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Hope Bonarcher

Hope Bonarcher – «Ich war das Aushängeschild der Sünde»

Als jemand die Autorin und Schauspielerin Hope Bonarcher fragt, ob Sünde mehr Spass macht, antwortete sie: «Ich bin das Aushängeschild der Sünde.» Daraus entwickelt sich eine spannende Begegnung...

Hope Bonarcher ist gebürtige New Yorkerin und lebt mit ihrer Familie in Glasgow. Als Teilzeitschauspielerin trifft sie jede Menge Leute. «Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, mit einem freundlichen Herrn zu arbeiten. Nennen wir ihn Monty. Monty war ein Frauenheld und über 60 Jahre alt.» Er war ein pensionierter Lehrer, der von seiner Rente und seiner Arbeit als Schauspieler in Nebenrollen lebte.

«Es war ein Zwölf-Stunden-Tag an verschiedenen Drehorten in Glasgow, aber es war alles andere als langweilig. Wir debattierten viel und Monty und ich vertraten bei fast jedem Thema eine gegensätzliche Meinung.»

Der Warteraum wurde immer leerer, «da andere Schauspieler vor Schlagworten wie 'jüdisch', 'rassistisch' und 'Trump' verzweifelt Schutz suchten. Als das Thema 'Sünde' aufkam, waren Monty und ich alleine.»

Aushängeschild der Sünde

Hope Bonarcher erinnert sich: «Ich sass da als anständig gekleidete Ehefrau und Mutter und so war er überrascht, dass ich mich als Sünderin bezeichnen könnte... Doch er kannte natürlich mein früheres Leben nicht.»

Sex, Drogen, Alkohol, Zigaretten und Selbstmordversuche hatten ihren Alltag bestimmt: «Wenn es um Sünde ging, war ich das Aushängeschild dafür.»

Überraschung wächst

Die Überraschung von Monty wuchs, als er erfuhr, was die Bibel über die Sünde sagt. Hope Bonarcher erklärte ihm, «dass unsere Gerechtigkeit für Gott wie schmutzige Lumpen ist, dass alle gesündigt haben und seiner Herrlichkeit nicht würdig sind, und dass ihr Lohn der Tod ist. Jesus zufolge reichte schon ein hasserfüllter Gedanke gegen einen Mitmenschen, um vor unserem heiligen Gott als Mörder zu gelten. Das 'Ich' im laufenden Jahr braucht die Erlösung und Rettung genauso wie das 'Ich' aus dem Jahr 1997 und ebenso wie Monty.»

Die Frage kam auf, ob sie das nicht irgendwie vermisst, ob die Sünde nicht mehr Spass gemacht hat. Doch sie mochte nicht mehr an nächtelanges Raven in der Stadt denken, an LSD-Trips auf ihrem Dach oder an kokainreiche Partys.

Loch, nicht Pflaster kommt in Sinn

Bibelstellen wie Psalm 73 erzählen davon, dass die Bösen scheinbar Erfolg haben, «aber wenn ich auf mein junges, ausschweifendes Leben zurückblicke, dann war da ein unendlich tiefes, unbefriedigtes Loch in meinem Herzen, das mich überallhin lockte. Diese Sehnsucht nach bedingungsloser Ganzheit, Wertschätzung und Akzeptanz führte mich auf dunkle und krumme Pfade, die ich nie hätte beschreiten sollen. Es ist die Zerrissenheit, die mir in den Sinn kommt … nicht die ein wenig schillernden Pflaster, die man darauf klebt.»

Weiter erinnert sich Hope Bonarcher: «Als mir ein Christ das Evangelium erzählte, rannte ich aus dem 'Grab', ohne dorthin zurückzukehren. Die Sonne auf meinem Gesicht, ein schöner Spaziergang durch die Natur, Gottes Schöpfung bestaunen... Das ist der 'Spass', der das Leben wirklich schön macht – ohne Bedingungen.»

Der Betrug

Monty schien von ihrer Antwort nicht gerade begeistert zu sein. Doch Hope weiss: Der Gedanke, dass man etwas verpasst, «ist die grösste Lüge, die je erzählt wurde, angefangen mit der verbotenen Frucht im Garten Eden».

Die Vorstellung, dass die Sünde mehr Spass macht, sei Betrug, betont Hope Bonarcher: «Trunkenheit führt zu einem Kater, Gelegenheitssex führt zu Geschlechtskrankheiten und ungewollten Schwangerschaften, hungern führt zu schlimmen gesundheitlichen Komplikationen. Ein fröhlicher Gottesdienst, ungezwungenes Lachen unter Freunden, der Wind in meinen Haaren, die Sonne auf meinem Gesicht, ein schöner Spaziergang durch die Natur, bei dem ich Gottes Schöpfung bestaune ... das ist der Spass, der das Leben wirklich schön macht – ohne Bedingungen. Wie gefallen dir diese Früchte, Monty?» Eine Frage, die wir uns alle stellen können.

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