Nach drei Fehlgeburten – Gott tut ein dreifaches Wunder

Als Julia Sadler mit ihrem Mann eine Familie gründen möchten, ahnt sie nicht, welch schwere Zeit vor ihnen liegt. Drei Mal wird sie schwanger. Drei Mal hat sie eine Fehlgeburt. Doch in der tiefen Trauer wächst das Vertrauen, dass Gott da ist.

Als Julia Sadler mit ihrem Mann eine Familie gründen möchten, ahnt sie nicht, welch schwere Zeit vor ihnen liegt. Drei Mal wird sie schwanger. Drei Mal hat sie eine Fehlgeburt. Doch in der tiefen Trauer wächst das Vertrauen, dass Gott da ist und sie trägt. Und dann geschieht ein Wunder...Nach sieben wunderschönen Ehejahren zu zweit, beschlossen wir, eine Familie zu gründen. Am Abend vor Silvester sprachen mein Mann und ich über das neue Jahr. Was wir uns wünschen und wofür wir dieses Jahr beten sollten. Beide schrieben wir auf unseren Wunschzettel: ein Baby. An diesem Abend beteten wir zum ersten Mal dafür, dass Gott uns Kinder schenkt. Für dieses und auch die anderen Anliegen, die wir uns aufgeschrieben hatten, wollten wir so lange beten, bis Gott uns eine klare Antwort darauf gibt oder unsere Anliegen erhört.

Enttäuschte Hoffnungen

Es dauerte nicht lange und ich war schwanger. Was für eine Freude, was für eine Aufregung zu wissen, dass da jemand in mir heranwächst. Doch dann verlor ich das Baby. Es war wie ein Schlag in die Magengrube. Totale Leere und tiefe Trauer. Und trotzdem vertrauten wir darauf, dass Gott unser Leben in seiner Hand hält. Wenn Ryan und ich zusammen beteten, gab uns das in unserer Krise neue Hoffnung und neuen Mut.

Wenig später war ich wieder schwanger. Doch wieder hatte ich eine Fehlgeburt. Es war eine belastende Zeit. Neben dem inneren Schmerz hatte ich auch Schuldgefühle. Hatten wir es zu früh wieder probiert? Es war für mich und für uns als Paar eine Grenzerfahrung. Doch in all der Trauer spürten wir auch, dass Gott uns nahe ist und dass er uns hält und trägt.

Und dann hatte ich das dritte Mal eine Fehlgeburt. Ich glaube, ich brauch nicht zu schreiben, wie elend ich mich fühlte. Für meinen Mann war es schwer, weil er nicht wusste, wie er mir helfen kann. Wir waren beide so machtlos.

Schritte im Glauben gehen

Kurz zuvor hatte ich auf einem christlichen Jugendcamp gesprochen und 100 Teenagerinnen Mut gemacht, dass Gott einen Plan für unser Leben hat, ganz egal, was auch passiert. Und das wollte ich nach wie vor glauben. Es war das schlimmste Jahr unseres Lebens, aber wir hielten uns weiter an Jesus fest. Auch wenn das hier ein Albtraum war, vertrauten wir darauf, dass Gott einen Plan für unser Leben hat und uns hält. Und trotz allem beteten wir weiter, dass Gott uns ein Baby schenkt. Wir erinnerten Gott daran, was in der Bibel, in Epheser, Kapitel 3, Vers 20 steht: «Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So gross ist seine Kraft, die in uns wirkt.»

Wir wurden in unseren Gebeten sogar konkreter und baten Gott um Mehrlinge. Und dass wir eines Tages drei Kinder haben werden. Wir beteten auch, dass Gott unsere Erwartungen und Hoffnungen übertrifft. Wir ahnten nicht, dass Gott diese drei Gebete auf einmal erhören würde. Denn ich wurde wieder schwanger. Und dieses Mal mit Drillingen! Die Schwangerschaft lief gut. Bis ich in der 23. Woche Wehen bekam.

Gott ist treu

Ärzte äusserten Sorgen, dass die Babys blind oder gehörlos geboren würden, doch davon wollten wir nichts hören. 50 Tage lang musste ich im Krankenhaus liegen. Und wieder konnte ich nichts tun, als zu beten und auf Gott zu vertrauen. Unsere Drillinge kamen zehn Wochen zu früh auf die Welt. Neun davon verbrachten sie auf der Frühchen-Intensivstation. Aber schliesslich konnten wir das Krankenhaus glücklich und stolz mit drei gesunden Babys verlassen.

Glauben bedeutet nicht, dass Gott alle unsere Wünsche erfüllt. Glauben heisst, darauf zu vertrauen, dass Gott uns führt wie ein guter Hirte – und wenn es auch durch das finstere Tal geht. Die drei Fehlgeburten waren sehr schwer für uns. Aber in dieser Zeit hat Gott uns gezeigt, dass er auch dann nahe ist, wenn um einen alles zusammenzubrechen scheint. Dass wir heute drei gesunde Kinder haben dürfen ist für uns ein Wunder. Und dafür sind wir unendlich dankbar.

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