Dr. Matthew Chavis – «Gott hat mich nie vergessen»

Für Dr. Matthew Chavis ist Gott eine strenge Instanz – und darauf hat er keine Lust. Doch in einer tiefen Lebenskrise fragt er nach Gott und entdeckt, dass er ganz anders ist, als er dachte. Das bringt ihn auf einen völlig neuen Kurs.

Für Dr. Matthew Chavis ist Gott eine strenge Instanz – und darauf hat er keine Lust. Doch in einer tiefen Lebenskrise fragt er nach Gott und entdeckt, dass er ganz anders ist, als er dachte. Das bringt ihn auf einen völlig neuen Kurs. Hier erzählt er seine Geschichte.

Als Kind ging ich mit meiner Familie regelmässig in die Kirche. Doch dort bekam ich den Eindruck, dass Gott sehr streng ist. Ich glaubte an Gott, aber ich kannte ihn eigentlich nicht. Als Jugendlicher hatte ich keine Lust mehr darauf, brav zu sein und irgendwann ging ich auch nicht mehr in die Kirche. Von da an spielte der Glaube für mich keine Rolle mehr. Ich heiratete, wurde Chiropraktiker und war sehr erfolgreich, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass Gott mir gnädig war und mir Geschick schenkte. Ich dachte, das wäre alles mein Verdienst.

Es geht bergab

Die Finanzkrise 2008 hatte massive Auswirkungen auf mein Geschäft. Ich verlor einige Patienten und meine Einnahmen brachen ein. Meine Frau und ich hatten nun echte finanzielle Probleme und das rüttelte auch an unserer Ehe. Ich hatte schon immer gern getrunken, aber jetzt benutzte ich Alkohol, um mit dem Druck klar zu kommen. Die Flasche war in den nächsten Jahren mein Trost, während alles andere den Bach runterging.

Fünf Jahre später war ich so frustriert, dass mein Leben für mich keinen Sinn mehr machte. Ich erinnere mich an einen Morgen, an dem ich so desillusioniert aufwachte, dass ich mich nach langer Zeit wieder an Gott wandte: «Gott, wenn du immer noch an mir interessiert bist, dann beweise es.»

Gott reagiert

Als ich am selben Abend in mein Auto stieg, entdeckte ich, dass mir jemand ein Buch an die Windschutzscheibe geklemmt hatte. Ich wunderte mich, denn die anderen Autos hatten keines. Ohne Brille konnte ich den Titel nicht lesen, so warf ich es auf die Rückbank und vergass es. Erst zwei Monate später zog ich es unter dem Fahrersitz hervor und las: «Wie man Gottes Willen in seinem Leben entdeckt». – Intressierte mich überhaupt nicht!

Die Stimme aus dem Nichts

Meine Ehe war inzwischen in die Brüche gegangen und meine Praxis war pleite. Ich hatte nur noch 20 Dollar auf meinem Konto, hockte gefrustet vor der Glotze und kippte mir Alkohol hinter die Binde. Ich war fertig mit meinem Leben und war ziemlich sauer auf Gott. Wie konnte er nur zulassen, dass es mir so schlecht geht?

Plötzlich hörte ich eine deutliche Stimme, die sagte: «Wie soll ich dir helfen, wenn du mich weiter ignorierst?» Erschrocken sah ich mich um, doch da war niemand. Zugleich wusste ich, dass Gott zu mir spricht, denn die Worte berührten mich, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte. Dann fiel mein Blick auf das ungeöffnete Buch vor mir. Es leuchtete mir regelrecht entgegen. Und so fing ich an, es zu lesen. Ich fand darin so viele Bibelstellen, die mich tief bewegten. Doch ich war so betrunken, dass ich mich schämte, mich in diesem Zustand mit Gott zu beschäftigen. So ging ich ins Bett, um meinen Rausch auszuschlafen, und vorher kippte ich noch allen Alkohol in den Abfluss.

Gott ist gut

Am nächsten Morgen stürzte ich mich auf das Buch. Es gab Berichte von Menschen, die Jesus kennengelernt und sich dadurch verändert haben. Dann gab es Bibelstellen, die erklärten, wer Gott ist, wer Jesus ist und wie sehr Gott uns liebt. Während ich das las, konnte ich nicht mehr aufhören zu weinen, so sehr berührte es mich. Es war, als würde sich jede Pore meines Körpers öffnen und Tränen entlassen. Es war so befreiend und reinigend. Ich realisierte, dass Gott mich schon immer geliebt hatte und mein ganzes Leben mit mir gewesen war, auch als ich mich von ihm abgewendet hatte.

An diesem Morgen lud ich Jesus in mein Leben ein und bat ihn um Vergebung meiner Schuld. Es war, als würde eine grosse Last von meinen Schultern fallen. Ich hörte auf zu trinken und fing an, in eine christliche Gemeinde zu gehen. Bei dem Gedanken, was Gott für mich getan hat, kamen mir immer wieder Freudentränen. Zu wissen, dass er gut ist und mit offenen Armen dasteht und mich liebt, hat so viel in mir verändert.

Heute weiss ich, dass Gott auf mein Gebet geantwortet hat und das Buch zu mir gebracht hat. Er hat mein Leben drastisch zum Guten verändert hat. Natürlich läuft immer noch nicht alles glatt, aber ich weiss, dass Gott mich liebt und dass er durch und durch gut ist. Durch Jesus bin ich wirklich neu geworden.

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