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Paige VanZant

MMA-Kämpferin Paige VanZant – «Gott kämpft für uns»

In der High School wurde Paige VanZant derart gemobbt, dass sie umziehen musste. Sie begann, in einem Kampf-Training-Studio zu trainieren und wurde bereits mit 18 Jahren Profi. Heute ermutigt sie: «Jemand, der uns liebt, kämpft für uns: Gott!»

In der High School wurde Paige VanZant derart gemobbt, dass sie umziehen musste. Sie begann, in einem Kampf-Training-Studio zu trainieren und wurde bereits mit 18 Jahren Profi. Heute ermutigt sie: «Jemand, der uns liebt, kämpft für uns: Gott!»

«Ich habe 'Mixed Martial Arts' entdeckt, als ich fünfzehn Jahre alt war und eine wirklich harte Zeit durchmachte», erinnert sich Paige VanZant. «Ich wurde in der High School extrem gemobbt. Ich habe mein Selbstvertrauen verloren und war sehr deprimiert. Ich dachte auch an Selbstmord. Wir zogen in einen anderen Staat, von Oregon nach Nevada, weil ich so gemobbt wurde.»

Dort nahm ihr Vater sie in einen MMA-Kurs («Mixed Martial Arts», eine Kombination verschiedener Kampfkünste) mit, um dies einmal auszuprobieren. Sie mochte diesen Sport und war sehr talentiert. «Von 15 bis 18 hatte ich drei Boxkämpfe und als ich 18 Jahre alt wurde, wurde ich MMA-Profi. Es war etwas, das mir einfach so in den Schoss fiel.» Eigentlich hatte sie nie an eine solche Karriere gedacht. «Doch ich tat das gern und wollte darin wirklich gut sein. Gott hat mir das Talent gegeben, warum sollte ich es verschwenden?»

«Gott verwandelte Schlechtes in Gutes»

Gott habe das Schlechte, dass sie durchgemacht hatte, «in etwas extrem Gutes verwandelt. Ich glaube, es geht einfach darum, auf Gottes Zeit zu warten, er kommt genau rechtzeitig. Es ist extrem schwer, eine negative Erfahrung, die man durchmacht, von aussen zu betrachten und zu denken, dass sie  irgendwann etwas Positives sein könnte.»

Das sei ein Lernprozess gewesen. Wenn sie auf ihre Vergangenheit zurückblicke, erkenne sie: «Ich war dazu bestimmt, das durchzumachen. Diese Erfahrung hat mich zu etwas Grösserem geführt.»

Denn dadurch habe sie zu MMA gefunden. «Und wenn ich diese Erfahrung nicht gemacht hätte, wäre ich nicht diejenige, die ich heute bin. Ich wäre nicht so erfolgreich, wie ich es heute bin. Und ich glaube, in der Bibel steht 365 Mal: ‘Fürchte dich nicht’. Das bedeutet, dass Sie jeden Tag im Jahr daran erinnert werden müssen, keine Angst zu haben und einfach auf Gottes Zeitplan und den Sinn Ihres Lebens zu vertrauen, denn hinter jedem einzelnen Trauma oder Chaos oder jeder Prüfung, die Sie durchmachen, steckt ein Sinn. Und wenn man das einmal weiss, kann man ein bisschen mehr in Frieden mit den frustrierenden Dingen leben, die einem passieren können.»

Glaube trägt durch Höhen und Tiefen

«Der Glaube ist definitiv extrem wichtig in meinem Leben und besonders in meiner Karriere», erklärt Paige VanZant. In einen christlichen Haushalt hineingeboren, habe sie eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus aufgebaut. «Ich wurde mit meiner Mutter getauft, als ich 18 Jahre alt war. Mein Glaube hat meine Karriere definitiv gelenkt, ich ging durch viele Höhen und Tiefen. Ich weiss, dass ich stets positiv bleiben kann, weil es alles in Gottes Plan ist.»

Sie habe das Gefühl, dass Gott ihr das Talent zum Kampfsport geschenkt hat, «weil es mich nicht nur gelehrt hat, wie ich mich körperlich wehren kann, sondern auch emotional und mental, und es hat mir mein Selbstvertrauen zurückgegeben und mich erkennen lassen, dass all diese schrecklichen Dinge, die ich durchgemacht habe, einen Sinn hatten.» Es sei nicht ein sinnloses, schreckliches Trauma gewesen, das sie durchmachen musste. Sie könne nun auch anderen Menschen helfen.

Anderen Menschen helfen

Durch ihre Geschichte würden auch ihre Fans erkennen, «dass ich ein echter Mensch bin. Ich habe einige verrückte Dinge durchgemacht, aber es hat mir auch die Möglichkeit gegeben, anderen Leuten beizustehen, die ähnliche Situationen durchgemacht haben, denn viele Leute haben sich an mich gewandt und gesagt: 'Hey, ich habe das auch durchgemacht', ich konnte mit einigen Leuten in Kontakt treten und ihnen sagen, dass sie weiterkämpfen sollen.»

Seit einigen Jahren ist sie mit einem Mädchen in New York befreundet, dem sie hilft, ihr Trauma zu überwinden. «Jedes Mal, wenn ich nach New York fahre, treffen wir uns. Und ich arbeite immer noch jeden Tag daran, meine Plattform zu nutzen, um mit Menschen in Kontakt zu treten und ihnen zu helfen, zu wachsen und diese emotionalen Dinge zu überstehen. Denn ich habe das Gefühl, dass ich diese Stimme habe und sie nutzen kann, um mit Menschen in Kontakt zu treten.»

«Gott hilft auch dir in deinem Kampf»

Im Leben würden sich Widrigkeiten ergeben. «Erinnere dich jedes Mal, wenn Widrigkeiten oder irgendetwas Negatives auf dich zukommen, daran, dass jemand für dich kämpft. Und das ist Gott. In jedem Kampf, den ich durchmache, sowohl im Ring als auch ausserhalb, weiss ich, dass es jemanden gibt, der auf meiner Seite ist und die ganze Zeit mit mir kämpft, und das ist Gott.»

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