Früher selbst auf dem Strich – Heute erzählt sie Prostituierten von Jesus

Nach mehr als zehn Jahren als High-Class-Prostituierte versuchte sich Annie Lobert mit einer Drogen-Überdosis das Leben zu nehmen. Der Selbstmord misslang. «Gott muss dein Freund sein», sagte der Arzt im Krankenhaus. Eine neue Reise begann.

Nach mehr als zehn Jahren als High-Class-Prostituierte versuchte Annie Lobert, sich mit einer Drogen-Überdosis das Leben zu nehmen. Der Selbstmord misslang. «Gott muss dein Freund sein», sagte der Arzt im Krankenhaus. Eine neue Reise begann.

In ihrer Biografie beschreibt Annie Lobert ihre traumatische Reise einer ruhigen Vorortkindheit zum gefährlichen und verheerenden Leben eines Opfers des High-Class-Sexhandels.

Während ihren Collegejahren lernten sie und eine Freundin zwei wohlhabende Geschäftsmänner kennen. Ihre Freundin ging mit einem der beiden aus, der nahm sie mit nach Hawaii und führte sie in die Prostitution ein. Annie besuchte sie und stiess auf einen lukrativen Lebensstil. Sie wurde bald zu einem Edel-Escort-Mädchen und einer exotischen Tänzerin, bis sie sich in einen Klienten verliebte, der bald ihr Freund wurde. Eine Beziehung mit fatalen Folgen: «Gegen meinen Willen fiel ich dadurch in den Sexhandel.»

Gebrochen

Sie wurde verbal, sexuell und physisch missbraucht, einmal entging sie nur knapp dem Tod, mehrfach geriet sie in Arrest. Ihr «Freund» wurde zum brutalen Zuhälter, der drohte, sie umzubringen, wenn sie versuche davonzulaufen. Er schlug sie und nahm ihr das Geld ab. Die nächsten fünf Jahre arbeitete sie für ihn.

Schliesslich gelang ihr die Flucht – doch andernorts prostituierte sie sich weiter.

Der Selbstmordversuch

Nach einer Krebsdiagnose und erfolgreicher Behandlung wurde sie süchtig nach Medikamenten. Ihr fielen die Haare aus, die Kunden nannten sie «die Krebs-Hure». Mit einer Überdosis Kokain wollte sie sich eines Tages das Leben nehmen. Auf ihrem Trip sah sie sich in einem Sarg liegen. Die Leute weinten, wischten sich dann aber die Tränen ab und sagten: «Sie war nur eine Prostituierte.» In dem Augenblick schrie sie: «Jesus! Bitte rette mich! Ich weiss nicht, ob es dich gibt, aber ich will nicht sterben.»

Als sie im Spital erwachte, sagte der Arzt, dass sie bei dieser Drogenmenge eigentlich tot sein müsste. Gott müsse ihr Freund sein.

Hoffnung für andere

Lobert gründete die Bewegung «Hookers for Jesus» («Huren für Jesus»). Heute erzählt Lobert ihren ehemaligen Berufskolleginnen von Jesus und schenkt ihnen Bibeln. Am Rande von Las Vegas errichtete sie eine Wohngemeinschaft für Ex-Prostituierte, die von dort aus versuchen, Fuss in einem normalen Job zu fassen. In der Freikirche «The Church» finden sie zudem ein geistliches Zuhause.

«Wir erzählen den Frauen, dass Gott sie liebt, egal ob sie Huren, Stripper oder Pornostars sind. Dass es nichts gibt, was sie in ihrer Vergangenheit getan haben könnten, was nicht von Gott bei ehrlicher Reue und Umkehr verziehen wird.» Annie Lobert heiratete vor rund fünf Jahren Oz Fox, den Gitarristen der christlichen Hardrock-Band «Stryper».

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Anna Shammas im Klassenzimmer

Neun Jahre heimatlos

Das Magazin «Amen» hat in Form von Kurzfilmreportagen festgehalten, wie Menschen heute Jesus erleben. Heute berichtet ...

Story
 Günther Klempnauer blickt mit 90 Jahren auf ein Leben mit zahlreichen tiefen Begegnungen zurück

Günther Klempnauer – Am Frühstückstisch mit Johnny Cash

Günther Klempnauer feiert seinen 90. Geburtstag. Bekannt machten den Pastor, Lehrer und Journalisten seine Gespräche ...

Story
Marianne Awaraji Daou

«Dennoch machen wir weiter» – Mutter und Führungskraft in Kriegszeiten

Der Muttertag findet im Libanon bereits am 21. März statt, mitten in einer Zeit, in der viele Familien mit Unsicherheit ...

Story
Ariana untersützt trotz der Unsicherheit im neuen Land afghanische Flüchtlingsfrauen (Symbolbild)

Ein Zeugnis aus Afghanistan – Von der Angst in die Freiheit

Ohne es zu wissen, heiratete Ariana einen heimlichen Christen in Afghanistan. Sie mussten in ein anderes Land fliehen, ...

Story
Craig DeMartino überlebte den Sturz und kann heute wieder klettern

Nach 30-Meter-Sturz – «Gott ist nicht eine Krücke, sondern die Brücke»

Von rund dreissig Metern auf einen Felsen zu stürzen, würde für viele Menschen tödlich enden. Doch Spitzenkletterer ...

Story
Sarah Drew

Geplant waren nur zwei Folgen – Wie Dr. April Kepner Generationen ermutigt

Eigentlich sollte ihre Rolle in «Grey's Anatomy» nach zwei Folgen enden. Doch aus Dr. April Kepner wurde eine der ...

Story
Melanie Rivas

«Vollständig verwandelt» – Vom «Borderline-Satanismus» zur Gottesbegegnung

Melanie Rivas’ Freude an Jesus ist ansteckend. Noch vor einem Jahr jedoch war die 22-Jährige obdachlos, mittellos und ...

Story
Mike Flynt

College-Spieler mit 59 Jahren – Reue brachte ihn zu einem unglaublichen Comeback

Mit 59 Jahren war Mike Flynt einer der ältesten College-Spieler der Geschichte. Das Durchhaltevermögen des Sohnes eines ...

Story
Gabrielas Startbedingungen waren extrem schwierig (Symbolbild)

Trotz schlechter Startbedingungen – «Gott hat mich von meiner Angst befreit»

Als Gabriela Withs Adoptivvater sie sexuell missbraucht und die Adoptivmutter davon erfährt, versucht diese, ihn vor ...