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Melanie Bertschi

Profitiert von der Livenet Lebenshilfe – Es wurden 119 Seiten mit Fragen und Antworten

Als Kind litt Melanie unter inneren Schmerzen, welche sie später im Nachtleben zu stillen versuchte. Letztlich fand sie zu Gott. Dabei half ihr auch die Livenet Lebenshilfe.

Als Kind litt Melanie unter inneren Schmerzen, welche sie später im Nachtleben zu stillen versuchte. Letztlich fand sie zu Gott. Dabei half ihr auch die Livenet Lebenshilfe.

Melanie Bertschi brauchte die Kontrolle. Sie machte Pläne und hielt die Fäden in den Händen. Als ihr Vater von zu Hause auszog, entglitt ihr zum ersten Mal so richtig die Kontrolle. «Damals ist ein Stück meines Herzens zerbrochen.»

Schlechte Trauerbewältigung

Melanie suchte nach Linderung für ihren Schmerz, nach irgendetwas gegen die quälende innere Leere. Sie begann, weniger zu Essen, stellte aber bald fest, damit die Kontrolle über sich selbst zusätzlich zu verlieren. «Mein Verhalten hatte nicht nur auf meinen Körper Auswirkungen, sondern auch auf meine Persönlichkeit.» Als ihr die Situation entglitt, wandte sie sich an Gott. «Heute weiss ich nicht mehr, weshalb ich ausgerechnet bei Gott Hilfe suchte. Trotz Vorbereitungen für die Konfirmation und Besuch der Jungschar war ich am Glauben kaum interessiert.»

Die innere Leere blieb

Gott nahm Melanies Gebete ernst, es ging ihr bald besser. «Von da an führte ich ein zweigeleisiges Leben. Ich stand zwar zu Gott, versuchte aber gleichzeitig, meine innere Leere anderswo zu füllen.» Sie ging oft aus, liebte es, von Männern begehrt zu werden und liess sich auf jeden ein. «Doch die innere Leere kehrte jeweils schnell zurück.»

Irgendwann kam Melanie an einem Tiefpunkt an. «Von einem Moment auf den anderen ekelte ich mich vor mir selbst.» Dieses Gefühl blieb und sie machte sich ernsthafte Gedanken über ihr Leben.

Die Erfahrung am Kreuz

Melanie erfuhr von einer christlichen Veranstaltung, wo an das Sterben von Jesus am Kreuz erinnert werden sollte. Obwohl sie glaubte, so etwas nicht nötig zu haben, ging sie aber doch hin. Etwas zog sie mit aller Kraft. «Als ich dort vor dem Kreuz kniete, kamen alle Verletzungen in mir hoch und ich erinnerte mich, wie ich andere Menschen verletzt habe.» In diesem Moment wusste Melanie: «Ich will ein verändertes Leben!»

…und dann begann sie zu verstehen

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Melanie in Südafrika

Trotz der Sehnsucht nach Veränderung, holte Melanie der Alltag schnell wieder ein. «Noch immer glaubte ich, mein Leben selbst irgendwie auf die Reihe kriegen zu müssen.» Sie begriff nicht, dass Gott ihre Kämpfe für sie kämpfen wollte. Und obwohl sie von einem liebenden Gott hörte, verstand sie nicht, was dies für sie persönlich bedeutete. «Als Vorbereitung für einen Afrikaeinsatz wurde uns beigebracht, wie man das Evangelium weitergibt. Da hörte ich es selbst zum ersten Mal.» Im Zusammenhang mit diesem Einsatz traf Melanie auf Jugendliche, die ihr das Bibellesen empfahlen. «Als ich zu lesen begann, sprach Gott in mein Leben. Ich konnte kaum aufhören.» Leider hatte sie niemanden, der ihre vielen Fragen beantwortete.

Eine Person für 1000 Fragen

«Ich suchte also eine Person, der ich meine 1000 Fragen stellen konnte.» Durch ihre Internetrecherchen zum christlichen Glauben stiess Melanie auf die Seite Livenet.ch. Hier bat sie um Hilfe. «Eine E-Mail-Beraterin schrieb zurück und war bereit, meine Fragen zu beantworten.» Melanie stellte dann alle erhaltenen Antworten in einem Dokument zusammen, welches letztlich 119 Seiten umfasste. «Die Frau hat einen riesigen Aufwand betrieben und musste teilweise sogar recherchieren. Ich bin ihr unendlich dankbar.» Für Melanie, die damals nur wenig Ahnung vom christlichen Glauben hatte, wurde dieser schriftliche Austausch zu einem grossen Gewinn.

Und dann begann sich Melanie zu verändern

Je mehr Melanie verstand, wie sehr Gott sie liebte, desto schwächer wurde ihr Bedürfnis nach Kontrolle. Die innere Leere wurde gestillt und sie konnte denen vergeben, die sie schlecht behandelt hatten. Das Leben ging weiter und inzwischen studiert Melanie Theologie. Die Frau, die so viele Stunden in ihr Leben investiert hatte, wird sie aber nie vergessen. Die Anonymität der Lebensberatung ist geblieben – Melanies Dankbarkeit für die unbekannte Person auch.

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