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Brian Cole auf seinem Motorrad

Dem Satanismus zugewandt – «Ich habe meinen Vater gehasst»

In der Schule gemobbt und vom Vater erniedrigt, geriet Brian Cole früh auf die schiefe Bahn. Drogenhandel, Einbrüche und ein versuchter Mord folgten. Auch wandte er sich dem Satanismus zu. Bis sein Leben eine ungeahnte Wende nahm.

In der Schule gemobbt und vom Vater erniedrigt geriet Brian Cole früh auf die schiefe Bahn. Drogenhandel, Einbrüche und ein versuchter Mord folgten. Auch wandte er sich dem Satanismus zu. Bis sein Leben eine ungeahnte Wende nahm.Wegen seiner vorstehenden Zähne und weil er klein war, war Brian das Kind, das in der Schule herumgeschubst wurde. Doch dieser Alptraum verblasste im Vergleich zu den emotionalen und körperlichen Misshandlungen durch seinen Vater. «Ich habe meinen Vater gehasst.»

Schliesslich freundete sich Brian mit einigen Kids aus der High School an, die selbst Ausgestossene und Unruhestifter waren. Schnell merkte er, dass sich nun der Spiess für seine Peiniger umdrehen würde. Da diese älteren Kinder für ihn eintraten, begann nun das Heimzahlen.

Der Weg auf die schiefe Bahn

Brian fing überall an, sich zu prügeln. Er begann, zu stehlen und regelmässig Drogen zu nehmen. Anstatt in der Kirche Mitleid zu finden, fand er Verurteilung und Schuldzuweisungen. So wandte er sich von Gott ab. Er wurde zu dem, was er hasste: ein Tyrann.

Brian begann, in Kirchen einzubrechen, ihre Tonanlagen zu stehlen und sie zu zerstören. In der Schule handelte er mit Drogen und Pornos. «Ich war zehn Jahre alt, wollte nicht zuhause sein und auch nicht in der Kirche.»

Nur seine Mutter Dorothy schenkte ihm bedingungslose Liebe und betete ununterbrochen für ihn.

Dem Satanismus zugewandt

«Ich habe es geliebt, dass die Menschen Angst vor mir hatten.» Im Alter von 14 Jahren wurde Brian von seinem eigenen Vater der Polizei verraten, weil er Gras verkauft hatte. Er geriet in die Mühlen der Justiz, hörte aber nie auf, Drogen zu nehmen und zu stehlen.

Mit 18 Jahren wurde Brian wegen Einbruchs in 250 Häuser verurteilt, was ihn für zehn Jahre in ein Hochsicherheitsgefängnis brachte. Dort wandte er sich dem Satanismus zu, weil dieser ihm eine Möglichkeit bot, bei anderen noch mehr Angst zu erzeugen. Er nahm viel Speed und LSD ein.

«Ich wollte nicht mehr leben»

«Die Angst in den Augen der Menschen zu sehen – sogar in den Augen der Wächter – nährte mein Ego.» Nachdem er 1994 entlassen wurde, lachte er sich ein Mädchen an. Als sie ihn betrog, jagte er den Nebenbuhler und erschoss ihn – vermeintlich – aus nächster Nähe. Wie durch ein Wunder überlebte der Mann.

Wieder spürte ihn die Polizei auf. Seine Mutter wusste, dass sie nur noch für ihn beten konnte. Es folgten weitere zwölf Jahre Gefängnis. Als er entlassen wurde, fand er einen alten Freund, der ihn mit einer neuen Droge versorgte. Meth war anders als alles, was er je zuvor versucht hatte.

Brian hielt es auf der Strasse nicht lange aus. Er wurde bald wieder eingesperrt. «Ich war in meinen 40ern und wollte einfach nicht mehr leben. Ich wusste, dass ich für all das verantwortlich war.»

«Weiss wie der Schnee»

Um sein Leben umzukrempeln, schrieb sich Brian in ein Drogen-Reha-Programm ein. Nach ein oder zwei Sitzungen fand er heraus, dass die Gruppe auf dem christlichen Glauben basierte. Doch er beschloss, bei dem Programm zu bleiben.

Für die Hausaufgaben musste er eine Bibel benutzen. Alle Lückentexte, die er ausfüllen musste, waren Passagen aus der Schrift. Dabei stolperte er über Psalm 51, Vers 7: «Reinige mich von meiner Schuld, dann bin ich wirklich rein; wasche meine Sünde ab, dann bin ich weisser als Schnee!» Der Vers erschreckte und faszinierte ihn zugleich. «Es war Wort für Wort Teil der Reinigungsrituale des Okkulten. Was hat das in der Bibel zu suchen?»

Interesse plötzlich geweckt

Nun war er interessiert, mehr von Gottes Wort zu lesen und zu lernen. Schliesslich erkannte er, dass er die Wahrheit las und dass Jesus die Wahrheit war. Es wurde mehr als nur eine Hausaufgabe für ein Drogen-Reha-Programm. Gott veränderte ihn von innen heraus.

«Anstatt dass ich jetzt die Lücken in den Aufgaben füllte, füllte das Evangelium die Lücken in meinem Leben.»

Dann schrieb er seiner Mutter, was im Programm gefordert war. Sie antwortete mit einem 13-seitigen Brief. Ihm wurde klar, dass seine Mutter ihn in all den 33 Jahren, in denen er verloren war, geliebt hatte.

Brian nahm Jesus an und wandte sich vom Satanismus ab. Das Schwierigste für ihn war der Glaube, dass ihm vergeben werden konnte.

«Ich bin stolz auf dich»

Kurz nach seiner Freilassung im Jahr 2010 besuchte er seinen Vater. Er bat ihn um Vergebung. Sein Vater antwortete ihm: «'Ich liebe dich und ich bin stolz auf dich.' Ich hatte diese Worte mein ganzes Leben lang nicht gehört.»

Heute ist Brian Pastor und Familienvater sowie Teil des christlichen Motorraddienstes «Faith Riders» in Chequamegon, Wisconsin.

«Ich möchte für jeden ein Bild der Hoffnung sein, besonders für diejenigen, die in Verbrechen verwickelt sind, für Ex-Sträflinge, für die Verletzten, die Manipulierten und die, die aus den Drogen kommen. Ich möchte, dass sie dasselbe haben wie ich. Ich möchte ihnen Jesus zeigen.»

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