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Katie Hill

Katie Hill – «Ich lebte einen Albtraum auf Erden»

Katie Hill hätte sich nie vorstellen können, wie schmerzhaft und selbstzerstörerisch ihr Leben werden würde, als ihr Mann sie zum Alkohol- und Marihuana-Konsum verleitete. Damit begann ihr Albtraum…

Katie Hill hätte sich nie vorstellen können, wie schmerzhaft und selbstzerstörerisch ihr Leben werden würde, als ihr Mann sie zum Alkohol- und Marihuana-Konsum verleitete. Damit begann ihr Albtraum… 

«Er war fünf Jahre älter als ich, ich war erst 19 Jahre alt. Er trank und konnte manchmal gemein sein. Und ich fing an zu kiffen», erinnert sich Katie Hill. Das Paar bekam einen gemeinsamen Sohn, doch die Ehe ging in Brüche. Bereits während der Ehe trank Katie viel, nach der Scheidung nahm der Alkoholmissbrauch zu.

Ihre Besessenheit vom Alkohol wich härteren Substanzen, wie Schmerztabletten und Kokain. «Ich war immer wach und hatte das Gefühl, alles tun zu können – aber dieses Gefühl ist letztlich eine Illusion.»

Sorgerecht abgegeben

Nach Jahren des Feierns und Drogenmissbrauchs war Katie nicht mehr in der Lage, sich um ihren inzwischen sechsjährigen Sohn zu kümmern. Sie gab das Sorgerecht an ihre Eltern ab.

«Es war furchtbar. Es war ein Albtraum.» Sie wurde von Schuldgefühlen geplagt. «Mehr als alles andere möchte man bei seinem Kind sein. Aber es ging einfach nicht. Die Drogen hatten mich so in ihren Bann gezogen, das kann ich gar nicht erklären. Du bist machtlos gegenüber den Drogen.»

«Nur ein bisschen»

Katie versank immer tiefer im Chaos und begann, mit einem Freund Heroin zu konsumieren. «Ich sagte ihm 'nur ein bisschen', weil ich Todesangst hatte. Es klingt verrückt, weil ich es trotzdem nahm, aber man denkt wirklich nie an die Konsequenzen, wenn man dieses Zeug nimmt.»

Das Verlangen nach der Droge wuchs. «Am Anfang fühlt es sich gut an, aber das hält nicht an. Man ist nicht mehr high und man fühlt sich nicht mehr gut.» Um ihre Drogen zu bezahlen, glitt Katie in die Kriminalität ab. «Ich beging massenhaft Kreditkartenbetrug und betrog mit Rezepten. Ich war bereit, alles zu tun.»

Nach mehreren Verhaftungen drohten Katie für fünf Kapitalverbrechen bis zu 15 Jahre Gefängnis. Statt einer Verurteilung bot der Richter Katie eine Alternative an: ein neunmonatiges Rehabilitationsprogramm in Louisville, Kentucky namens «The Healing Place». Doch selbst als die Anklage fallen gelassen wurde und sie die Chance auf einen Neuanfang hatte, konnte Katie nicht clean werden.

«Diesmal habe ich es im Griff»

Katie Hill dachte: «Diesmal werde ich es besser in den Griff bekommen. Das ist unsere Vorstellung, aber so funktioniert es nicht. Denn wenn man 'es' einmal in sich hat, will man nur noch zurück zu dieser Jagd.»

Zu diesem Zeitpunkt wusste Katie noch nicht, dass sie von ihrem Freund – der bald danach an einer Überdosis starb – schwanger war. Sie schlief auf dem Boden eines von Wanzen befallenen Hauses mit nichts als ihren Kleidern unter dem Rücken. Da hörte sie ein Lied, das Gottes Liebe zu ihr beschrieb. «Das traf mich mit voller Wucht. Ich rief sofort die Entzugsklinik an – und das nachts. Ich wusste nicht einmal, ob jemand ans Telefon gehen würde, aber das war mir egal.»

Last abgenommen

Dieses Mal war ihre Erfahrung mit Entgiftung und Reha anders. «Ich wusste, dass Gott mir in dieser Nacht buchstäblich eine Last abgenommen hatte. Mein Verstand wurde klarer. Ich vergab mir selbst, weil ich nicht mehr zulassen wollte, dass mich dieses Gewicht niederdrückt. Ich schrie einfach zu Gott um Hilfe.»

Sie händigte ihr Leben ganz Gott aus und begann, regelmässig in eine christliche Gemeinde zu gehen. «Als ich erfuhr, dass es eine Gruppe für alleinerziehende Mütter gibt, war ich dabei.»

Die Augen geöffnet

Seit fünf Jahren clean, erzieht Katie heute ihre Kinder selbst und verdankt dies ihrer Beziehung zu Jesus Christus. «In den letzten anderthalb Jahren hat er mir wirklich die Augen geöffnet. Ich kann heute wieder Mutter sein. Ich kann eine Tochter sein, eine Freundin. Ich bin ein neuer Mensch. Ich fühle diese Hoffnungslosigkeit überhaupt nicht mehr. Sie ist verschwunden. Es muss kein makelloses Gebet sein, um zu Gott zu kommen, man muss einfach nur Vertrauen haben, denn Gott kann alles tun.»

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