Frei von Drogensucht – «Jesus ist meine Nr. 1»

Viele Jahre war Marc Aeppli aus Rüti (ZH) süchtig nach Drogen und später auch nach Sport. Es dauerte Jahre, bis er Jesus als absolute Nummer eins seines Lebens annahm.

Viele Jahre war Marc Aeppli aus Rüti (ZH) süchtig nach Drogen und später auch nach Sport. Es dauerte Jahre, bis er Jesus als absolute Nummer eins seines Lebens annahm. Ein Entscheid, den er nie bereuen wird.Schon mit vierzehn Jahren begann Marc Aeppli mit dem Konsum von Haschisch und Alkohol. Ab neunzehn kamen nacheinander auch Ecstasy, LSD, Amphetamine und schlussendlich auch Kokain dazu. Er lebte fürs Wochenende, wo er sich an Partys zudröhnte. Als er zwanzig Jahre alt war, merkte er, wie sein Leben immer dunkler wurde und dass etwas anderes die Kontrolle über sein Leben übernommen hatte. Etwas, dem er machtlos gegenüberstand.

Es geht immer mehr abwärts

Regelmässig besuchte Marc Drogenpartys. Obwohl er meistens beliebt war und sich die meisten Menschen gerne mit ihm abgaben, fühlte er sich trotzdem leer. Er sehnte sich nach Annahme. Auf den Partys war er oft mit Rechtsradikalen unterwegs und auch er grüsste seine Freunde mit dem Hitlergruss. Nächtelang konsumierte er Kokain – und dies längst nicht nur an den Wochenenden. Es verwundert nicht, dass er bald auch seinen Job verlor. Sein Lebensstil verunmöglichte es ihm, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Ein böses Ende zeichnete sich ab.

Schrei nach Gott

«Ich hatte keine Kraft mehr», erzählt Marc. «Ich wusste: Entweder geht es jetzt aufwärts zum Leben oder abwärts zum Tod.» Und er wollte leben! Deshalb wandte er sich an Gott. Immer war er sich über die Existenz Gottes gewiss. Alles, was er von seinen gläubigen Eltern gehört hatte, blieb irgendwo in seinen Gedanken hängen. Doch bis dahin glaubte er, ohne Gott auszukommen.

Eines Nachts hatte Marc unter Drogeneinfluss panische Angstzustände. In seiner Verzweiflung schrie er zu Gott: «Hilf mir – ich kann nicht mehr!» Obwohl er in diesem Augenblick keine spezielle Erfahrung gemacht hatte, war dieser Schrei zu Gott ein Wendepunkt in seinem Leben. Plötzlich erhielt er die Kraft, sich gegen die Sucht zu stellen.

Gute Entwicklung, aber falsche Prioritäten

Von da an wusste Marc, dass er um sein Leben kämpfen musste. Er begann mit intensivem Lauftraining. Damit bekam er sein Übergewicht in den Griff. Partys besuchte er immer weniger und nach vier Jahren war er sogar frei von Drogen. Alkohol konsumierte er weiterhin grosszügig und das Laufen war seine neue Sucht.

Ein Gott für schlechte Zeiten

Oftmals las er in der Bibel. Besonders wenn er Probleme hatte, betete er intensiv. Doch schnell war Gott in seinen Gedanken wieder im Hintergrund. Bei sportlichen Erfolgen vergass er Gott. Waren die Resultate bei den Wettkämpfen aber schlecht, war er frustriert und wandte sich Gott zu. Seine Beziehung mit Gott war sehr unpersönlich. Er wusste, dass es einen Gott gab, an den er sich in schlechten Zeiten richten konnte. Und er empfing von ihm auch immer wieder Trost und neue Kraft. Trotzdem verstand Marc nicht, was Jesus für ihn getan hatte und schon gar nicht, welche Pläne Er für ihn hatte.

«Es wird alles gut werden!»

Mit 32 Jahren fuhr Marc in alkoholisiertem Zustand Snowboard. Dabei verunfallte er und brach sich die Kniescheibe. Aufgrund dieser Verletzung war er ein halbes Jahr arbeitsunfähig. In dieser Zeit verliess ihn auch seine Freundin.

Marc war am Boden zerstört. Wieder einmal schrie er zu Gott. Marc wird nie vergessen, was darauf geschah: «Gott redete akustisch hörbar zu mir und sagte 'Es wird alles gut werden!'» Von diesem Tag an ging es steil aufwärts.

Ein halbes Jahr für einen Neuanfang

Bedingt durch seine Verletzung hatte Marc viel Zeit, um das bisherige Leben zu reflektieren und mit Gottes Hilfe aufzuräumen. Als zentralste Erkenntnis aus diesen Tagen hält Marc fest: «Jesus machte mir klar, dass er eine beständige und lebendige Beziehung zu mir wünscht.» Er verbrachte viel Zeit damit, die Bibel zu lesen und Gott zu suchen. Die Liebe Gottes erfüllte sein Herz und nichts hielt ihn zurück, allen Menschen von Jesus zu erzählen – egal, was diese davon hielten.

Der Wunsch wuchs, 100 Prozent im Willen Gottes zu leben. Eine völlige Neuausrichtung hatte in seinem Leben stattgefunden. Dieses halbe Jahr bezeichnet Marc als bisher bestes in seinem Leben.

Jesus ist die Nummer 1

Bald ist Marc 37 Jahre alt. Er ist frisch und glücklich verheiratet und liebt Jesus seit fünf Jahren über alles. Zeit mit Gott zu verbringen gehört zum wertvollsten in seinem Leben und er streckt sich danach aus, Gottes Willen zu erkennen und zu tun. Es gibt nichts Besseres im Leben. Dass er heute gesund ist und sogar wieder an Wettkämpfen laufen kann, ist ein sehr schönes Geschenk.

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