Mutmacher vom Gefängnis aus – «Jesus wartet auch vor deinem Herzen»

Melusi Dlamini aus Kenia schmerzte, dass er seinen Vater nie kennenlernte und so schlug er einen kriminellen Lebensweg ein. Nach zehn Jahren Haft glitt er erneut in den Verbrechenssumpf ab. Wieder hinter Gittern fand er Hoffnung...

Melusi Dlamini aus Kenia schmerzte, dass er seinen Vater nie kennenlernte und so schlug er einen kriminellen Lebensweg ein. Nach zehn Jahren Haft glitt er erneut in den Verbrechenssumpf ab. Wieder hinter Gittern fand er Hoffnung durch den christlichen Glauben. Noch immer im Gefängnis, macht er heute Mut: «Jesus wartet auch neben deinem Herzen.»

«Mein Leben verlief sehr frustrierend, weil ich in eine Familie ohne Vater hineingeboren wurde», erinnert sich Melusi Dlamini. Schon seine Grossmutter hatte Kinder von mehreren Vätern. Ihre Töchter – auch seine Mutter – führten diesen Lebensstil weiter. «Sie brachten Kinder von verschiedenen Freunden zur Welt.»

Melusi wurde an seine Oma abgegeben, damit sie ihn grossziehen sollte. Das brach sein Herz. Zudem glaubte er, dass er nicht zu Gott kommen könne, denn das lehrte man in der kulturellen Gemeinschaft vor Ort. «Dort wurde auch an Geister von Vorfahren und an Götzen geglaubt. Der Name Jesu sollte dagegen nicht angerufen werden. Nur durch die Rituale dieser Gemeinschaft und teils auch menschliches Blut konnte man angeblich zu Gott kommen.»

Fast zehn Jahre im Gefängnis

Damals wusste er noch nicht, dass diese Praktiken der Bibel wiedersprechen. Zudem glitt er ab in Kriminalität und Alkohol. «Ich beging viele Verbrechen», gibt er heute zu. Dazu gehörten Diebstähle und Einbrüche. «Ich war nicht besonders gut ausgebildet und steckte tief im kriminellen Sumpf – ich hatte das Verbrechen im Blut.»

Dies sollte nicht ohne Folgen bleiben: Für seine Machenschaften wurden Melusi rund zehn Jahre Haft aufgebrummt. Als diese endlich abgesessen waren, fiel er noch während seiner Bewährungszeit in das kriminelle Leben zurück.

«Nur der Richter und ich»

«Noch während meiner Bewährung verübte ich mein nächstes Verbrechen. Somit wurde ich 2003 erneut verhaftet.» Als er auf den Urteilsspruch wartete, war er ganz alleine. «Da war niemand, auf den ich vertrauen konnte. Keine Familie, keine Freunde, keine Freundin. Da war niemand. Nur der Richter und ich.»

An diesem Punkt angelangt, begann er nach Gott zu forschen. Und er besuchte eine bibelorientierte Gemeinde im Gefängnis. «Die Bibel enthüllte mir, dass der Mensch sündig geboren wird und dass nur Jesus erlösen kann.» So stehe im Römer-Brief, dass durch einen Mann, Adam, die Sünde in die Welt gekommen ist. Und durch einen Mann, Jesus Christus, ist Vergebung möglich. «Als ich das hörte, begann ich zu glauben.»

Dramatische Wende

«Durch die Gnade Gottes bin ich gerettet», sagt Melusi heute. Das wirkte sich nicht nur auf sein geistliches Leben aus, sondern auch auf seinen Lebensstil. «Nachdem Jesus die Kontrolle über mein Leben erlangt hat, erlebte ich eine dramatische Veränderung. Vorher war ich sehr grausam gewesen und mein Herz war hart.» Doch als er begann, mit Christus zu leben und der Heilige Geist anfing, in ihm zu wirken, habe sich sein Herz gewandelt.

«Der Heilige Geist hilft mir. Er ist mein Führer, Helfer, Tröster und Lehrer. Es ist Gottes Kraft, die das Böse bekämpft. Er setzt mich frei von Sucht und schlechter Gesinnung.»

«Jesus wartet auch neben deinem Herzen»

Noch sitzt Melusi hinter Gittern, doch er hat Hoffnung gefunden. Und er berichtet bereits jetzt anderen von der Zuversicht, die er gewonnen hat und vom Geschenk des ewigen Lebens: «Jesus wartet auch vor deinem Herzen. Er klopft an und bittet dich, deine Herzenstüre zu öffnen.»

Melusi Dlamini rät: «Glaube an sein Wort, weil es das Licht auf deinem Weg ist. Es bringt Glaube, Weisheit und Wissen. Ich vertraue darauf, dass Gott, der die Arbeit in mir begonnen hat, sie auch vollenden wird.»

Thema:
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