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Daniel Werthmüller

Leben statt Tod – Junkie entscheidet sich für Jesus

Sieben Jahre lang ist Daniel Werthmüller aus Zürich schwer drogenabhängig. Zweimal spritzt er eine Überdosis und überlebt nur knapp. Die Sucht hat ihn fest im Griff. Als er sich für ein Leben mit Jesus entscheidet, verändert sich für ihn alles.

Sieben Jahre lang ist Daniel Werthmüller aus Zürich schwer drogenabhängig. Zwei mal spritzt er eine Überdosis und überlebt nur knapp. Die Sucht hat ihn fest im Griff. Als er sich für ein Leben mit Jesus entscheidet, verändert sich für ihn alles. Heute ist er clean, verheiratet und Vater von drei Kindern. Hier erzählt er seine Geschichte.

Ich bin ohne Vater aufgewachsen, das war für mich nicht leicht. Meine Mutter hatte zwar immer wieder Partner, aber das waren keine guten Vorbilder. Mit 16 Jahren machte ich das letzte Schuljahr und damals fing ich mit dem Rauchen und Kiffen an. Irgendwann brachte einer meiner Bekannten Heroin mit. Ich wollte es ausprobieren und ehe ich mich versah, war ich im falschen Film. Das war der Beginn einer jahrelangen Drogensucht.

Im Griff der Sucht

Ich war so süchtig, dass ich keine zwei Tage ohne das Gift sein konnte. Ich fing an zu dealen und glaubte mich im Paradies. Weil man von mir kaufte, hatte ich allen Stoff da und konnte so viel konsumieren, wie ich wollte. Viele meiner Bekannten überlebten diesen Lebensstil nicht. Dass ich da lebend wieder rausgekommen bin und heute hier gesund stehe, ist ein Riesenwunder.

In meiner Zeit als Junkie lernte ich einen Franziskaner-Mönch kennen. Er besuchte uns immer wieder, redete mit uns, hörte uns zu und betete mit uns. Er faszinierte mich, er war so voller Liebe. Ich unterhielt mich oft mit ihm über den christlichen Glauben, aber irgendwie habe ich das mit Gott nicht begriffen. Ich versuchte sogar in der Bibel zu lesen, aber es war für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Trotzdem berührte mich dieser Mönch, weil er so eine Liebe für die Menschen in sich trug.

Zweimal erwischte ich eine Überdosis und überlebte nur knapp. Ich erinnere mich an das zweite Mal, mein Blutdruck ging auf 200, ich bekam Atemnot und wusste, ich muss jetzt raus, mich bewegen, sonst war es das. Damals wurde mir bewusst, wie sehr ich mit meinem Leben spiele. Die Grenze zum Tod war sehr nahe. Und damals dachte ich zum ersten Mal darüber nach, eine Therapie zu machen.

Im Kampf gegen die Sucht

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Daniel Werthmüller

Über Umwege kam ich zu einer christlichen Therapie von Pfarrer Sieber. Ich dachte, ich probiere das einfach mal, ich will nach vorne schauen. Es gab einen Garten, sie hatten Hühner und Lamas, man hat selbst gekocht und ich lebte mich gut ein. Aber nach zwei Monaten erwischte ich einen Bewohner, wie er Heroin konsumierte und bekam sofort wieder Lust. Er hatte nicht mehr Stoff da, so blieb mein übergrosses Verlangen ungestillt. Es war die schlimmste Nacht meines Lebens und am nächsten Morgen war klar: Ich zieh das hier nicht weiter durch, das macht keinen Sinn. Wozu clean sein? Ich brauche Stoff!

Während ich diesen Gedanken nachhing, kam eine der Sozialpädagogen auf mich zu. Sie war ganz neu im Team, hatte aber den Eindruck, sie solle mich ansprechen. Sie fragte mich ganz direkt, ob ich wieder Verlangen nach Drogen hätte und als ich nickte, konfrontierte sie mich mit der Frage, ob ich an Gott glaube. Sie erzählte mir von Jesus und ihre Worte berührten mich tief. Ich dachte nur: Das kann kein Zufall sein, immer wenn es mir schlecht geht, erzählt mir jemand von Gott. Es war als würde mir jemand den Schleier von den Augen reissen, ich wusste, es muss Gott geben.

Entscheidung für Jesus

Wir haben dann zusammen gebetet und ich habe Jesus Christus in mein Herz eingeladen. Und von diesem Moment an habe ich so einen Frieden erlebt und eine Freude in meinem Herzen. Es war, als wäre ich in dem Moment von einer Raupe zu einem Schmetterling geworden. Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit Gottes Hilfe konnte ich die Therapie erfolgreich abschliessen und clean bleiben.

Einer meiner Lieblingsverse der Bibel steht in Johannes, Kapitel 10, Vers 10. Dort sagt Jesus: «Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und Verderben zu bringen. Ich bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen und das im Überfluss.» Und genau das durfte ich am eigenen Leib erleben. Jesus hat mir alles zurückgegeben, was ich verloren habe. Er hat mir geholfen, meine vielen Schulden zurückzuzahlen. Ich durfte gesund werden, heiraten und eine Familie gründen. Ich habe einen super Job bei der Heilsarmee. Ich habe selbst erlebt, dass Jesus alles neu macht und tatsächlich Leben im Überfluss schenkt.

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