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Bernd Wittchow

Auch wenn das Schicksal schwer ist – «Gott ist da – und er ist gut»

Mit 30 Jahren hat Bernd Wittchow einen schweren Autounfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Später verunglückt auch noch seine 18-jährige Tochter tödlich. Trotz dieser schweren Schicksalsschläge glaubt Bernd Wittchow fest daran, dass Gott gut ist.

Mit 30 Jahren hat Bernd Wittchow aus Brandenburg einen schweren Autounfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Jahre später verunglückt auch noch seine 18-jährige Tochter tödlich. Doch trotz dieser schweren Schicksalsschläge glaubt Bernd Wittchow fest daran, dass Gott gut ist und dass er ihn trotz allem trägt... Hier erzählt er seine Geschichte.Eigentlich lief mein Leben immer so, wie ich es mir gewünscht habe. Ich studierte Theologie und wurde früh Gemeindepastor und Hochschullehrer. Nach der Hochzeit bekamen meine Frau und ich bald zwei Kinder. Doch dann änderte dieser Tag im Jahr 1981 mein ganzes Leben.

Plötzlich behindert

Auf einer Dienstreise kam ich mit meinem Wagen von der Strasse ab und seitdem bin ich von kurz über dem Bauchnabel abwärts gelähmt, alles ist gefühllos. Es gibt keine Sensibilität und keine motorischen Impulse mehr. Trotzdem habe ich dort immer Schmerzen und das Gefühl, als ob ich in kochendem Wasser sitze.

Damals war ich noch nicht mal 30 Jahre alt und hielt mich für unzerstörbar. Ich nahm mein Leben, wie es ist und dachte nicht darüber nach, was alles passieren könnte. Und plötzlich konnte ich nicht mal mehr alleine essen oder trinken, nicht ausscheiden - nichts funktioniert mehr. Da war nicht mehr viel mit Glanz und Gloria.

Danach setzte ich alles daran, wieder beweglich zu werden. Zweieinhalb Jahre habe ich nur für meinen Körper gelebt, um die Restfunktionen der Muskeln wieder so koordinieren zu können, dass ich mich mit dem Rollstuhl fortbewegen kann. Und dass ich einen Transfer vom Bett in den Stuhl oder vom Stuhl ins Auto zustande bringe. Das fällt einem nicht von oben in den Schoss. Das war die Aufgabe, die ich zu erledigen hatte.

«Er ist Gott und er weiss, was er tut»

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Bernd Wittchow ist seit 37 Jahren im Rollstuhl.

Sechs Jahre nach dem Unfall entschloss ich mich zu einer Operation, um die chronischen Schmerzen loszuwerden. Doch die Operation missglückte und danach war alles noch schlimmer als vorher.

Manchmal fragen mich Leute, warum Gott nicht eingegriffen hat. Natürlich hätte er das verhindern können, er kann alles. Aber ich glaube, es gehört auch zu seiner Souveränität, es nicht zu tun. Das kann man ihm nicht anlasten. Er ist Gott und er weiss, was er tut. Und deswegen gehe ich einfach davon aus, dass das alles in Ordnung ist für mich ist, dass ich mich ohne diese Einschränkungen vielleicht in eine ganz andere Richtung entwickelt hätte. Mein Leben ist in Ordnung so. Natürlich ist es manchmal sehr quälend und nervend im täglichen Leben. Aber das gehört eben zu mir.

Das Schicksal schlägt nochmal zu

Unsere Tochter war 18 Jahre alt, als sie eines Abends mit unserem Sohn und Freunden einen schrecklichen Autounfall hatte. Sie fuhr den Wagen und war sofort tot. Unser Sohn überlebte nur knapp. Wir waren wie paralysiert, funktionierten nur noch. Wir konnten das irgendwie nicht erfassen. Da war nur dieser Schmerz, der über uns kam und uns packte. Da ist man vollkommen neben sich.

Doch auch in diesem schweren Leid war meine Beziehung zu Gott eine Hilfe. Durch Jesus haben wir die Hoffnung auf Auferstehung. Ich weiss, dass es in Ordnung ist, zu Gott heimzukehren. Das schafft eine Perspektive. Auch für uns als Familie.

Aus Mist macht Gott Dünger

Oft merke ich, dass ich mit meinem Schicksal ein Vorbild für Menschen in schwierigen Situationen bin. Seit zwanzig Jahren leite ich eine therapeutische Einrichtung für Menschen mit Suchterkrankungen. Bei uns lernen sie, wieder Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Manchmal fragen sie sich: «Muss ich jetzt mein Leben lang damit leben, dass ich keinen Alkohol mehr trinken kann?» Ich denke, dass ich genau dann ein Vorbild sein kann. Auch ich muss mit meiner Behinderung und meinem Schicksal klar kommen.

Eines kann ich sagen: In all dem habe ich mich als jemanden erlebt, dem Kraft zufliesst. Und ich erfahre immer wieder: Wenn ich meine Begrenzung anerkenne, komme ich über meine Grenzen hinaus.

Hier erzählt Bernd Wittchow seine Geschichte, ein Beitrag von CBN-Deutschland, Autor, Tabea Hosche:

«Diese Geschichte wurde mit freundlicher Genehmigung von CBN Deutschland veröffentlicht.»

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