Es begann mit einer Tragödie – Matt Redman fand nach Tod seines Vaters zum Worship

Aus seiner Feder stammen Werke wie «Blessed be your Name» oder «10'000 Reasons». Doch seine Laufbahn wurde nicht am Reissbrett entworfen, sondern durch eine Tragödie ausgelöst: Als Matt sieben Jahre alt war, nahm sich sein Vater das Leben.

Aus seiner Feder stammen Werke wie «Blessed be your Name» oder «10'000 Reasons». Doch seine Laufbahn wurde nicht am Reissbrett entworfen, sondern durch eine Tragödie ausgelöst: Als Matt sieben Jahre alt war, nahm sich sein Vater das Leben. In der Worship-Musik fand der Junge Trost.

«Worship-Musik hat die Kraft, Hoffnung und Frieden ins Leben von jemandem zu bringen, egal wo er gerade steht», erklärte Matt Redman in einer Radio-Sendung von «Premier Praise». Diesen Musikstil habe er schon früh in den christlichen Gemeinden gehört und er habe ihm sehr gut gefallen.

«Ich war gerade sieben Jahre alt, als sich mein Vater das Leben genommen hatte. Meine Mutter nahm mich dann zu einem Worship-Event mit.» Das habe ihn getragen, auch wenn er damals nicht beschreiben konnte, weshalb. «Heute würde ich sagen, es war, weil sich die Menschen Gottes in der Gegenwart Gottes zu Ehren Gottes ausdrückten.»

«10'000 Reasons»

Deshalb habe er sich ebenfalls bereits früh der Worship-Musik gewidmet, fernab von Gedanken an eine Karriere-Planung. Längst berühren seine Lieder viele andere. «Ich hörte zum Beispiel, dass der Song '10'000 Reasons' vieles ausgelöst hat. Viele der Geschichten stammen von Christen, aber längst nicht alle. So hörte ich von einem Road-Manager einer bekannten Rockband folgende Geschichte: 'Ich war auf der Beerdigung meines Vaters, dort wurde dieses Lied gesungen. Ich bin selbst nicht Christ, doch ich bringe das Lied nicht aus dem Kopf. Ich möchte einfach, dass du weisst, dass es eine grosse Auswirkung auf mich hat.'»

Ein anderes Paar habe ihm berichtet, dass dieses Lied ihre Ehe gerettet habe. Sie hätten unter so viel Missklang gelebt. Doch als sie dieses Lied am Radio gehört haben, habe dies die ganze Atmosphäre verändert. Laut dem Mann habe es erheblich zur Rettung der Familie beigetragen.

Der fünffache Familienvater betont, dass es wichtig ist, was man hört. Der Input, gerade durch Musik, forme einen.

Gestern, heute und für immer

Er liebe es, ein Lied zu schreiben, das in den Gemeinden gesungen werde. Schön sei auch, wenn es ausserhalb der Kirche Menschen helfe und ihnen Hoffnung bringe. Seine eigene Teenagerzeit sei ebenfalls schwer gewesen. Was ihm immer geholfen habe, sei Worship Musik. «Das Leben kann so unstabil und frustrierend sein. Es gibt nicht vieles, auf das man sich verlassen kann. Aber der Thron Gottes ist immer da. Gott bleibt gleich, gestern, heute und für immer.» Zu ihm sei er immer gegangen, als Kind, als Teenager und heute.

Zurück zum Herzen

Matt Redman erinnert sich an die Entstehung des Liedes «The Heart of Worship». Der Pastor in seiner Gemeinde «Soul Survivor» spürte, dass eine Änderung nötig ist. Die Gemeindeglieder sollten nicht einzig Konsumenten, sondern Anbeter sein. Und so fragte Gemeindeleiter Mike Pilavachi, was die Besucher mitbringen können, wenn sie am Sonntagmorgen zum Gottesdienst erscheinen.

Matt Redman beschäftigte die Frage ebenfalls. Und auf den nächsten Gottesdienst hin komponierte er ohne grössere Ambitionen im Schlafzimmer: «When the music fades, all is stripped away, and I simply come. Longing just to bring something that's of worth, that will bless your heart… I'm coming back to the heart of worship, and it's all about You, Jesus …»

Der Rest ist Musikgeschichte …

Sein erstes Album, «Wake up my soul», veröffentlichte Matt im Alter von 21 Jahren. «The Heart of worship» folgte rund fünf Jahre später. Weitere bekannte Songs aus seiner Feder sind «Blessed be Your Name» oder «The Fathers Song».

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