Instagram / malloryygarza
Mallory Garza

Gleichgeschlechtliche Neigung – Jesus sammelte ihre Tränen

Mallory Garza kämpfte jahrelang mit sexuellen Traumata, Identitätskonflikten und innerer Zerrissenheit. Doch eine tiefe Begegnung mit Gott verwandelte Scham in Heilung – und Tränen in Hoffnung.

Mit nur vier Jahren warf Mallory Garza das Jesuskind durch den Raum – sie wollte nicht die Maria im Krippenspiel ihrer Kirchengemeinde sein. Sie wollte Josef spielen.

«LGBTQ-Menschen sagen, dass sie so geboren werden. Und ich kann das nachempfinden», sagt Mallory Garza. «Bevor ich überhaupt bewusst darüber nachdenken konnte, bevor ich die Worte dafür hatte, war ich ein Wildfang.»

In der Schule spielte sie mit den Jungs Football – nicht zimperlich, sondern mit vollem Körpereinsatz. «Ich beneidete die Jungs. Ich wollte mich so anziehen wie sie, den Gang meines Vaters nachahmen. Ich bin mit Jagen und Fischen aufgewachsen.»

Von Cousine missbraucht

Doch ihre Kindheit wurde schon früh überschattet. Eine Cousine missbrauchte sie sexuell – beim angeblich harmlosen Spielen. Mallory Garza war erst sechs Jahre alt, als diese Cousine ihr auch lesbische Pornos zeigte.

«Damit war die Saat der Homosexualität und der Identitätsverwirrung voll aufgegangen», erinnert sie sich. Obwohl sie mit ihren Eltern regelmässig in die Kirche ging, kämpfte sie innerlich mit Scham, Schuldgefühlen und dem Wunsch, dazuzugehören. «Für die Mädchen war ich nicht mädchenhaft genug, für die Jungen nicht jungenhaft genug – das schwarze Schaf der Familie.»

Bewahrt

Mit acht Jahren betete sie: «Gott, ich weiss, dass es falsch ist, aber ich habe das Gefühl, dass ich so bin. Es tut mir leid.» In dieser Zeit schwankte sie zwischen dem Gedanken, mit 18 auszuziehen, um endlich frei zu sein, und dem Gefühl, «nur ein Pflaster auf eine offene Wunde zu kleben».

Ebenfalls mit acht Jahren wurde sie dabei erwischt, wie sie auf ihrem Handy Pornos schaute. Ihre Mutter schritt ein – und bewahrte sie, wie Mallory Garza heute sagt, vor einem noch dunkleren Weg.

Mit 14 entdeckte Mallory den Sport für sich – Basketball, Crossfit und Gewichtheben wurden ihre neue Welt. Die Disziplin, die der Leistungssport erforderte, bewahrte sie davor, in Alkohol und Drogen abzugleiten – im Gegensatz zu vielen ihrer Freunde. Sport bedeutete, gesund zu bleiben. 2018 und 2019 schaffte sie es sogar in die amerikanische Frauenmannschaft im Gewichtheben.

Am Rand des Suizids

instagram / @malloryygarza
Heute ist sie glücklich verheiratet mit David Hammond

Trotz sexueller Erfahrungen mit Jungs in der Highschool liessen sie die gleichgeschlechtlichen Gefühle nicht los. Immer wieder versuchte sie, sich davon zu befreien. Mit 16 und 17 Jahren machte sie eine Kertwende, rang mit Gott – doch Pornografie zog sie immer wieder in ihren Bann.

Auf dem College in North Carolina erreichte sie einen Tiefpunkt. Verzweiflung und innere Leere trieben sie an den Rand des Selbstmords. «Die Folgen meiner Sünde holten mich ein», sagt sie heute. Die Angst vor der Hölle hielt sie schliesslich von dem Schritt des Selbstmords ab. Zu dieser Zeit lebte sie in einer toxischen Beziehung mit einem Mann, die sie zusätzlich zermürbte.

Zurück nach Hause

Nachdem sie ihr Studium abgebrochen hatte, kehrte sie nach Hause zurück – und ging wieder in die Kirche. Die erste Predigt, die sie dort hörte, handelte von Unzucht und Homosexualität. Es war, als würde Gott direkt zu ihr sprechen.

Mit der Zeit trennte sie sich endgültig von ihrem Ex-Freund, löschte alle intimen Videos und Kontakte. In einem Gottesdienst ging sie schliesslich auf einen Aufruf hin nach vorne – überwältigt von ihren Gefühlen, weinte, betete in Zungen. Dort spürte sie, dass Gott sie aufforderte, das Schweigen über den Missbrauch in ihrer Kindheit zu brechen. «In diesen zwei Stunden geschah etwas Übernatürliches», sagt Mallory Garza.

Endlich frei

Mallory Garza erinnert sich: «Ich wurde frei – von Scham, von Schuld, von den Wunden meiner Vergangenheit. Ich erkannte, dass Gott kein grausamer Gott ist, der das alles zugelassen hat. Er hat mit mir gelitten. Mein Leben lang habe ich mich als Opfer gesehen – aber in Wirklichkeit war Gott die ganze Zeit an meiner Seite. In einer Vision sah ich, wie er meine Tränen auffing.»

Seit zwei Jahren, sagt sie, sei sie «süchtig nach Jesus». Inzwischen ist sie verheiratet und lebt mit ihrem Mann in Fort Worth, Texas. «Es geht nicht darum, sein Verhalten zu korrigieren», betont sie. «Viele glauben, das Ziel des Christentums sei Heterosexualität. Aber das ist nicht das Ziel. Das Ziel ist eine Beziehung zu Jesus.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Makenna Brown wurde durch einen Bibelvers im Gefängnis ermutigt

Sie fühlte sich nie genug – «Ich war zu einem Monster geworden»

Jahrelang versucht Makenna Brown, von anderen akzeptiert zu werden. Drogen, Diebstahl und Beziehungen sollen die Leere ...

Story
Jacoby Shaddix

«Papa Roach»-Frontmann – «Ich bin überzeugter Christ»

Jacoby Shaddix, die Stimme von «Papa Roach», erzählt von seinem tiefgreifenden Glaubensweg und wie die Annahme des ...

Story
Stephen McWhirter

Echte Freiheit – Vergeben, was unverzeihlich scheint

Er sah, wie Menschen nach den Predigten seines Vaters zu Jesus fanden – und zu Hause, wie seine Mutter durch ...

Story
Jonathan Hacker mit seiner Frau und seinem Kind

13 Jahre drogenabhängig – «Gott kann alles zum Guten wenden»

23 Mal sass er hinter Gittern, ein Drogendealer, meth-abhängig, ein völliges Wrack. Dabei war Jonathan Hacker ein ...

Story
Sheri Palmer liess ihre Sucht los und hält sich heute an Jesus fest

Vom Tiefpunkt zur Erlösung – Sie schlief im Auto auf dem Kirchparkplatz

Gezeichnet von Krankheiten, Verlusten und schwerer Sucht wollte Sheri Palmer nicht mehr weiterleben. Doch ein ...

Story
Rick Hansen

«Nur die Kraft des Kreuzes» – Von Satanismus und Dämonen befreit

Rick Hansen wuchs in einem Zuhause auf, in dem Exorzismen zum Alltag gehörten. Sein Vater, einst von Anton LaVey in den ...

Story
Jonathon M. Seidl ist Autor, Speaker und Storyteller

Jon Seidl – Als die Sucht ans Licht kam…

Jahrelang versteckte Jon Seidl seine Sucht hinter Gebeten und christlichen Texten. Erst ein erschütternder Tiefpunkt am ...

Story
Ally Tower

Ehemalige Wikka-Hexe – «Halloween ist nicht so harmlos, wie es scheint»

Gruselfeste feiern und sich spektakulär als Geist, Vampir oder Zombie verkleiden – viele freuen sich auf Halloween. ...

Story
Jesse Borst

Jesse Borst – Vom Milliarden-Manager zum Diener Gottes

Jesse Borst jagte einst dem Reichtum hinterher, um die Leere in sich zu füllen. Heute investiert er in das Leben von ...