Buddhist begegnet Jesus – Gottes Frieden ist grösser als alles andere

Eigentlich wollte Martin Kamphuis auf seiner Weltreise zu mehr Spiritualität finden. Doch je mehr er meditiert, umso bedrückter fühlt er sich. Durch Zufall lernt er einen Christen kennen und landet in einer Kirche, was sein ganzes Leben verändert.

Eigentlich wollte Martin Kamphuis auf seiner Weltreise zu mehr Spiritualität finden.  Doch je mehr er meditiert, umso bedrückter fühlt er sich. Durch Zufall lernt er einen Christen kennen und landet in einer Kirche. Und dort erlebt er etwas, das sein ganzes Leben verändert. Hier erzählt er seine Geschichte.

Mit 22 Jahren reiste ich das erste Mal nach Indien, um mich intensiv mit dem tibetischen Buddhismus zu beschäftigen. Nach zwei anstrengenden Wochen mit Meditation hatte ich nicht nur Schmerzen in den Gliedern, sondern ich machte tatsächlich spirituelle Erfahrungen. Das war irgendwie schön. Ich fühlte mich ganz locker, als würde ich schweben. Und das wollte ich festhalten. So wurde ich Buddhist und arbeitete in Amsterdam als alternativer Psychotherapeut.

Durch meine Meditationen öffnete ich mich der unsichtbaren Welt. Das war anfangs interessant. Aber im Laufe der Jahre legte sich eine Art Druck auf mich, gegen den ich nichts tun konnte. 

Auf der Suche nach spirituellen Erfahrungen

Als ich meine Frau kennenlernte, beschlossen wir, zusammen zu reisen, um tiefere, spirituelle Erfahrungen zu machen. Elke hatte einen Traum gehabt, in dem sie Australien sah und eine Stimme hörte, die sagte: «Dort wirst du in dein Herz kommen.» So reisten wir über Indien und Indonesien nach Australien.

Doch die Reise brachte uns an unsere Grenzen. Ich meditierte viel, aber es war, als ob das die Tür zu einer unsichtbaren Welt öffnen würde. In Bali wurden an jeder Ecke Opfergaben für Geister dargebracht und es war, als ob diese Geister auf uns kommen würden. Wir waren so unruhig, dass wir nachts teilweise nicht mehr schlafen konnten. Oft war ich sehr depressiv. Ich war fertig. Obwohl uns diese Reise eigentlich gut tun sollte, waren wir an einem Tiefpunkt angekommen.

Per Anhalter in die Kirche

In Australien angekommen, wollten wir einen Freund besuchen. Weil es zu ihm aber keinen Bus gab, fuhren wir per Anhalter. Ein sehr gut gelaunter junger Mann nahm uns mit. Wir dachten, er hätte was geraucht, aber er sagte, nein, nein, seine gute Laune käme von seiner Beziehung zu Jesus Christus. Das fanden wir interessant. Wir erzählten ihm, dass wir alternative Psychotherapeuten seien. Und da fragte er uns, ob wir mal etwas wirklich Alternatives erleben wollten. Und dann meinte er, wir sollten am Sonntag mit in seine Kirche kommen. Zwar fanden wir Kirche alles andere als alternativ, aber weil er so gut drauf war, dachten wir, dass wir das mal ausprobieren.

Gottesdienst mit Folgen

Als wir in die Kirche kamen, waren die Menschen alle sehr begeistert von Gott. Sie sangen zu Gott und Jesus und beteten sie an, als wären sie wirklich da. Das war für uns total neu. Nach dem Gottesdienst kam eine Frau auf uns zu und bot uns an, für uns zu beten. Eigentlich wollte ich nicht, denn ich war ja Buddhist und war erst noch stolz darauf. Aber dann meditierte ich darüber und spürte die Gegenwart von Jesus Christus, von dem diese Frau sprach. Ich sah ihn zwar nicht, aber ich nahm seine Realität und seine Gegenwart wahr. Er war da. Und im Vergleich zu meinem Widerstand war er grösser, wahrer und klarer. Und da wurde mir bewusst: Wenn ich ehrlich zu mir selbst sein will, dann sollte ich mich für den Grösseren, für die Wahrheit und Klarheit entscheiden.

Als die Frau für mich betete, wich der Druck, der mich so viele Jahre belastet hatte. Er war auf einmal wie weggeblasen. Stattdessen kamen eine Ruhe, ein Frieden und eine Liebe, wie ich das noch nie erlebt hatte. Zum ersten Mal spürten wir ganz persönlich, dass Gott real ist, dass er Frieden schenkt und uns liebt.

Leben als Christ

Begeistert fingen wir an, Jesus nachzufolgen. Aber ehrlich gesagt fiel es uns nach der ersten Euphorie schon schwer, als Christen zu leben. Als ehemalige Buddhisten und Esoteriker waren wir sehr gefühlsmässig orientiert. Wir glaubten, wenn wir Jesus mal nicht so spürten, er sei gar nicht mehr da. Wir mussten erst lernen, dass Gott immer da ist und in der Bibel lesen, dass es gar nicht so sehr um Gefühle geht. Und nach und nach fanden wir auf der Grundlage der Bibel Stabilität und eine Heimat im Glauben.

Heute bin ich sehr dankbar, dass Gott mir begegnet ist. Er kannte mich, als ich noch keine Ahnung von ihm hatte. Ich habe ihn nicht gesucht, aber er hat nach mir gesucht. Jesus ist mein Erlöser, mein Befreier. Er hat mir klar gemacht, dass er mit mir leben möchte und mir zeigen möchte, wer er ist. Wenn wir unser Herz für ihn öffnen, dann zeigt er uns, wer er ist.

Hier erzählt Martin Kamphuis seine Geschichte (ein Beitrag von CBN-Deutschland, Autoren: Sabine und Vikram Bhandari).

Diese Geschichte wurde mit freundlicher Genehmigung von CBN Deutschland publiziert.

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