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Geschmuggelte Bibel

Bericht eines Bibelschmugglers – «Gott änderte alles für diesen einen Menschen»

Es war alles gut durchplant: Nachdem er durch den Zoll gekommen war, würde er die 50 Bibeln den Untergrundchristen übergeben. Doch dann wurde Johns Koffer geöffnet und alle Bibeln konfisziert. Warum hatte Gott sein Gebet um Schutz nicht erhört?

Es war alles gut durchplant: Nachdem er durch den Zoll gekommen war, würde er die 50 Bibeln den Untergrundchristen übergeben. Doch dann wurde Johns Koffer geöffnet und alle Bibeln konfisziert. Warum hatte Gott sein Gebet um Schutz nicht erhört?

John (Name geändert) kam spät am Abend am Flughafen an. Es galt nur noch eine Hürde zu überbrücken, bevor er am Ziel war, bei Untergrundchristen eines Landes im Nahen Osten: Er musste noch die Einreisekontrollen überstehen und hoffte, dass die Zollbeamten um 21.30 Uhr abends nicht mehr seinen Koffer überprüfen würden.

Doch das war nicht der Fall. Der Zollbeamte bat John, den Koffer zu öffnen. «Der Mann öffnete mehrere von meinen besonderen 'Geschenken' und fragte mich, für wen sie seien oder wo ich sie verkaufen wollte», erinnert er sich. «Ich sagte ihm, dass diese Geschenke für die Menschen waren, die mich im Land willkommen heissen würden.»

Die «Geschenke» waren Bibeln. John ist Bibelschmuggler – und er war grad dabei aufgeflogen, wie er Gottes Wort an einen Ort bringen wollte, an dem es verboten ist. Er macht das freiwillig, um Untergrundchristen mit Bibeln zu versorgen. Sicherlich hatte er dafür gebetet, dass man die Bibeln nicht entdecken würde. Aber Gott beantwortet unsere Gebete nicht immer so, wie wir es erwarten…

Im Verhör

Der Zoll konfiszierte alle 50 Bibeln, die im Koffer versteckt waren. John kam auf die Polizeistation, in der er die ganze Nacht über befragt wurde. «Ich wurde von verschiedenen Beamten ununterbrochen befragt. Manche hatten eine Uniform an, andere nicht. Sie befragten mich über mein Material, für wen es war und wem ich es verkaufen wollte. Ich wiederholte immer wieder, dass es nur Geschenke waren…» Aber die Beamten wussten natürlich, dass es viel zu viele Bibeln waren, um «nur Geschenke» zu sein.

Einer war anders…

John wusste nicht, was als nächstes geschehen würde. Auf die Frage hin, ob er in sein Hotel dürfte, sagte man ihm, dass er mit dem nächsten Flugzeug wieder wegfliegen würde – er wurde abgeschoben. Aber einer der Beamten war irgendwie anders als die anderen. «Ich begann, mit ihm zu reden. Und dann erzählte er mir, dass sein Vater ernsthaft krank ist.» Ohne zu zögern fragte John, ob er für den Vater beten dürfe. «Er stimmte zu und ich betete für den Mann. Danach erzählte ich ihm mein Zeugnis und erklärte, wie wichtig Jesus für mich ist.» Mit Hilfe eines kleinen Neuen Testamentes, das er in seiner Tasche hatte, erklärte er dem Mann, was Jesus am Kreuz getan hatte. Und mitten auf der Polizeistation wurde diesem Polizeibeamten Gottes Liebe bewusst. «Er nahm Jesus als seinen Retter an – ich hatte Tränen in den Augen.»

Dann bot der Beamte John Hilfe an. «Er fragte mich, ob ich nur wegen den Büchern in der Zelle sass, was ich bejahte. Dann fragte er, ob ich die Bücher zurückhaben wollte. Er sagte mir, ich sollte hinter ihm hergehen, um die Bibeln wiederzubekommen. Die Situation war gelöst und ich packte die Bücher wieder in meinen Koffer. Um 8 Uhr morgens brachte er mich zum Flugzeug.»

Frieden im Ungewissen

John war sich bewusst, dass Gott die gesamte Zeit bei ihm gewesen war. «Von dem Moment an, in dem mein Koffer geöffnet wurde, bis ich wieder im Flugzeug sass, dankte ich dem Herrn. Ich war von Frieden erfüllt – der Frieden Gottes, der alles Verstehen übersteigt. Ich sah Gottes Hand in allem, was passierte. Es lief anders als ich geplant hatte. Er entschied sich, alles für diesen einen Menschen zu ändern – und ich war nur ein Zuschauer. Danke, Vater, danke, Jesus!»

Zeitgleich war eine andere Reisegruppe aus Europa erfolgreicher und brachte viele arabische Bibeln zu Untergrundchristen im Nahen Osten. Colin (Name geändert), der Mitarbeiter vom Missionswerk Open Doors, der diese «Schmuggeltransporte» koordiniert, berichtet, dass die meisten «Schmugglerreisen» gut gehen und die Bibeln zu den Christen gelangen. «Oft berichten die Reisenden hinterher, wie Gott ihr spezielles Gepäck beschützt hat.»

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