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Jaime Ting

Aussenseiter wird Hoffnungsträger – Er nannte sich selbst ein «wertloser Niemand»

Jaime Ting fühlte sich wertlos, er rebellierte gegen alles und verfiel zerstörerischen Süchten. Doch eine Begegnung mit Gott veränderte sein Leben für immer.

Jaime Tings Probleme begannen zu Hause. Seine Eltern waren überkritisch – egal, was er sagte oder tat, sie fanden immer etwas zu verbessern. «Sie waren sehr streng mit mir», erinnert sich Jaime Ting.

Aber wenn alles, was er tat, sowieso falsch war, warum sollte er sich dann anstrengen? Die Schule interessierte ihn nicht, und er hatte keine Träume für seine Zukunft.
Ausserdem war er sozial ungeschickt. Seine Kleidung war uncool, wegen seiner Allergien lief seine Nase ständig, und er wischte sie mit seinem Sweatshirt ab. «Ich fühlte mich wie ein Aussenseiter.»

Die Rebellion beginnt

Jaime reagierte auf die Ablehnung mit Rebellion. Er beschmierte die Schultoiletten mit Schimpfwörtern und pinkelte auf den Boden. Oder er warf Ziegelsteine durch die Fensterscheiben von Geschäften. «Ich hasse diese Schule», schrie er durch die Gänge. Er schummelte bei Prüfungen, indem er Formeln auf einen Zettel schrieb und diesen im Gehäuse seines Radiergummis versteckte. Lehrerinnen sprach er absichtlich mit «Sir» und Lehrer mit «Ma'am» an.

Eine Sucht nimmt ihren Lauf

«Ich wurde zu einem primitiven Tier. Ich war einfach ein Freak – wie ein Affe oder ein Hund.» Das einzige, was ihm Spass machte, war Skateboarden. Sein Traum war es, Profi zu werden.

Als er seine Mitschüler über Pornografie reden hörte, wurde er neugierig und wollte selbst wissen, wie eine nackte Frau aussieht. Eines Nachts schlich er sich an den Computer – der Beginn einer zerstörerischen Sucht.

Pornografie war nicht seine einzige Sucht. Unzählige Stunden verbrachte er auch mit Videospielen.

Sitzungen geschwänzt

Seine Eltern merkten, dass es ihm nicht gut ging und schlugen vor, ihn im Sommer in ein Bibelcamp zu schicken. Doch er schwänzte die Treffen. Wenn er doch einmal blieb, zeigte er keine Reaktion, tat so, als höre er nichts. «Gott ist mir egal», war ihm klar. «Hat er jemals etwas in meinem Leben bewirkt? Nein.»

Nach diesem ersten Camp änderte sich nichts. Doch ein Jahr später fühlte sich Jaime Ting so einsam, depressiv und sogar selbstmordgefährdet, dass er Gott eine Chance geben wollte.

«Mein Leben war kaputt»

«Mein Leben war so kaputt, dass ich dachte: Ich versuche es einfach», erinnert er sich. «Die Konferenz war eine gute Gelegenheit, Jesus eine Chance zu geben.»

Eines Abends im Schlafsaal kam ein Freund zu ihm und ermutigte ihn, in der Bibel zu lesen. «Ich hatte sie noch nie freiwillig aufgeschlagen. Ich hatte noch nie für mich selbst darin gelesen.» Der Freund gab ihm einen grünen Textmarker und zeigte ihm die Seligpreisungen im Matthäusevangelium.

Plötzlich beeindruckt

Doch in dieser Nacht wurde er beim Lesen immer nachdenklicher. Allmählich änderte sich seine Einstellung. Statt sich von der Bibel abgestossen zu fühlen, war er plötzlich beeindruckt.

Er übergab sein Leben Jesus und begann begeistert, ihm nachzufolgen. Während des Studiums schwankte er zwischen Phasen intensiven Gebets und Bibellesens und Rückfällen in die Internetsucht.

Mit Gott am Fluss

Während des Studiums setzte er sich mit anderen Weltanschauungen auseinander und begann, an seinem Glauben zu zweifeln. Doch eines Tages erlebte er einen Durchbruch, als er auf einem Felsen am Flussufer betete.

«Ich schüttete Gott mein Herz aus. Ich sagte ihm meine Wünsche, meine Gedanken, einfach alles. Ich betete darum, ihn wirklich zu erkennen.» Eine Welle von Gefühlen überwältigte ihn. «Ich weinte – es waren Tränen der Schwäche und der Freude zugleich. Meine Worte können nicht beschreiben, was genau passiert ist, aber Gott hat sich mir offenbart.»

Aus jemandem, der sich selbst für einen «wertlosen Niemand» hielt, wurde jemand, der spürte, dass er in Gottes Augen ein geliebter und geschätzter Mensch ist.

Heute nutzt Jaime Ting soziale Medien, um anderen von seinem Glauben zu erzählen.

Brauchst du Hilfe oder einfach ein offenes Ohr? Dann melde dich bei der anonymen Lebenshilfe von Livenet per Telefonoder E-Mail. Weitere Adressen für Notsituationen finden sich hier. Wenn du gegen Pornosucht kämpfst, findest du hier Hilfe.

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