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Leah Rogers

Leah Rogers – «Ich war eine Sex-Sklavin»

Als junge Frau gerät Leah Rogers an einen Mann, der sie zur Prostitution zwingt. Viele Jahre lang lebt sie als seine Sex-Sklavin und kann dem Kreislauf von Gewalt, Erpressung und Missbrauch nicht entkommen. Irgendwann schreit sie zu Gott und plötzlich wendet sich ihr Schicksal...

Meinen Vater habe ich nie kennengelernt, meine Mutter war drogenabhängig. Ihre männlichen Freunde schlugen und belästigten mich. Aber ich dachte, so drücken Männer Zuneigung aus. Ich kannte es nicht anders.

Mit 17 bekam ich mein erstes Kind, ein kleines Mädchen. Ich hatte keine Ahnung, wie ich für unseren Lebensunterhalt aufkommen soll, und so nahm ich einen Job als Gogo-Tänzerin an. Ich fand das nicht anrüchig. Mein Körper war das einzige, was Männer interessierte, daraus wollte ich nun Profit schlagen.

Auf dem Weg in den Albtraum

Sechs Jahre lang arbeitete ich als Stripperin, bis ich eines abends einen Mann kennenlernte. Er war so charmant, überhäufte mich mit Geschenken und gab mir das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Wir wurden ein Paar, doch nach wenigen Wochen drehte der Wind. Plötzlich wurde er besitzergreifend. Er nahm mir mein Handy und meinen Personalausweis weg und als ich protestierte, schlug er mich windelweich, riss mir büschelweise Haare aus und brannte mir mit seiner Zigarette Löcher in die Haut. Wann immer ich jetzt den Mund aufmachte, schlug er zu. Zwischendurch tat er so, als wäre ich die Liebe seines Lebens. So machte er mich über Monate hinweg hörig und von ihm abhängig.

Geknechtet und ohne Hoffnung

Schliesslich tätowierte er mir seinen Namen, ich war nun sein Eigentum. Und dann zwang er mich, für ihn anschaffen zu gehen. Das war von Anfang an sein Plan gewesen. Ein paar Mal versuchte ich zu fliehen, doch immer misslang es und danach schlug er so brutal auf mich ein, dass mir klar wurde, dass ich gegen ihn keine Chance habe. Er drohte mich umzubringen, wenn ich das nächste Mal weglaufe, und wenn er mich nicht finden würde, dann eben meine Mutter. So blieb ich aus lauter Angst bei ihm. Meine Tochter brachte ich zu meinem Bruder, während ich in den nächsten drei Jahren als Sex-Sklavin durch das Land gezerrt wurde. Mein Zuhälter rekrutierte immer neue Mädchen und dann wurde ich auch noch von ihm schwanger. Doch obwohl ich sein Kind erwartete, missbrauchte er mich weiter und schickte mich anschaffen. Einmal bedrohte er mich sogar mit einer Pistole. Ich wusste nicht, wie ich jemals entkommen kann.

14 Tage, nachdem unser Sohn geboren war, brachte er ihn zu meiner Mutter, die inzwischen clean war. Ich durfte ihn nur selten sehen und nur unter Aufsicht, jetzt erpresste er mich auch noch mit dem Kind. In dieser Zeit war ich so verzweifelt, dass ich zu Gott schrie, obwohl ich ihn gar nicht kannte: «Gott, wenn du real bist, bitte hilf mir. Ich weiss nicht, wie ich hier rauskomme. Ich brauche deine Hilfe, bitte rette mich!»

Erfahrung im Knast

Zwei Wochen später, wir waren gerade dabei, neue Mädchen anzuheuern, gerieten wir an Polizistinnen in Zivil und sie nahmen uns fest. Doch immer noch war ich so getrieben von der Angst um meine Kinder, dass ich mich nicht traute, die Wahrheit zu sagen. So kam ich zusammen mit den Menschen, die mich versklavt hatten, ins Gefängnis. Ich war so wütend auf Gott. Aber während ich auf den Prozess wartete, war er der einzige, mit dem ich reden konnte, und irgendwie tat mir das gut. Wenn ich betete, wurde ich so ruhig. Schliesslich fing ich an, in der Bibel zu lesen und ging auch immer wieder in den Gefängnisgottesdienst. Und dabei wurde mir immer klarer, dass Gott da ist.

Wenn ich Zeit mit ihm verbrachte, spürte ich etwas, was mir niemand sonst geben konnte. Eine Art Geborgenheit und Liebe. Und die Zuversicht, dass er alles gut macht. Nach sechs Monaten im Gefängnis entschied ich mich, Christ zu werden und mein Leben mit allem, was dazu gehört, Jesus anzuvertrauen. All meinen Schmerz, die Verletzungen, die Wut, die Wunden, das Leid gab ich an ihn ab. Und ich fing an zu glauben, was in der Bibel steht: dass Gott mein Vater ist, der mich liebt und mich beschützt.

Endlich frei

Beim Prozess hatte ich immer noch solche Angst um meinen Sohn, dass ich keine Aussage machte. Ich bekam sieben Jahre. Doch mein Schweigen brachte nichts. Eine Woche später erhielt ich eine Postkarte von der Familie meines Zuhälters, auf der stand: Wir haben deinen Sohn. Sofort rief ich meine Mutter an, dass sie ihn holen und untertauchen soll. Und dann zeigte ich die Karte meinem Anwalt, als Beweis, dass ich all die Jahre erpresst worden war. Jetzt, wo mein Sohn in Sicherheit war, war ich bereit, auszusagen und das Wunder geschah: Ich wurde frei gesprochen!

Nach einem Rehabilitationsprogramm durfte ich endlich mit meinen Kindern zusammen sein und mit Gottes Hilfe ein normales Leben beginnen. Heute setze ich mich aktiv gegen Zwangsprostitution ein und das bedeutet mir sehr viel. Denn ich weiss, dass ich nicht umsonst gelitten habe. Aus meinem schrecklichen Schicksal lässt Gott heute Segen für andere entstehen. Ich bin so dankbar, dass ich ihn kennengelernt habe und dass Jesus mein Schicksal gewendet hat.

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