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Katie Piper (Bild: zVg)

Katie Piper – «Ich fand Trost in meiner lokalen Gemeinde»

Im Jahr 2008 überlebte Katie Piper einen Säureangriff und gründete während ihrer Genesung die «Katie Piper Foundation». Nun erzählt sie, wie sie mit dem Trauma zurechtkam und wie ihr neu gefundener Glaube ihr half, das Geschehene zu verarbeiten.

Im Jahr 2008 überlebte Katie Piper einen Säureangriff und gründete während ihrer Genesung die «Katie Piper Foundation». Nun erzählt sie, wie sie mit dem Trauma zurechtkam und wie ihr neu gefundener Glaube ihr half, das Geschehene zu verarbeiten.

Heute ist Katie Piper Fernsehmoderatorin, Autorin, Podcasterin und das Gesicht einer weltweit bekannten Kosmetikmarke. Sie setzt sich dafür ein, das traditionelle Bild der Schönheit in den Medien zu beseitigen und fördert Vielfalt, Integration und Akzeptanz in der Gesellschaft.

Im Jahr 2008 war sie eine junge Frau, die eine erfolgreiche Karriere anstrebte – sie arbeitete als Model und versuchte, ins Fernsehen zu kommen. Dann veränderte ein schrecklicher Angriff ihr Leben für immer.

Ein besessener Ex-Freund sorgte dafür, dass jemand Säure auf Katie warf. Sie überlebte und durchlief eine lange und äusserst schmerzhafte Genesungszeit mit mehr als 300 Operationen.

«Ich bewundere meinen Körper»

«Ich bewundere meinen Körper, wie viel er durchgemacht hat und wie sehr er gekämpft hat, um am Leben zu bleiben», sagt Katie heute. «Meine Rehabilitation fand zu Hause statt, aber auch in Frankreich. Ich hatte das Glück, die besten Ärzte und Chirurgen zu haben, die mir bei meiner körperlichen Genesung halfen.» Doch noch ist nicht alles vorbei: «Allein in diesem Jahr hatte ich zwei Augenoperationen.»

«Während meiner Genesung erzählte mir eine sehr nette, christliche Krankenschwester vom christlichen Glauben und wie er mir bei meiner Genesung helfen kann. So fand ich mit Anfang 20 zum Glauben...»

Sie fand Trost in einer lokalen, christlichen Gemeinde, begann zu beten und stellte fest, «dass es mir Ausgeglichenheit und Glück gab. Das spüre ich auch heute noch.»

Hoffnung kann nicht genommen werden

Sie habe grossen Respekt vor der Hoffnung. «Niemand hat die Macht, jemandem die Hoffnung zu nehmen. Wie jedes Trauma ist auch die emotionale Genesung ein lebenslanger Prozess; ich bin auch heute noch in Therapie. Viele haben mir auf meinem Weg geholfen – in den ersten Tagen halfen mir mein medizinisches Team, Fachleute, meine enge Familie und die christliche, emotional stabiler zu werden.»

Niemand hat es im Leben leicht, erklärt Katie Piper weiter. «Wir alle haben Höhen und Tiefen, und so geht es auch mir. Es ist wichtig, dass man herausfindet, was für einen selbst funktioniert. Ich fand, dass der Glaube mir wirklich geholfen hat, mich zu leiten, und so habe ich meinen christlichen Glauben in mein Zuhause gebracht. Ich liebe es, jeden Abend mit meinen kleinen Töchtern zu beten.»

Tausenden geholfen

Sie hilft inzwischen auch anderen. «2019 habe ich über die ‘Katie Piper Foundation’ das erste Reha-Zentrum für Verbrennungen in Grossbritannien eröffnet, damit Überlebende jetzt hier in Liverpool und nicht in Frankreich behandelt werden können. Die Stiftung hat für mich und andere Überlebende von Verbrennungen so viel Sinn geschaffen. Wir haben ein grossartiges Team und freiwillige Helfer, die jeden Tag hart daran arbeiten, das Leben von Menschen mit Verbrennungen und Narben zu verbessern.»

Dieses Zentrum biete erfolgreich die dringend benötigte körperliche und emotionale Unterstützung. «Seit unserer Gründung haben wir Tausenden von Überlebenden geholfen, und darauf bin ich – abgesehen von meinen wunderbaren Kindern – am meisten stolz.»

Bei «Songs of Praise» dabei

Im September 2020 wurde Katie Piper Moderatorin bei «Songs of Praise» der «BBC». «Ich fühle mich sehr geehrt, Teil der ‘Songs of Praise’-Familie zu sein; ich hoffe auch, dass ich ein neues Publikum für die Show begeistern kann – und dass auch sie sich an der positiven Einstellung und der Hoffnung erfreuen können, die sie so vielen Menschen bringt.»

Gerade arbeitet sie an zwei Büchern für den christlichen Verlag «SPCK». «Das erste Buch, 'A Little Bit of Faith', entstand aus meinen täglichen Instagram-Ermutigungen während Covid-19. Ich habe gemerkt, dass die Leute eine tägliche Aufmunterung brauchten, und die Reaktion auf die Nachrichten war unglaublich! Schon ein wenig Positivität zu Beginn des Tages kann die eigene Denkweise verändern und auffrischen und einem das gewisse Extra an Kraft geben, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern.»

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