Tanja Grunder – Jesus begegnet – neu geworden

Viele Jahre lebt Tanja Grunder mit dem Druck, nicht gut genug zu sein. Sie versucht, die innere Leere und die Angst vor dem Alleinsein durch alles Mögliche zu füllen, doch es geht ihr immer schlechter. Bis sie eine erstaunliche Erfahrung macht...

Viele Jahre lebt Tanja Grunder mit dem Druck, nicht gut genug zu sein. Sie versucht, die innere Leere und die Angst vor dem Alleinsein durch alles Mögliche zu füllen, doch es geht ihr immer schlechter. Bis sie eine erstaunliche Erfahrung macht...Als Kind zog ich mit meinen Eltern aus der Region Basel in ein kleines Dorf in St. Gallen. Für mich war es schwer, dort Freunde zu finden und akzeptiert zu werden. In der Schule wurde ich gemobbt und erst als Teenager lernte ich, mir eine harte Schale zuzulegen. Doch innerlich fühlte ich mich immer noch verunsichert.

Einmal sagte mir mein Freund im Scherz, ich wäre zu dick und sollte wieder mal ins Fitnessstudio gehen. Es war nur ein blöder Spruch, aber er löste in mir das Gefühl aus, ihm nicht zu genügen. Damals fing ich an, mich selbst zu verletzen. Wenn ich den Schmerz spürte, konnte ich abschalten und spüren, dass ich lebe.

Grosse Hoffnung, tiefer Fall

Mit 17 Jahren verliebte ich mich in einen jungen Mann und glaubte, in ihm die grosse Liebe gefunden zu haben. Ich war mir sicher, dass ich diesen Mann heiraten würde. Ich wurde schwanger und war überglücklich, doch im vierten Monat verlor ich das Baby. Es zog mir den Boden unter den Füssen weg. Erst war ich wütend auf Gott, warum nahm er mir mein Kind? Danach kämpfte ich gegen Schuldgefühle und glaubte, nicht gut genug auf mein Baby aufgepasst zu haben. Es war eine schwere Zeit. In meiner Verzweiflung klammerte ich mich an meinen Freund. Wir verlobten uns und ich zog in seine Nähe in den Kanton Luzern.

Doch auch wenn wir uns jetzt nahe waren, was es für mich nicht einfach, wieder neu anzufangen. Ich kannte niemanden, fühlte mich oft einsam und allein. Dazu kam die ständige Angst. Angst nicht zu genügen, die Angst vor dem Alleinsein, Angst vor sehr vielen Dingen. Irgendwann zerbrach die Beziehung und ich blieb mit meinen Ängsten, meiner Einsamkeit und dem Schmerz in mir zurück. Ich glaubte, durch Party, Männer und Alkohol die Leere in mir füllen zu können. Doch mein Leben glich einer Abwärtsspirale, die immer weiter nach unten ging. Immer wieder ritzte ich und mehrmals versuchte ich mir das Leben zu nehmen.

Überrascht von Hoffnung

Ich begann eine neue Arbeit und lernte dort eine Kollegin kennen, die Christ war. Sie erzählte mir von Jesus und sagte, dass er mir helfen kann. Einmal ging ich zu einem christlichen Seminar, wo mich eine Frau ansprach. Was sie sagte, berührte mich zutiefst. Sie wusste Sachen, die sie gar nicht wissen konnte. Das veranlasste mich, über mich selbst nachzudenken. Ausserdem fing ich an, in der Bibel zu lesen und zu beten.

Dann fuhr ich mit in ein Camp, das die Kirche organisierte und dort erlebte ich, dass Gott erfahrbar und real ist. An einem der Tage spürte ich Gottes Gegenwart so stark und erlebte, wie plötzlich Freiheit über mich kam und eine Last von meinen Schultern fiel. Ich erkannte mich nicht wieder. Ich, die eigentlich keine Gefühle zeigte, fing plötzlich an zu weinen. Die Tränen strömten wie ein Wasserfall aus mir heraus. Aber alles, was ich sagen konnte war: «Gott, ich möchte mehr von dieser Freiheit, ich möchte mehr von dieser Liebe, ich möchte mehr von dir. Du kannst alles haben von mir, was du willst – aber ich möchte mehr von dir.» Und tatsächlich veränderte dieser Moment mein Leben.

Wertvoll in Gottes Augen

Gott nahe zu sein, füllte die Leere in mir aus. Ich begriff, dass er mich wirklich liebt und dass ich in seinen Augen wertvoll bin. Hoffnung und Freude zogen in mein Leben ein. Innerhalb von drei Monaten hörte ich auf zu rauchen. Ich brauchte auch keine Affären mehr, denn die Angst vor dem Alleinsein war verschwunden. Ich konnte es plötzlich geniessen, auch mal alleine zu sein.

Es war die beste Entscheidung meines Lebens, Jesus in mein Leben zu lassen. Er hat alles neu gemacht.

Hier erzählt Tanja Grunder ihre Geschichte, ein Beitrag von CBN-Deutschland, Autor: Alexander Zimmerling:

Diese Geschichte wurde mit freundlicher Genehmigung von CBN Deutschland publiziert.

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