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Claud Jackson

Vom Dealer zum Pastor – «Ich war der glücklichste Drogenhändler der Welt»

Von den Waffen zu Gott: Der ehemalige Heroindealer Claud Jackson ist auf dem Weg, Pastor zu werden. Er handelte mit Drogen und fuhr teure Sportwagen, bevor eine Begegnung mit seinem Schöpfer alles veränderte…

Von den Waffen zu Gott: Der ehemalige Heroindealer Claud Jackson ist auf dem Weg, Pastor zu werden. Er handelte mit Drogen und fuhr teure Sportwagen, bevor eine Begegnung mit seinem Schöpfer alles veränderte…

«Ich bin in einem geschäftigen Haushalt im Süden Londons geboren und aufgewachsen. Es war turbulent, und es gab viel häusliche Gewalt», erinnert sich Claud Jackson an seine frühen Lebensjahre.

«Unsere Familie hatte ein sehr ausschweifendes und inkonsequentes Verhältnis zur Religion. Mein Vater holte alle paar Monate die Bibel heraus und verlangte, dass wir uns alle an den Esstisch setzen, während er Psalm 23 las. Einmal beschloss er, dass wir alle zu einem Pfingstgottesdienst in Birmingham gehen würden. Also packten wir das Auto und fuhren drei Stunden lang hin – ohne je wieder zu gehen.»

Tränen im Knast

Dann zog sein Bruder von zu Hause weg und wurde Drogendealer. «Immer, wenn er nach Hause kam, hatte er Geschichten von Schätzen und Abenteuern im Gepäck. Er hatte immer die neuesten Nike Airs – ich wollte sein wie er. Ich war sechs Jahre alt, als er mit einer Pistole nach Hause kam. Er liess sie mich in die Hand nehmen – daran erinnere ich mich noch genau.»

Für seine Vergehen landete sein Bruder in der Jugendstrafanstalt, wo Claud ihn mit seiner Mutter besuchte. «Ich war acht Jahre alt. Es war, als sähe man seinen Superhelden in einen Käfig eingesperrt. Als ich ging, drehte ich mich weg, weil ich weinte und nicht wollte, dass er denkt, ich sei schwach. Als wir in den Korridor gingen, verbarg meine Mutter ihr Gesicht und weinte auch.»

Range Rover und Drogen

Im frühen Teenageralter verlor Claud das Interesse an jeder Art von akademischer Beschäftigung. «Ich begann, in der Schule Zigaretten zu verkaufen. Im Alter von 15 Jahren verkaufte ich Cannabis und in den späten Teenagerjahren Kokain. Als ich 25 war, verkaufte ich Heroin. Ich besass viele Fahrzeuge – Mercedes, Range Rover, BMWs.»

Reichtum, Autos und sein Lebensstil waren ihm sehr wichtig, andere Menschen dagegen völlig egal. «Ich hatte mir eingeredet, dass es eine Welt ist, in der jeder jeden frisst. Ich habe eine Menge schrecklicher, unmenschlicher Dinge gesehen. In meinem Umfeld kannte ich den Vergewaltiger, die Vergewaltigte, den Ermordeten und den Mörder. Ich beschloss, dass ich hier bin, um so viel Geld wie möglich zu verdienen, mit allen Mitteln.»

Eine geschickte Tarnung

Claud weiter: «Ich habe selbst nie Drogen genommen, weil ich den Schaden gesehen habe, den sie bei den Menschen angerichtet haben, die sie genommen haben.»

Nachdem er 20 Jahre lang dealte, beschloss er, dass er eine Tarnung brauchte. «Also begann ich, ehrenamtlich junge Straftäter zu betreuen. Wenn mich jemand anhielt und fragte, was ich tat, zeigte ich meinen Ausweis und sagte, dass ich Mentor bin.»

Sein Leiter war ein sehr bodenständiger, bescheidener Mensch. «Meine Jeans waren mehr wert als sein ganzes Outfit. Ich parkte meinen Cabrio, und er fuhr mit dem Fahrrad zur Arbeit.»

Das Kreuz

Dann wurde zu einem Teambuilding-Tag geladen. «Es gab einen Eisbrecher, bei dem man etwas über sich selbst sagen musste, das niemand sonst wusste. Ich dachte, der Manager würde vielleicht sagen: 'Ich spiele Dungeons and Dragons.' Aber er holte eine kleine Schachtel aus seiner Tasche. Und darin war ein Kruzifix. Und er sagte: 'Was Sie nicht über mich wissen, ist, dass ich Christ bin und Jesus mein Leben verändert hat.'»

Etwas traf Claud Jackson da mitten ins Herz. «Ich habe schändlich mit Pistolen geschossen, war in Messerstechereien verwickelt. Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, mich darauf zu konditionieren, keine Angst zu haben. Und dann stand dieser Kerl auf und zeigte das Kreuz. Ich weiss nicht, ob er Angst hatte, aber er wirkte cool und verkündete seinen Glauben an Jesus. Das war viel grösser als alles, was ich je hätte tun können.»

Claud wollte wissen, wie dieser Mann tickt. «Also habe ich ihn mir danach geschnappt. Er schlug mir vor, einen Alpha-Kurs zu machen.»

Plötzlich umarmt

«Ich ging in der ersten Woche mit, und erinnere mich nur daran, wie freundlich alle waren. In meinem Umfeld grüsst man Fremde nicht – man sieht ihnen nicht einmal ins Gesicht!»

Nach der ersten Woche dachte er, dass die Leute ganz in Ordnung zu sein schienen. «Die versuchten nicht, mich einer Gehirnwäsche zu unterziehen. In der zweiten Woche tauchte ich also erneut auf und streckte der Dame meine Hand entgegen, um sie zu schütteln, aber sie umarmte mich. Ich war hin und weg. Ich erinnere mich, dass ich dachte: Ich bin noch nie umarmt worden.»

Die Besucher schauten Videos an und jemand sagte: «Wenn du Jesus in dein Leben einladen möchtest, kannst du das tun.» Also betete Claud: «Ich fordere dich auf, in mein Leben zu kommen, Jesus, und das zu tun, was diese Leute sagen, dass du tun kannst.» Claud erklärt: «Das ist die typische 'Zeigen und Beweisen'-Mentalität, mit der man im Süden Londons aufwächst. Ich spürte, wie eine einladende Präsenz über mich kam. In diesem Moment wusste ich, dass mir etwas begegnet war und dass es echt war.»

Der glücklichste Drogendealer der Welt

Als Claud am nächsten Tag aufwachte, war er total aufgedreht. «So glücklich und freudig war ich schon lange nicht mehr gewesen. Die Leute sahen sofort eine Veränderung in mir. Ich war der glücklichste Drogendealer der Welt!»

Am nächsten Tag hatte er eine Tüte mit Kokain, die er abwog. «Und zum ersten Mal seit fast 20 Jahren sah ich es als das, was es war. Ich dachte: 'Ist das mein Beitrag zur Gesellschaft?' Ich war mir dessen nicht bewusst, aber der Heilige Geist war am Werk und ich dachte einfach: 'Ich muss mit dem, was ich tue, aufhören. Das ist Wahnsinn. Ich vergifte die Menschen.'»

Am Ende des Alphakurses war Gott stark in seinem Leben am Werk. Er sprach sich mit einem Pastoren aus. Dieser sagte: «Nun, Claud, du musst damit aufhören und dir einen Job suchen, nicht wahr?» Und das war's. Er schaltete seine Telefone aus und hat sie seitdem nie wieder eingeschaltet.

Bald Pastor in der Church of England

Als er Christ wurde, dachte sein ältester Bruder, den er weiterhin sehr schätzt, dass Claud verrückt geworden sei. «Er und ich haben keinen Kontakt mehr, das schmerzt.»

Claud erlebte eine völlige Veränderung – und er will andere Menschen auf Jesus Christus hinweisen, damit auch sie sich verändern lassen können. «Gott ist erstaunlich. Er hat wirklich ein Werk in meinem Leben getan.» Bald wird Claud Jackson Pastor in der Church of England.

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