«Gott hat es im Griff» – Ergreifender Abschied eines NBA-Trainers von seiner toten Frau

Seine Frau Ingrid wurde am 10. Februar getötet, als ein entgegenkommender Geländewagen frontal in ihr Auto prallte. Bei ihrer Trauerfeier fand NBA-Coach Monty Williams Worte, die keinen der 900 Trauergäste unberührt liessen.

Seine Frau Ingrid wurde am 10. Februar getötet, als ein entgegenkommender Geländewagen frontal in ihr Auto prallte. Bei ihrer Trauerfeier fand NBA-Coach Monty Williams Worte, die keinen der 900 Trauergäste unberührt liessen.

Monty Williams ist 44 Jahre alt, er ist ehemaliger Profi-Basketballer und Assistenztrainer in der NBA bei den Oklahoma City Thunder. Er wusste zuerst nicht, ob er bei der Trauerfeier  seiner Frau reden könnte. Aber dann hielt er eine Ansprache, die den Gästen unvergesslich bleiben wird. Der Kern seiner Botschaft: «Gott ist gut. Gott ist Liebe. Und er hat es im Griff.»

Wir bekommen keine Antworten

«Wir wollen Antworten, aber wir bekommen sie nicht», führte der Trainer aus. «Wir könnten vergessen, dass Gott uns liebt. Aber genau diese Liebe haben meine Frau und ich versucht, täglich – wie auch immer – auszuleben. Gott liebte mich so sehr, dass er seinen Sohn sandte, für meine Sünden zu sterben. Wisst ihr: Ich bin nicht der Mann, den ihr jeden Tag seht, und das weiss ich auch. Nur Gott kann das in Ordnung bringen.»

Gott hat es im Griff

Williams stellte den Bibelvers aus Römer, Kapitel 8, Vers 28 in den Mittelpunkt seiner Ansprache: «Das eine wissen wir: Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten.»

«Gott hat es im Griff», wiederholte Williams das eine um das andere Mal. «Schmerzen sind real. Amerika lehrt uns, sie zu betäuben. Aber sie sind real. Schaut nur um euch herum. Was wir brauchen, ist der Herr. Das hat meine Frau jeden Tag ausgelebt.»

Monty Williams vergibt der Schuldigen

Sein Glaube gibt Williams die Kraft, nicht verbittert oder böse auf Gott zu sein. Auch der Autofahrerin, die ihm die Liebe seines Lebens genommen hat, vergibt der NBA-Trainer: «Jeder betet gerade für meine Familie, und das ist auch richtig. Aber lasst uns nicht vergessen: Am Unfall waren zwei beteiligt. Und die andere Familie braucht auch unsere Gebete.»

Die Unfallverursacherin Susannah Donaldson hatte ihr Hündchen auf dem Schoss, als sie von der Strasse abkam; sie erlag ebenfalls ihren Verletzungen. Williams sagte: «Man kann nicht dem Herrn dienen, wenn man kein vergebendes Herz hat. Diese Familie ist auch nicht morgens aufgestanden und wollte meiner Frau wehtun. Das Leben ist hart, es ist sogar sehr hart, und das war schrecklich. Aber wir hegen keinen Groll gegen die Donaldsons. Wir sollten für sie beten, denn sie trauern auch. Und wir sollten vor allem nicht vergessen, was wichtig ist: Gott ist da. Und er wird es richten.»

Monty Williams brachte die 900 Menschen in der Kirche sogar zum Schmunzeln: «Meine Frau ist im Himmel, da, wo wir alle sein sollten. Ich beneide sie. Aber ich muss damit klarkommen, ich habe noch fünf Mäuler zu stopfen», sagt der 44-Jährige.

«Wir haben Ingrid nicht verloren»

Am Schluss wandte er sich gegen die Feststellung, er habe seine Frau verloren: «Wir haben sie nicht verloren. Wenn man etwas verliert, findet man es nicht mehr. Aber ich weiss genau, wo meine Frau ist. Ich vermisse sie. Meine Kollegen wunderten sich oft, warum ich so schnell aus dem Büro verschwand. Ich wollte einfach bei meiner Frau und meiner Familie sein. Das vermisse ich, klar. Aber lasst uns nicht vergessen, was am wichtigsten ist. Gott ist wichtig. Was Christus am Kreuz tat, ist wichtig.»

Monty Williams diente 20 Jahre in der National Baseball Association (NBA), zuerst als Spieler und, nach Knieproblemen, seit 2003 als Trainer. Er und seine Frau Ingrid waren 20 Jahre verheiratet und haben fünf Kinder.

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