Er mordete für Allah – «Hinter Gittern wurde ich frei»

Zweifacher Mord, Drogenhandel, Entführungen – Ali Dini aus dem Iran wusste, dass er bei Gott keine Chance hat. Doch dann besucht er im Gefängnis einen Gottesdienst. Und begegnet der Liebe Gottes.

Zweifacher Mord, Drogenhandel, Entführungen – Ali Dini aus dem Iran wusste, dass er bei Gott keine Chance hat. Doch dann besucht er im Gefängnis einen Gottesdienst. Und begegnet der Liebe Gottes.Ich komme aus dem Iran und kämpfte im ersten Golfkrieg. Nach dem Sturz des Schah war unser Land in einen religiösen Wahn gefallen und auch ich war mit Eifer dabei. Unser Ziel war es, die islamische Revolution auch in unser Nachbarland Irak zu bringen. So zog ich für Gott in den Krieg. Ich war bereit, für ihn zu sterben. Meine Aufgabe war es, als Fahrer Munition und Bomben an die Front zu liefern. Und ich brachte die Toten zurück. Sehr, sehr viele Tote. So viele meiner Kameraden starben, nur ich blieb immer verschont. Man nannte mich schon «Ali der Unsterbliche».

Als ich aus dem Krieg zurückkehrte, haderte ich mit Gott. Wer ist er, der tote Kinder, Frauen und Männer fordert? Ich fand: Alles ist eine Lüge. Und fühlte eine riesige Leere in mir. Dann dachte ich, vielleicht kann ich diese Leere durch Reichtum füllen.

Leben als Drogenboss

Der Krieg hatte mich abgehärtet. Und ich wusste, dass man als Krimineller einfach an Geld kommt. Ich stieg in den Drogenhandel ein und machte auf den Strassen Bagdads schnell gute Geschäfte. Doch mein Leben in der Unterwelt wurde immer gefährlicher. So floh ich vor dem Gesetz nach Bulgarien. Auch dort machte ich mir einen Namen im Drogengeschäft. Ich wusste, dass ich eines Tages in der Hölle schmoren würde. So glaubte ich als Moslem. Ich hatte nicht nur zwei Menschen auf dem Gewissen, sondern war auch durch und durch kriminell. Gott würde keine Gnade mit mir haben.

Als wir in Sofia einen Drogendealer aus England entführen wollten, kam uns die Polizei in die Quere. Ich wurde festgenommen und musste ins Gefängnis. Weil ich gerade einen Sohn bekommen hatte, war es dieses Mal hinter Gittern besonders schwer für mich. Ich vermisste mein Baby unendlich. Das Gefängnis ist ein dunkler, trostloser Ort. Viele bekommen dort Depressionen. Im Kampf gegen die Langeweile trainierte ich und machte Liegestützen. Und als auch das fad wurde, ging ich in einen christlichen Gottesdienst, der im Gefängnis angeboten wurde. Während der Pastor predigte, dachte ich eigentlich nur über andere Dinge nach, aber dann wurde gebetet und alle wurden still. Und was dann passierte, werde ich nie vergessen.

Begegnung mit Frieden

Während des Gebets war es, als wäre etwas in mich gefahren. Ein wunderschönes Gefühl. So friedlich und doch gewaltig. Und obwohl ich keine Ahnung vom christlichen Glauben hatte, berührte es mich zutiefst. Von da an ging ich jede Woche in den Gottesdienst. Im Islam habe ich Gott nie gespürt und von klein auf brachte man mir bei, dass Allah grausam ist und bei jedem Fehler zuschlägt. Hier im Gottesdienst war alles so anders.

Einmal bat ich einen iranischen Mitgefangenen, ob er etwas für mich zu lesen hätte. Er gab mir eine Bibel. Erst las ich sie mit den Augen eines Moslems und machte mich über Jesus nur lustig. Aber als ich weiterlas, merkte ich, dass die Bibel das Buch der Liebe ist, der Ruhe, des Friedens. All der Dinge, die ich eigentlich mein Leben lang gesucht hatte. Im Laufe der Zeit fing ich an, an einen Gott zu glauben, der anders ist als Allah. Besonders berührte mich die Geschichte von Paulus. Er war ein grösserer Verbrecher als ich. Ich habe zwei Menschen auf dem Gewissen – er hat viele umgebracht. Und trotzdem hat ihm Gott vergeben und ihm zu seinem Werkzeug gemacht. Das öffnete mir die Augen, wie Gott wirklich ist: voller Liebe, Erbarmen und Vergebung. Je mehr ich in der Bibel las, umso mehr veränderte ich mich. Obwohl ich hinter Gittern sass, wurde ich innerlich frei. Noch im Gefängnis schloss ich mit meinem alten Leben ab und liess mich taufen. In Jesus habe ich Frieden gefunden.

Ich lebe immer noch in Bulgarien, aber heute bin ich Pastor und kümmere mich um arme Menschen. Ich möchte ihnen nicht nur in ihrer Not helfen, sondern ihnen auch von dem erzählen, der mein Leben durch seine Liebe reich gemacht hat: Jesus Christus.

Ali Dini hat über sein Leben ein Buch geschrieben, «Der Unsterbliche – Morden für Mohammed, leben für Christus», erschienen im SCM Hänssler-Verlag.

Hier erzählt Ali Dini sein Leben, ein Beitrag von ERF Medien:

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