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Joshua Broome

Früher Pornostar, heute Pastor – «Ich wollte einfach nur sterben»

Er gehörte zu den erfolgreichsten Porno-Darstellern der USA und war tief unglücklich. Niemand nannte ihn mehr bei seinem Geburtsnamen – Joshua Broome –, sondern nur noch bei seinem Spitznamen. Kontakte zur Familie waren abgebrochen.

Er gehörte zu den erfolgreichsten Porno-Darstellern der USA und war tief unglücklich. Niemand nannte ihn mehr bei seinem Geburtsnamen – Joshua Broome –, sondern nur noch bei seinem Spitznamen. Kontakte zur Familie waren abgebrochen. Bis ihn ein Bankangestellter bei seinem Geburtsnamen ansprach…

Joshua Broome wollte nicht mehr leben. Er gehörte zu den fünf Top-Schauspielern der USA in der Pornoszene – und war tiefunglücklich. «In der letzten Szene, die ich drehte, lag ich im Bett und dachte nur: 'Ich will nur noch sterben (…) Es gibt keine Zukunft für mich, niemand würde mich heiraten, niemand würde mich anstellen – ich bin völlig nutzlos!'», erzählt er im Podcast «Let's talk purity» der Ex-Pornodarstellerin Brittni De La Mora.

Er hatte als Teenager mit Modeln begonnen und war durch einen Bekannten in der Pornoindustrie gelandet. «Wenn ich zurücksehe, wer ich bin und wie mich meine Mutter aufgezogen hat, weiss ich einfach nicht, wie ich an den Punkt gelangen konnte, um zu so etwas 'Ja' zu sagen.» Er sei in dem Moment sehr unsicher und schwach gewesen – als er zusagte, war er sich sicher, dass es bei einem Film bleiben würde. Doch er blieb dabei – für vier Jahre.

Abgeschottet und verletzt

Innerlich fühlte er sich nie «wohl» dabei; immer wieder kehrte er nach einem Dreh nach Hause zurück und versuchte, sich erfolglos unter der Dusche sauber zu waschen. «Ich setzte eine Fassade auf, weil ich innerlich so starke Schmerzen hatte.»

Irgendwann nahm er noch nicht einmal mehr die Anrufe seiner Mutter entgegen. 20, 25 Filme im Monat dreht er und schaffte es nur mit Hilfe von Drogen. «Und 20-, 25-mal ging ich nach Hause, setzte mich in die Dusche und betete zu einem Gott, den ich nicht kannte, dass ich einfach aufhören würde zu atmen.»

Der Blick in den Spiegel

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Joshua Broome mit seiner Familie

Die Wende kam völlig unerwartet – in einer Bank. «Ich gab einen Scheck ab und die Person am Schalter nahm ihn entgegen. Als ich gehen wollte, sagte die Person: 'Joshua, kann ich sonst noch etwas für Sie tun?'» Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ihn jemand bei seinem echten Vornamen nannte und nicht bei seinem Porno-Spitznamen. «Als die Person in der Bank meinen Namen sagte, zerbrach das alles, was mir zur Realität geworden war…»

Zurück zuhause schaute er lange in den Spiegel. «Plötzlich sah ich nicht mehr den Schauspieler vor mir, ich sah wieder Joshua Broome.» Er wurde sich mit einem Mal bewusst, wie er seine Familie und gute Freunde einfach verlassen hatte – und entschied in dem Moment, alles hinter sich zu lassen. «Ich weinte, weinte und weinte, dann nahm ich den Telefonhörer in die Hand, rief jeden an, den ich anrufen musste, und sagte: 'Ich höre auf!' Innerhalb von Tagen war ich (aus der Pornoindustrie) weg.»

Freiheit gefunden

Zwei Jahre lang versuchte er, sein Leben neu aufzubauen. Er arbeitete in einem Fitnessstudio und log zunächst über seine Vergangenheit – bis er ein Mädchen traf, die ihn zwei Dinge fragte: «Weisst du, wer Gott ist?» und «Hast du eine Beziehung mit ihm?» Sie lud ihn in die Kirche ein, wo er Jesus und die Freiheit und Vergebung in ihm kennenlernte.

Heute sind die beiden verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn – und Broome, der vor wenigen Jahren am liebsten gestorben wäre, ist Pastor und spricht vor allem darüber, wie Jesus ihn verändert hat. «Jesus ist für mich gestorben – er kam, um mir Leben zu schenken!»

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