein Weg zu Jesus

Eigentlich wächst Christan Eckardt in einem christlichen Elternhaus auf. Doch der Glaube an Gott ist für ihn nur Religion. Erst in einer Sinnkrise erkennt er, was es wirklich mit Gott auf sich hat. Heute sagt er: In Jesus habe ich Frieden gefunden.

Eigentlich wächst Christan Eckardt in einem christlichen Elternhaus auf. Doch der Glaube an Gott ist für ihn nur Religion. Erst in einer Sinnkrise erkennt er, was es wirklich mit Gott auf sich hat. Heute sagt er: In Jesus habe ich Frieden gefunden.

Ich bin in einem gutbürgerlich christlichen Elternhaus aufgewachsen. Meine Eltern schickten mich zur «Christenlehre», einer christlichen Kindergruppe und sorgten für eine christliche Erziehung ihrer drei Jungs.

Zwei Herzen in meiner Brust

Dennoch war ich innerlich hin- und hergerissen. Einerseits nahm ich eine atheistische Schulkameradin mit zur Christenlehre, um sie mit dem Glauben bekannt zu machen. Andererseits leugnete ich im selben Alter gegenüber einem anderen Kind, an Gott zu glauben.

Im Teenie-Alter absolvierte ich die staatstreue DDR-Jugendweihe, liess mich aber auch konfirmieren. Ich wollte irgendwie überall dazugehören und kein Aussenseiter sein. Obwohl meine Eltern mich immer unterstützt hätten, wollte ich keine Nachteile durch unseren Glauben haben.

Sehnsucht nach mehr

Seit dem 10. Lebensjahr war ich im Dresdner Kreuzchor, einem der weltbesten Knabenchöre. Ich sang dort viele christliche Werke mit, wie die Passionen von Johann Sebastian Bach. Seine Musik, Texte aus der Bibel, aber auch andere Christen, die eindringlich von Gott schwärmten, weckten in mir eine Sehnsucht nach echtem Glauben. Ich las die Bibel mehrmals von vorn bis hinten durch. Auch wenn mir einige Stellen undurchschaubar blieben, zum Beispiel, wenn von «ewiger Verlorenheit» die Rede war. In den Predigten, die ich hörte, wurde das nicht erklärt. Was war denn diese Erlösung, von der immer die Rede war? Mir geht's doch ganz gut, dachte ich.

Sinnkrise

Nach dem Abitur war Schluss mit dem Kreuzchor und ich rutschte in eine tiefe Sinnkrise. Ich gehörte plötzlich nicht mehr zu einem anerkannten, besonderen Kulturensemble, meine Clique war sozusagen auseinandergebrochen. Ich suchte Trost in Bier und Schnaps, aber das half nichts. Auch die Versuche, durch Frauen Erfüllung zu finden, scheiterten.

«Zufällig» schenkte mir jemand das Buch «Jesus, unser Schicksal». Erst legte ich es einfach beiseite, aber dann las ich es doch.

Die Offenbarung

Während ich das Buch las, erkannte ich plötzlich, dass es tatsächlich einen Ort der ewigen Verlorenheit gibt. Wer nichts mit Gott zu tun haben will, wird an einem gottlosen Ort sein. Wer Jesus und seine Erlösungstat am Kreuz ablehnt, wird nicht mit ihm sein.

Wer sich aber für Jesus öffnet, kann sicher sein, nach dem Tod für immer und ewig bei ihm im Himmel sein zu können. Ich dachte: «Was soll's? Ich versuch es.» Und dann betete ich: «Jesus, verzeih mir bitte die Sachen, die mich von Dir trennen. Komm in mein Herz und mach mein Leben neu.»

Bald nach diesem Neustart lernte ich andere Christen kennen, die mir halfen, den neuen Weg mit Jesus zu gehen. Ich lernte, Gottes Reden in meinem Leben wahrzunehmen. Ich traf meine jetzige Frau, mit der ich inzwischen frohe 23 Jahre verheiratet bin und darf mit ihr sechs Kinder grossziehen. Aber vor allem hat sich meine Wankelmütigkeit in Bezug auf den Glauben gelegt. Aus Zweifeln und dem Willen, es allen recht machen zu wollen, ist ein echtes Heimatgefühl geworden. Obwohl es natürlich immer noch ungeklärte Fragen gibt, bin ich doch sicher, bei Gott im Himmel mein Zuhause zu haben. Und das gibt mir eine tiefe innere Ruhe.

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