Imported Image
Inderin

Gegen jede Regel – Frau mit behindertem Mann und ohne Kinder wird Geschäftsfrau

Keine Kinder zu haben, bedeutet in Indien nichts anderes als von einem lähmenden Stigma geknechtet zu sein. Und obendrein hatte sich Maanvi (Name geändert) um ihren geistig behinderten Mann zu kümmern und für das Auskommen hart zu schuften.

Keine Kinder zu haben bedeutet in Indien nichts anderes, als von einem lähmenden Stigma geknechtet zu sein. Und obendrein hatte sich Maanvi (Name geändert) um ihren geistig behinderten Mann zu kümmern und für das Auskommen hart zu schuften…

In einem Land mit gnadenlosem – und von der Regierung vermehrt wieder gefördertem – Kastendenken gehörte Maanvi gleich im doppelten Sinne zu den Ausgeschlossenen.

Da sie keine Kinder hatte, behandelten nicht nur ihre Nachbarn, sondern sogar die eigene Familie sie so, als sei sie bereits tot. Die Nachbarn begannen, Teile ihres Besitzes einfach zu übernehmen, ohne mit der Wimper zu zucken. «Sie hat keine Kinder, um das Land zu erben», argumentierten sie. «Jemand könnte es genauso gut jetzt übernehmen, anstatt warten zu müssen, bis sie tatsächlich im Grab liegt.»

Aus dem Haus geworfen

Ihre Familie kam zum gleichen Ratschluss. Der Clan tauchte bei ihr zu Hause auf und zwang sie und ihren Mann auf die Strasse. Sie hatte keine Chance, sich zu wehren.

Gleichzeitig aber wollte sie die Hoffnung nicht aufgeben. Sie ging von Tür zu Tür, klopfte an und bot dort, wo eine aufging, an, dass sie Geschirr und Kleider waschen würde.

Unter miserablen Bedingungen hatten sie und ihr Mann aber an den meisten Tagen etwas zu Essen und ein wenig Geld, um neue Kleider zu kaufen, wenn die alten zerrissen waren.

Ende … und Wende

Als sie 50 wurde, zehrten die Strapazen vom Wäschekörbe schleppen an den Händen und ihre Knie schmerzten, weil sie so oft auf den harten Böden kniete, um die Fliesen sauber zu schrubben.

Eines Tages wurden sie und ihr Mann unerwartet von einer Gruppe von Christen besucht, welche die Lage des Paares bemerkt hatten. Sie boten an, nach einer Möglichkeit zu suchen, wo sie ihren Lebensunterhalt verdienen konnte, ohne Häuser zu putzen.

Sie erklärten weiter, dass sie an einen Gott glauben, der Maanvi und ihren Mann liebt. Der Schöpfer würde sich sehr um ihr Wohlergehen sorgen – und sie als Team auch.

Leben in Würde

Sie trafen sich regelmässig mit Maanvi und erklärten ihr die Konzepte von Kleinunternehmen. Die Idee, einen eigenen kleinen Laden zu eröffnen und zu führen, faszinierte Maanvi. In Zusammenarbeit und Planung mit «World Challenge» legte das Team etwas Geld zusammen, damit Maanvi ein kleines Geschäft eröffnen konnte.

Bald konnte sie davon leben und sogar etwas Geld zurücklegen. Sie begann zudem, winzige Perlen herzustellen, für die sie bald einen wachsenden Markt fand.

Heute hilft sie anderen

Inzwischen besucht sie die lokale christliche Gemeinde – und sie hilft anderen, die mit Armut, Hoffnungslosigkeit und Scham kämpfen.

«In meinen schwersten Zeiten haben Christen mich ermutigt und sind mir zur Seite gestanden, damit ich die miserablen Bedingungen überwinden konnte. Jetzt bin ich in der Lage, Geld für meinen Lebensunterhalt zu verdienen, um für mich und meinen kranken Mann zu sorgen.»

Am wichtigsten war das Gefühl, die Bedeutung und den Wert kennenzulernen, den sie als Kind Gottes hat. «Jetzt kann ich ein gutes Leben in Würde führen.»

Teile diesen Beitrag
Das könnte dich auch interessieren
Story
Anna Shammas im Klassenzimmer

Neun Jahre heimatlos

Das Magazin «Amen» hat in Form von Kurzfilmreportagen festgehalten, wie Menschen heute Jesus erleben. Heute berichtet ...

Story
 Günther Klempnauer blickt mit 90 Jahren auf ein Leben mit zahlreichen tiefen Begegnungen zurück

Günther Klempnauer – Am Frühstückstisch mit Johnny Cash

Günther Klempnauer feiert seinen 90. Geburtstag. Bekannt machten den Pastor, Lehrer und Journalisten seine Gespräche ...

Story
Marianne Awaraji Daou

«Dennoch machen wir weiter» – Mutter und Führungskraft in Kriegszeiten

Der Muttertag findet im Libanon bereits am 21. März statt, mitten in einer Zeit, in der viele Familien mit Unsicherheit ...

Story
Ariana untersützt trotz der Unsicherheit im neuen Land afghanische Flüchtlingsfrauen (Symbolbild)

Ein Zeugnis aus Afghanistan – Von der Angst in die Freiheit

Ohne es zu wissen, heiratete Ariana einen heimlichen Christen in Afghanistan. Sie mussten in ein anderes Land fliehen, ...

Story
Craig DeMartino überlebte den Sturz und kann heute wieder klettern

Nach 30-Meter-Sturz – «Gott ist nicht eine Krücke, sondern die Brücke»

Von rund dreissig Metern auf einen Felsen zu stürzen, würde für viele Menschen tödlich enden. Doch Spitzenkletterer ...

Story
Sarah Drew

Geplant waren nur zwei Folgen – Wie Dr. April Kepner Generationen ermutigt

Eigentlich sollte ihre Rolle in «Grey's Anatomy» nach zwei Folgen enden. Doch aus Dr. April Kepner wurde eine der ...

Story
Melanie Rivas

«Vollständig verwandelt» – Vom «Borderline-Satanismus» zur Gottesbegegnung

Melanie Rivas’ Freude an Jesus ist ansteckend. Noch vor einem Jahr jedoch war die 22-Jährige obdachlos, mittellos und ...

Story
Mike Flynt

College-Spieler mit 59 Jahren – Reue brachte ihn zu einem unglaublichen Comeback

Mit 59 Jahren war Mike Flynt einer der ältesten College-Spieler der Geschichte. Das Durchhaltevermögen des Sohnes eines ...

Story
Gabrielas Startbedingungen waren extrem schwierig (Symbolbild)

Trotz schlechter Startbedingungen – «Gott hat mich von meiner Angst befreit»

Als Gabriela Withs Adoptivvater sie sexuell missbraucht und die Adoptivmutter davon erfährt, versucht diese, ihn vor ...