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Cornelia Hommel

Endlich Lebensfreude – «Ich habe Jesus nie zugetraut, dass er mein Leben gut macht!»

Der Geburt folgten im Leben von Cornelia Hommel eine Tragödie nach der anderen. Hoffnung kannte sie nicht, dafür Gewalt, Missbrauch, Drogen und eine Menge Probleme. Doch Gott hat sie nie aufgegeben…

Der Geburt folgten im Leben von Cornelia Hommel eine Tragödie nach der anderen. Hoffnung kannte sie nicht, dafür Gewalt, Missbrauch, Drogen und eine Menge Probleme. Doch Gott hat sie nie aufgegeben…

Cornelias Eltern liessen sich vor ihrer Geburt scheiden. Später stritt der Vater ab, dass sie überhaupt seine Tochter sei. Doch Cornelias Leben mit noch ungeahnten Härteschlägen hatte gerade erst begonnen.

Mutters neuer Partner

«Als ich fünf Jahre alt war, ging meine Mutter eine neue Beziehung ein», erzählt Cornelia. «So zogen wir aus Deutschland in die Schweiz.» Als die Mutter schwanger wurde, musste er eine Gefängnisstrafe absitzen. «Während mehreren Wochen vor und nach der Geburt fanden meine ältere Schwester und ich in einem Kloster Zuflucht.» Es war eine schwierige Zeit.

Dann wurde Mutters Partner entlassen und die Familie lebte bei dessen Mutter. «Die Frau mochte uns nicht.» So zogen sie weiter.

Bald wurde Cornelia eingeschult. «Von den Kindern wurde ich geplagt. Sie sagten 'Deutsche Sau', 'Hitlerpack' und ähnliches. Der Lehrer spottete auch.» Mutters Partner begann zu trinken. «Bald kam er jeden Tag betrunken nach Hause.» Er wurde aggressiv und schlug die Mutter. Einmal versuchte er, Cornelias Mutter mit dem Gewehr zu erschiessen, was – Dank sei Gott – nicht gelang. «Seit der ersten Klasse wurde ich sexuell missbraucht», spricht Cornelia eine weitere traumatische Erfahrung an.

Wie hält ein Mädchen so etwas aus?

Inzwischen hatte sie vier Halbgeschwister. «Mutter sagte zu meiner Schwester und mir: Schützt die Kleinen!» Sie riefen dann die Polizei und Mutters Partner wurde jeweils für eine Nacht festgehalten. Am nächsten Tag kam er wieder betrunken nach Hause und das Ganze wiederholte sich von Neuem.

Verzweiflung, Schmerz, Angst und Wut waren Cornelias bekannten Gefühle. Hoffnung kannte sie nicht. «Ich hatte nie damit gerechnet, dass sich meine Situation zum Guten ändern könnte.» Einmal, als Cornelia und ihre Schwester nach Hause kamen, wurden sie von ihrer Mutter grundlos verprügelt. Das hatte sie früher nie gemacht. «Später erfuhren wir, dass ihr Partner dies von ihr verlangt hatte, um nicht selbst Prügel zu kriegen.» Diese Prügel mussten sie nun täglich über sich ergehen lassen.

«Nachdem meine Schwester vom sexuellen Missbrauch erzählte, sassen wir beide zwölf Stunden auf der Polizeistation fest und wurden stundenlang von der Polizei verhört. Das war eine traumatische Erfahrung.»

Heim, Drogen und Gewalt

Schliesslich wurden Cornelia und ihre Schwester in einem Heim untergebracht, dann kam sie in eine Pflegefamilie. «Mehrmals lief ich davon, bis ich in ein Beobachtungsheim gebracht wurde. Dort machte ich meine ersten Erfahrungen mit Drogen.»

Irgendwie schaffte sie es, die Schule abzuschliessen und arbeitete dann in der Migros. Sie lebte nun wieder bei ihrer Mutter, wo Gewalt zum Alltag gehörte. «Mit 17 Jahren trank ich täglich vier bis fünf Flaschen Wermut und hoffte so, irgendwie über die Runden zu kommen.»

Christlicher Glaube

In dieser Zeit fand Cornelia in einem christlichen Haus in Bern ein Zuhause. Die Menschen dort kümmerten sich um sie und brachten ihr den Glauben an Jesus nahe. «Irgendwann nahm ich Jesus bewusst in mein Leben auf – der Alkohol blieb aber weiter ein Teil von mir.» Damit Cornelia dem schlechten Einfluss ihres Milieus entkommen konnte, fanden die Leiter des christlichen Hauses für sie einen Ort in einem anderen Teil der Schweiz. Die Christen in Bern sollten ihr aber noch für viele Jahre eine wertvolle Stütze bleiben.

Doch selbst jetzt, nachdem Cornelia Jesus kannte und eine bessere Lebensqualität erfuhr, hatte sie keinen Glauben, dass es mit ihrem Leben wirklich gut werden würde. «Ich habe es Jesus nicht zugetraut, mein Leben wirklich gut zu machen.»

Krisenjahre und Pflegekind

Cornelia lernte Pflegefachfrau und fand eine Stelle als Stationsleiterin. Gleichzeitig war sie Medikamentensüchtig und rutschte zunehmend in harte Drogen ab. «Die Christen aus Bern kümmerten sich erneut um mich», berichtet sie. «Aber ich ass nichts mehr und wog schliesslich nur 33 Kilogramm.» Fünfzehn Jahre lang lebte Cornelia auf der Gasse, hatte einen Aufenthalt im Gefängnis und mehrere in psychiatrischen Kliniken. Vergebliche Entzugstherapien: Sie schien festzustecken in den Fängen der Drogen und ihrer Vergangenheit.

Dann wurden die Abstürze seltener. «Mir wurde regelmässig ein Kleinkind anvertraut. Das war der Moment, als ich meine Verantwortung verstand und aufhörte, Suchtmittel zu konsumieren.» Nachdem der Junge zehn Jahre alt war, lebte er als Pflegesohn bei Cornelia. Dann versuchte sie, in einer christlichen Gemeinde Fuss zu fassen. «Dort fühlte ich mich als Problemfall und nicht willkommen.» So entschied sie sich zu einem Christsein mit Bibel-TV.

Endlich Lebensfreude gefunden

Nach vielen Jahren tauchten Christen auf, die Cornelia in ihre Gemeinde einladen wollten. Und sie waren hartnäckig. «Nach einem Jahr gab ich nach und ging mal zu einem Gottesdienst mit.» Und sie blieb. Die Wärme und Liebe dieser Christen drangen zu ihr durch und zum ersten Mal in ihrem Leben empfand sie echte Lebensfreude!

Heute hält Cornelia fest: «Nie hatte ich geglaubt, dass mein Leben gut werden würde. Doch Jesus hat mir Freude geschenkt!» Im Blick auf die vergangenen Jahre, in denen Gott sie nie losgelassen hatte und ihr immer wieder Menschen zur Seite gestellt hat, wird sie zutiefst dankbar. Körperlich sind noch Spuren der vergangenen Jahrzehnte vorhanden. «Seit Jahren bin ich aber frei an von Panikattacken und Suchtmitteln Und vor allem: Ich freue mich am Leben, das Gott mir geschenkt hat!»

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