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Cleidy

Mädchen ohne Hände – «Ich bin froh, dass Gott mich so gemacht hat»

Cleidy kam ohne Hände zur Welt. Ihre Mutter verliess sie aus Scham, als sie drei war – ihren Vater lernte sie nie kennen. Dennoch sagt sie heute, dass sie glücklich ist, «weil Gott uns alle gleich gemacht hat».

Cleidy kam ohne Hände zur Welt. Ihre Mutter verliess sie aus Scham, als sie drei war – ihren Vater lernte sie nie kennen. Dennoch sagt sie heute, dass sie glücklich ist, «weil Gott uns alle gleich gemacht hat».Ihre eigene Mutter schämte sich so sehr, dass Cleidy ohne Hände geboren wurde, dass sie sie mit drei Jahren verliess. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Aber ihre gottesfürchtige Grossmutter Victalina hatte Mitleid mit Cleidy, nahm sie bei sich auf und kümmerte sich mit Unterstützung des christlichen Werks «Compassion International» (CI) um die Kleine.

«Ich war traurig darüber, was meine Tochter über Cleidy dachte und darüber, wie sie sich fühlte», erinnert sich Victalina. «Ich wusste, dass es wegen ihrer besonderen Bedürfnisse eine Herausforderung sein würde, für sie zu sorgen. Aber ich vertraute auf Gott.»

Cleidy lernt schreiben

Mit den Handgelenken hat Cleidy mittlerweile schreiben gelernt. Sie machte schnell Fortschritte, so dass sie von ihrer Sonderschule in die örtliche, öffentliche Schule in Guatemala verlegt wurde.

«Ich wusste, dass es eine grosse Herausforderung für Cleidy sein würde, weil es keine Ressourcen gab, um ihre zusätzlichen Bedürfnisse zu unterstützen, und sie würde wie ein Kind ohne Einschränkungen behandelt werden», sagt ein Begleiter von CI. «Trotzdem hielt ich es für eine gute Idee, weil sie ein aussergewöhnliches Mädchen ist.»

«Ich bin glücklich so»

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Cleidy am schreiben

Kürzlich schrieb Cleidy in einem Aufsatz mit dem Titel «Ich bin glücklich so»: «Ich bin sehr gesund geboren worden, 8 Pfund schwer, um 19 Uhr bin ich ohne meine Hände zur Welt gekommen, aber ich kann alles tun. Ich fühle mich grossartig, weil ich ein Mensch bin, so wie andere auch. Gott hat mich so geschaffen, und ich habe gelernt, meine Unterarme statt der Hände zu benutzen.»

Dann zählt sie vier Dinge auf, die sie durch das Leben ohne Hände gelernt hat. «1. Ich weiss, dass Gott gut zu mir ist, weil er uns alle gleich gemacht hat. Gott hat mir geholfen, meine Fähigkeiten und mein Lern-Talent zu entwickeln. Ich bin die Nummer eins in meiner Klasse und ich bin immer Fahnenträgerin. Meine Freunde haben mir gesagt, dass sie gerne meine Lernfähigkeiten haben würden.»

«Es gibt keine Grenzen»

Als zweiten Punkt fügte sie an, dass sie nicht darauf achten müsse, wenn jemand sie nicht respektiert. «Ich habe gute Beziehungen zu meinen Freunden. Sie respektieren mich und behandeln mich mit Liebe, wenn jemand nicht respektvoll mit mir umgeht.»

Als drittes berichtete sie, dass sie im Laufe ihres Lebens gelernt hat, dass es keine Grenzen gibt. «Ich kann alles tun, was ich will, weil Gott mich immer unterstützt, um vorwärts zu kommen.»

Und als vierten Punkte nannte sie: «Mit meinen Fähigkeiten sollte ich nicht aufgeben, sondern mich Tag für Tag bemühen. Ich möchte der Welt zeigen, dass wenn ich es schaffe, dass dann auch die anderen lernen können, für immer glücklich zu sein.»

«Gott ist immer da»

Sie liebe ihre Freunde. «Sie helfen mir, wenn ich etwas brauche. Wenn ich einen Bleistift brauche, gibt ihn mir jemand. Oder wenn ich zusätzliche Hilfe zu Hause brauche, hilft mir jemand.»

Früher sei sie wegen ihrer Vergangenheit traurig gewesen, «aber dank der Liebe meiner Freunde, meiner Grossmutter und Gott bin ich glücklich».

Mit Gottes Hilfe und den liebenden Menschen um sie herum hat Cleidy eine glänzende Zukunft. «Ich möchte Kinder mit Bedürfnissen, wie ich sie habe, unterstützen und sie ermutigen, sich nicht allein zu fühlen. Auch wenn sie wie ich sind, ohne Eltern, wird Gott immer für sie da sein.»

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