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Roger Abaya

Dunkle Wolken in Togo – Ihre grösste Leidenschaft: Menschen zu Jüngern machen

Ein Ehepaar im westafrikanischen Togo gab ihr gutes Leben auf für Gottes Ruf. Auch wenn Roger und Happy Abaya heute nicht nur einer rosigen Zukunft entgegenblicken, werden sie Jesus weiterhin treu dienen.

Ein Ehepaar im westafrikanischen Togo gab ihr gutes Leben auf für Gottes Ruf. Auch wenn Roger und Happy Abaya heute nicht nur einer rosigen Zukunft entgegenblicken, werden sie Jesus weiterhin treu dienen.

Schon in seiner Kindheit träumte Roger Abaya (*1972) davon, einmal Pastor zu werden. Der Pastorenberuf gilt im Togo, seinem Heimatland, als schlechte Wahl, um eine Familie versorgen zu können.

Das «gute Leben» aufgeben

Nach seinem Jurastudium arbeitete Roger als Anwalt in einer IT-Firma in Lomé. Inzwischen war er mit seiner Happy verheiratet und freute sich an einer wachsenden Familie. Als er zum Glauben an Jesus fand, sagte jemand zu ihm: «Du wirst Pastor werden!» Der Traum seiner Kindheit war wieder erwacht und von da an ging er davon aus, dass es irgendwann dazu kommen würde.

Eines Tages im Jahr 2004 vernahm Roger Gottes Ruf. Er wusste: «Die Zeit für den Dienst als Pastor ist gekommen!» Happy bestätigte die Berufung und die beiden gaben ihre guten Jobs und damit ihr unbeschwertes Leben auf, besuchten eine Jüngerschaftsschule und zogen nach Kpalimé.

Widerstände und Herausforderungen

«Meine Verwandten hatten ein ernsthaftes Problem mit unserem Leben», blickt Roger zurück. Dass sie das Verhalten der beiden nicht nachvollziehen konnten, lag längst nicht nur daran, dass sie, wie es in Afrika üblich ist, vom guten Einkommen Rogers profitiert hatten. Wie konnten die beiden ihr gutes Leben aufgeben, um in einer anderen Stadt in Armut zu leben und Menschen in deren Häuser zu besuchen? Für die Verwandten machte das einfach keinen Sinn.

Tatsächlich waren es harte Zeiten. Roger spricht von einem «Leben im Glauben». Irgendwie kamen sie durch. «Wir erlebten Gottes Versorgung täglich.» Doch der ständige Druck der Verwandten setzte zu. «Es war schwierig, doch wir wollten dem Herrn gehorchen.» Die Kinder mussten auch in der Schule üble Sprüche über sich ergehen lassen. «Für niemanden von uns war es einfach. Doch es war gut, Jesus mit unserem Leben zu ehren – gerade durch unseren Gehorsam!»

Hoffnungsschimmer

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Familie Abaya

Ein paar Jahre später, als Roger wieder einmal gegen Mutlosigkeit zu kämpfen hatte, öffnete sich überraschend eine Türe, um in der Schweiz eine Seelsorgeausbildung zu absolvieren. Dort lernte er Oliver, einen Schweizer Pastor kennen, welcher von Rogers Leidenschaft berührt war und ihn im folgenden Jahr in Kpalimé besuchte. Diese Freundschaft ermutigte Roger sehr und irgendwann begann sogar Geld von der Schweiz nach Togo zu fliessen.

Eine tragfähige Partnerschaft (mehr dazu unter: friendship-ministry.org) entstand parallel zu ersten Früchten in Kpalimé. Dienste kamen ins Rollen und eine Gemeinde nach der anderen wurde gegründet. Heute leiten Roger und Happy ein kleines Netzwerk von sechs Kirchen, führen ein Kinderheim, eine christliche Primarschule und verschiedene andere Dienste.

Islamisten: Situation in Togo wird schwierig

«In den letzten Jahren wurde das missionarische Engagement in Togo schwieriger. Der Islam wird immer radikaler. Unsere Imame werden für Weiterbildungen nach Saudi-Arabien eingeladen, wo sie radikalisiert werden.» Die Folgen sind spürbar: Opposition und Übergriffe häufen sich. «Kpalimé ist in den letzten Jahren stark muslimisch geworden.» Der Islam wächst und kontrolliert zunehmen alle gesellschaftlichen Bereiche.

Terrororganisationen dringen von verschiedenen Seiten nach Togo. Boko Haram tötet Christen in Westafrika. «Im nördlichen Teil Nigerias ist es sehr schlimm. Deshalb kamen nigerianische Christen über Benin nach Togo.» Auch aus anderen afrikanischen Ländern suchen Menschen hier Schutz. «Leider werden auch im Norden Togos immer mehr Menschen von Islamisten hingerichtet.» Roger spricht von El Kaida und dem IS, welche von der Sahara reinkommen.

Den grossen Herausforderungen standhalten

Neben den Terrororganisationen hatte das Land auch unter Covid-19 und den entsprechenden Massnahmen zu leiden, welche viele Menschen in Armut drängten. «Auch unsere Kirchen mussten lange geschlossen bleiben.» Durch den Krieg in der Ukraine seien Preise gewisser Ressourcen gestiegen, was das Fass zum Überlaufen brachte. Alle ziehen mit, heben die Preise und kurbeln eine Inflation an, welche die ohnehin unter der Armutsgrenze lebende Bevölkerung in die Knie zwingt.

Roger und Happy wollen aber nicht verzweifeln und die Hoffnung hochhalten. «Unsere grösste Leidenschaft ist, Menschen für Jesus Christus zu gewinnen und sie zu Jüngern zu machen.» Roger träumt davon, wie sich Christen gegenseitig helfen, um finanziell unabhängig zu werden. Missionsarbeit schliesst für Roger jeden Lebensbereich ein. «Wir kreieren auch Möglichkeiten, um Einkommen zu generieren.» Auf jeden Fall wollen Roger und Happy im Gehorsam an Gottes Berufung treu bleiben. Und eines haben sie immer wieder erlebt: Gott wird mit ihnen sein!

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