Mario Lefebre

Suche nach Anerkennung – «Erst Jesus hat mir Wert geschenkt»

Als Kind bekommt Mario Lefebre nicht die Liebe, die er braucht. Viele Jahre versucht er, durch Leistung die Anerkennung von anderen zu gewinnen. Als er Gott kennenlernt, ändert sich für ihn plötzlich alles...

Als Kind bekommt Mario Lefebre nicht die Liebe, die er braucht. Viele Jahre versucht er, durch Leistung die Anerkennung von anderen zu gewinnen. Als er Gott kennenlernt, ändert sich für ihn plötzlich alles...

Als Kind hatte ich kein Selbstvertrauen. Ich buhlte um Anerkennung, fühlte mich klein, dünn und hässlich. Mein Vater mochte mich nur, wenn ich Leistung brachte. Wehe, ich brachte eine schlechte Note nach Hause, dann war ich wieder der dumme, wertlose Junge und bekam zu hören: «Was willst du denn mal werden? Du hast eh nichts drauf. Guck mal, wie du aussiehst. Du bist wertlos wie ein Krüppel. Nichtsnutz, manchmal wünschte ich mir, du wärst gar nicht geboren...» Das verletzte mich tief. Ich sehnte mich so nach der Liebe meines Vaters. Also strengte ich mich an, besser zu werden – nur, um Anerkennung zu bekommen.

Auch meine Mutter stand unter dem Druck, meinem Vater zu gefallen. Oft liess sie ihren Stress an uns Kindern aus, schrie uns an und schlug uns. Doch die schlimmste Strafe war, wenn mein Vater uns ignorierte. Ich erinnere mich, dass ich einmal vor ihm kniete und ihn anflehte, dass er wieder mit mir spricht. Doch er behandelte mich wochenlang wie Luft.

Reaktion auf ein kaputtes Umfeld

Meine Eltern stritten viel und tranken beide sehr viel Alkohol. Eine Zeit lang war meine Mutter täglich betrunken. Oft fühlte ich mich schuldig, weil ich sie nicht genug vor meinem Vater verteidigte. Ich dachte, wenn ich gute Leistungen bringe, kann ich die Stimmung daheim verbessern. Sport war meinem Vater wichtig und so gab ich im Sport alles. Ich wurde so ehrgeizig, dass ich ein aggressiver und unfairer Spieler wurde.

Als Jugendlicher fing auch ich an, viel Alkohol zu trinken, ich kannte es nicht anders. Mit 21 Jahren erfuhr ich dann, dass mein Vater eine Freundin hat. Ich war geschockt und getroffen. So etwas durfte doch nicht sein. Damals zog ich einen Schlussstrich. Ich wollte nichts mehr mit meinem Elternhaus zu tun haben und machte mich auf die Suche nach einem anderen Leben.

Worte, die alles verändern

Drei Jahre später machte ich eine eigenartige Erfahrung. Ich war in einer Situation, in der ich plötzlich merkte: Gott spricht mit mir. Ganz klar sagte er, dass ich aus meinem Umfeld raus muss. Ich fragte: «Wie?» Und er antwortete: «Such mich.»

So fing ich an, eine Gemeinde zu be suchen und mehr über Gott zu erfahren. Schon früher habe ich geglaubt, dass es so etwas wie Gott gibt. Aber nie hätte ich gedacht, dass er mich, den dummen, naiven, zornigen Mario liebt. Ich konnte mir nicht vorstellen, Anerkennung zu bekommen, ohne etwas zu leisten. Das war für mich neu und befreiend. Schritt für Schritt fing ich an zu glauben und erlebte inneren Frieden. Ich hatte das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Und so gab ich Jesus mein Leben. Ich sprach ein Gebet: «Hier ist mein Leben, Herr Jesus. Ich möchte zu dir gehören.»

Der Schritt in die Freiheit

Drei Monate später lernte ich die Frau meines Lebens kennen, mein Glück schien perfekt. Doch meine Eltern lehnten mein neues Leben ab. Jetzt wollten sie nichts mehr mit mir zu tun haben. Sie kamen nicht einmal auf unsere Hochzeit und interessierten sich nicht für die Geburt unserer Kinder. Ich war so enttäuscht, traurig und wütend, bis Gott zu mir sagte: «Mario, du musst vergeben. Wenn du nicht vergeben kannst, dann leiden auch die Menschen, die du liebst.» So gab ich Jesus meinen Zorn, die Missgunst und dieses aggressive Gefühl meinen Eltern gegenüber und ich fing an zu vergeben. Ein Schritt, durch den ich frei wurde.

Viele Jahre später konnte ich mich mit meinen Eltern aussprechen und mit ihnen versöhnen. Weil ich weiss, dass Gott mich liebt, war ich nicht mehr abhängig von der Meinung meines Vaters, das half im Gespräch. Durch Jesus habe ich gelernt, meine Vergangenheit und auch mich selbst anzunehmen. Gott hat mir Wert geschenkt und Selbstbewusstsein, was mich stark macht. Jesus hat so positiv in mein Leben eingegriffen, dass ich heute als Sport-Missionar arbeite. Ich möchte einfach jedem sagen, dass Jesus uns unendlich liebt.

Seine Geschichte erzählt Mario Lefebre ausführlich hier:

Diese Geschichte wurde mit freundlicher Genehmigung von CBN Deutschland veröffentlicht. (Autorin: Melanie Wied)

Dieser Beitrag erschien 2017 auf Livenet.

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