Vom Drogendealer überzeugt – Mark Clarks Weg zum Glauben

Mark Clark ist Pastor im kanadischen Vancouver. Leidenschaftlich bringt er die Botschaft von Jesus mit der aktuellen Kultur zusammen und erlebt, wie Menschen verändert werden. Das war bei ihm genauso, denn niemand hätte gedacht, dass er Christ wird.

Mark Clark ist Gründer und Pastor der Village Church im kanadischen Vancouver. Leidenschaftlich bringt er die Botschaft von Jesus mit der aktuellen Kultur zusammen und erlebt, wie Menschen dadurch verändert werden. Das war bei ihm genauso, denn niemand hätte gedacht, dass er einmal Christ wird.Mark erzählt über seine Herkunft: «Ich wuchs in einer überzeugten atheistischen Familie auf. Wir gingen nie zur Kirche. Wir hatten nie eine Bibel. Wir sprachen nie über Gott. Mein Vater war ein so eingefleischter Atheist, dass er verlangte, meinen Bruder Mathew nur mit einem «T» zu schreiben, um jede Ähnlichkeit mit der Bibel zu vermeiden. Er bemerkte die Ironie nicht, als er mich später Mark nannte.»

Drogen und Krankheit

Mit neun Jahren besuchte Mark das erste Mal ein christliches Ferienlager. Es gefiel ihm, also ging er jedes Jahr dorthin. Das Camp wurde praktisch zum Gegenentwurf seines sonstigen Lebens, in dem es schon früh mit ihm abwärts ging. Bereits mit acht rauchte Mark sein erstes Haschisch. Bald wurden Drogen zu einem festen Bestandteil seines Alltags. Um seine Sucht und seine Feiern zu finanzieren, stahl Mark Geldbeutel oder Dinge aus Autos. Seine Eltern hatten sich längst scheiden lassen. Und zu seinen Drogenproblemen kamen noch gesundheitliche Schwierigkeiten hinzu: Mark entwickelte Zwangsstörungen. Monatelang musste er bestimmte Bewegungen oder Geräusche wiederholen, bis sie schliesslich von anderen abgelöst wurden. Auch ein Tourettesyndrom entwickelte er in dieser Zeit und musste unablässig fluchen.

Die Frage nach Gott

Mark und sein Bruder wuchsen bei ihrem Vater auf. Der war mit ihrer Erziehung überfordert. Er war praktisch ständig arbeitslos, und wenn er nicht trank, dann grölte er bei Sportsendungen vor dem Fernseher. Er starb, als Mark 15 Jahre alt war. Niemand hatte etwas von seinem Lungenkrebs gewusst. Nun brachen Fragen in Mark auf: «Was halte ich eigentlich von Gott, von Himmel und Hölle oder der Wissenschaft? Woran glaube ich?»

Mit 17 traf er Chris, ein ehemaliger Drogendealer an seiner Schule. Mark war selber kurz davor, mit Rauschgift zu handeln, da realisierte er, dass der Ex-Dealer sich völlig anders als früher verhielt. Er war Christ geworden. Die beiden trafen sich regelmässig und Chris forderte ihn heraus, sich seinen Zweifeln zu stellen, in der Bibel zu lesen, zu beten und darüber nachzudenken. Heute sagt Mark: «Es war eine regelrechte Feuerprobe. Ich wusste, dass ich entweder das letzte bisschen Glauben aus der Zeit in den Sommercamps verlieren oder dass es mich zerreissen und verändern würde.»

Völlig erneuert

Mark kämpfte lange mit der Frage, ob Gott existierte oder nicht. Er hatte bereits so viel Schlimmes erlebt. Er kämpfte mit der Vertrauenswürdigkeit der Bibel und immer wieder mit den dunklen Punkten in der Vergangenheit der Kirche. Je mehr er sich mit Jesus beschäftigte, desto kraftvoller und zuverlässiger wurde der christliche Glaube für ihn. Kein Jahr nach dem Zusammentreffen mit Chris begann Mark, mit Jesus zu leben. Und damit begann seine Reise in ein völlig neues Leben. Zwei Jahre lang las er in jeder Pause oder Freistunde in der Bibel. «Ich rauchte manchmal eine halbe Schachtel Zigaretten, während ich die Bergpredigt las oder die ersten Kapitel im Römerbrief auswendig lernte», erzählt er. Mark redete mit Passanten über den Glauben, er betete mit einsamen und traurigen Menschen und ging auch zu ihnen, wenn sie in den Parks feierten und tranken. Er führte Menschen zum Glauben und taufte sie in einem See – zwei Jahre, bevor er sich selbst taufen liess.

Der lange Weg in eine Gemeinde

Viel hatte sich in Marks Leben getan, doch einer Kirche oder Gemeinde schloss er sich zunächst nicht an. Er fand den Gedanken uninteressant und hatte Angst davor. Als ein Freund ihn schliesslich einlud, kam er mit in einen Gottesdienst und fand viele seiner Vorurteile bestätigt. Gleichzeitig fand er dort andere, die genau wie er mit Glauben und Zweifeln kämpften.

Mark war keine typische Erscheinung in dieser Kirche: Er rauchte wie ein Schlot, fluchte wie ein Müllkutscher und lief in tiefhängenden Baggy Pants herum. Doch viele in der Gemeinde investierten in ihn: Sie vertrauten ihm und gaben ihm immer wieder Gelegenheiten, sich auszuprobieren. Und irgendwann heiratete Mark, studierte Theologie und gründete eine Gemeinde in Vancouver. Nach kleinen Anfängen versammeln sich hier inzwischen jeden Sonntag 4'000 Menschen und geniessen ihren unorthodoxen Pastor: «Christ zu werden ist ein Risiko und ein Abenteuer. Aber wenn wir bereit sind, unsere Zweifel zu bezweifeln, unseren Unglauben herauszufordern und uns auf Wunder zu stützen, dann können wir herausfinden, dass sich hinter dem Schleier tatsächlich etwas befindet.»

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