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Amy Kavelaris

Amy Kavelaris – Kleine und grosse Staffeln im Atelier

Nach einem Schulwechsel in ihren Teenagerjahren fühlte sich Amy Kavelaris einsam. Die heutige Illustratorin und Kinderbuchautorin verlor für einige Zeit die Orientierung – heute bietet sie genau das…

Nach einem Schulwechsel in ihren Teenagerjahren fühlte sich Amy Kavelaris einsam. Die heutige Illustratorin und Kinderbuchautorin verlor für einige Zeit die Orientierung – heute bietet sie genau das…

Als Amy Kavelaris das College wechselte, stellte sie fest, dass sie ihre Identität und ihr Ziel völlig verloren hatte. «Ich war immer sozial und engagiert. Ich denke, dass ich meine Identität wohl zu einem grossen Teil darin fand, was andere Leute von mir dachten.»

Am neuen Ort kannten sich die anderen schon lange, ein schwerer Anfang für Amy. Doch zumindest war ihre beste Freundin ebenfalls auf dieser Schule. «Wir haben zusammen gebetet.» Nach einiger Zeit konnte sich Amy dank des christlichen Glaubens aus ihrer Depression befreien.

Gottes Schöpfung feiern

Es sei wichtig, dies auch den Erwachsenen zu vermitteln und sie daran zu erinnern, dass Gottes Schöpfung wunderbar ist, beobachtet Amy Kavelaris. «Wir sind so sehr im Alltag gefangen, dass wir vergessen, den schönen Baum oder den schönen Sonnenuntergang zu betrachten.»

«Ich halte es für so wichtig, dass wir Gottes Schöpfung feiern. Es macht Spass, den Alltag ein wenig zu verschönern und zu beleben, denn unsere Kinder sehen den Alltag als etwas Wunderbares und Aussergewöhnliches. Die verschiedenen Ideen, die sie haben, und die Art und Weise, wie sie an das Leben herangehen, sind so besonders.»

«Sie sollen es auch erleben»

«Es macht Spass, meine Töchter um mich herum zu haben, denn sie dürfen tagsüber mit mir malen und im Atelier sein, wenn ich arbeite», gibt Amy Kavelaris einen Einblick in ihren Alltag. «Aber ich bekomme sehr viel, wenn ich meine Mädchen beobachte und zusehe, wie sie auf die Welt reagieren.»

Ein paar Tage in der Woche habe sie auch Hilfe. «Ich glaube, viele Mütter würden sich fragen: 'Wie schaffst du es, nicht den Verstand zu verlieren, wenn dein Baby beim Malen dabei ist?' Und an manchen Tagen verliere ich wirklich den 'Verstand'. Aber ich möchte, dass sie dabei sind, denn meine Mutter hat es wunderbar verstanden, mich in ihre Arbeit einzubeziehen, und ich möchte, dass sie das auch erleben. Deshalb habe ich in meinem Atelier ein paar Staffeleien aufgestellt, damit die Mädchen reinkommen und Chaos anrichten können, ohne dass ich mich darum kümmern muss. Sie haben ihr eigenes Material.»

Farbenfroh gegen Angst

Diese Liebe zu vermitteln, sei ihr wichtig. Ihr Kinderbuch «Good Night, My Darling Dear» ist wie ein Wiegenlied. «Ich fühlte mich einfach dazu gezwungen, angesichts von so viel Dunkelheit in dieser Welt. Es scheint, als würde die Angst immer mehr zunehmen, sogar bei unseren süssen kleinen Kindern. Ich wollte für sie das verträumteste, beruhigendste und ermutigendste Buch schreiben. Der Erzähler ist die Stimme eines Elternteils oder einer geliebten Person oder einer Betreuungsperson, die all die Hoffnungen, die sie für die Kleinen haben, mit ihnen teilt und ihnen beim Zubettgehen Segenssprüche zuspricht.»

Von Last befreit

Je mehr die Kinder wachsen, desto mehr sei man mit den Dingen beschäftigt, die sie erleben. «Vor allem möchte ich die Jahre meiner eigenen Kindheit nicht einfach wegwünschen. Ich schätze sie. Ich habe so viel Freude daran und ich weiss, dass jede Lebensphase wundervoll sein wird, aber im Moment ist es einfach so besonders, weil sie noch so jung sind.»

Gerade in den letzten Wochen gab es mehrere Momente, «in denen ich mich plötzlich sehr überfordert gefühlt habe. Aus welchem Grund auch immer ging mir dann dieses alte gälische Kirchenlied 'Be Thou My Vision' immer wieder durch den Kopf. Ich druckte es aus und hängte es in meinem Studio und im Haus auf, so dass ich es jedes Mal, wenn ich frustriert bin oder mich überfordert fühle, direkt vor Augen habe. Ich kann diese Texte lesen und das Lied in meinem Herzen singen, und plötzlich fühle ich mich wie von einer Last befreit.»

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