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Sean Wheeler

Einst Opfer von Kinderpornos – Er bietet Tätern Vergebung an und hilft Pädophilen

Sean Wheeler wurde im Alter von fünf bis neun Jahren sexuell ausgebeutet, geschlagen und für Kinderpornografie gefilmt. Doch er hat den Tätern vergeben und hilft heute Pädophilen beim Ausstieg.

Sean Wheeler wurde im Alter von fünf bis neun Jahren sexuell ausgebeutet, geschlagen und für Kinderpornografie gefilmt. Doch er hat den Tätern vergeben und hilft heute Pädophilen beim Ausstieg.

«Wie kann ein Mann wie Sie einem Mann wie mir vergeben?», fragte ihn ein Häftling, der wegen des Besitzes von Kinderpornografie im Gefängnis sass. «Weil Gott mir vergibt», antwortete Sean. «Wir machen es kompliziert. Gott vergibt mir und ich muss Ihnen vergeben. Und das tue ich freudig, denn dabei habe ich entdeckt, dass es echt ist.»

Und er fährt fort: «Sieh dir jemanden an, der auf der anderen Seite der Kamera war. Ich lasse dich frei. Jetzt gehst du damit zum Kreuz und findest diese Freiheit und diese Vergebung. Du kannst sehen, wie dieses Gewicht von diesem Mann abfällt», erklärt er in einem Video von «100Huntley».

«Es ist nicht das Ende der Geschichte»

«Ich hatte es einfach satt, mich daran zu erinnern, dass mein Leben von etwas definiert wurde, das übel war. Da kam der Heilige Geist und sagte: 'Ich habe etwas Besseres. Komm nach Hause.'»

Vier Jahre lang wurde Sean Wheeler von Männern ausgenutzt. Zuerst von einem einzelnen Erwachsenen und von da an wurde er von einer Gruppe von sieben jungen Männern im College-Alter ausgenutzt. Manchmal schlugen sie ihn, manchmal filmten sie ihn.

«Ich erzähle den Leuten: 'Schaut, ich habe das durchgemacht, ich wurde geschlagen und in der Kinderpornografie benutzt und es sind mir alle möglichen Dinge passiert.' Aber das ist nicht das Ende meiner Geschichte. Wenn es Ihnen oder jemandem, den Sie kennen, passiert ist, ist das nicht das Ende Ihrer oder deren Geschichte.»

Er gab sich selbst die Schuld

Sean hat seine Schänder nicht verraten. Er hatte Angst. Ausserdem gab er sich, wie es für Missbrauchsopfer typisch ist, selbst die Schuld: «Ich glaubte, dass es meine Schuld war.»

Im Alter von neun Jahren bat Sean Gott um Hilfe und seine Familie zog aus der Stadt weg und damit entkam er den Fängen dieser Kerle. Der Missbrauch endete, aber die quälenden Erinnerungen nicht.

Er fand zu Christus, aber erst als er 2011 mit der Seelsorge begann, konnte er viele der Probleme, die ihn plagten, aufarbeiten. «Ich fühle mich sehr wohl dabei, darüber zu sprechen, denn Gott ist mit uns, wo immer wir hingehen.»

Gott habe sein Selbstbild wiederhergestellt «und er hat meine Stimme wiederhergestellt und er sagt: 'Du nimmst diese Hoffnung und du teilst sie.' Ich weiss nicht, was aus mir geworden wäre, wenn nicht die Hand Gottes im Leben eines Neunjährigen am Werk gewesen wäre.»

Heute hilft er anderen

«Der Gott, dem wir dienen, ist ein Beschützer der Unschuldigen, und er eilt uns zu Hilfe, wenn wir zu ihm schreien», sagt Sean. Seine Heilung ist so vollständig, dass er bereits 400 Opfern sexueller Ausbeutung gedient und ihnen durch Seelsorge geholfen hat. «Jahrelang hatte ich gehört, dass Gott Menschen neu machen kann. Ich sagte, das mir das nie passieren wird. Aber jetzt verstehe ich es. Er macht uns neu!»

Sean hilft auch den Kriminellen, die Jungs wie ihn ausgenutzt haben. «Ich fühlte mich vom Heiligen Geist dazu geführt. Ich hatte ihm versprochen, dorthin zu gehen, wo er mich hinschickt. Und er sagte: 'Ich möchte, dass du in Gefängnisse gehst und mit den Straftätern sprichst.' Ich habe zuerst ein bisschen dagegen gestritten, aber dann war ich bereit.»

Über das Menschliche hinaus

Im Gefängnis fragte ihn ein Mann, der sich der Kinderpornografie schuldig gemacht hatte, wie man ihm vergeben könne. Sean schockierte alle, indem er ihm öffentlich vergab. «Er hat seinen Weg zurück in die Gesellschaft und er hat Freiheit und Hoffnung gefunden», sagt Sean.

«Die Bibel sagt, dass wir die Offenbarungen Gottes aussprechen sollen. Wenn man einem Missbrauchstäter gegenübersitzen und Worte der Liebe und Vergebung sprechen kann, bedeutet das, dass etwas geschieht, das über das Menschliche hinausgeht, das ist eine geistliche Sache.»

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