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Ryan George (ganz rechts) mit seiner Frau (links) und ihrer gemeinsamen Adoptivtochter

Abenteurer Ryan George – Einst gemobbt, heute zum Ermutiger geworden

Ryan George ist Abenteurer. Missbräuchlich aufgewachsen und in der Schule gemobbt, suchte er zunächst nach Bestätigung und fand nur Leere. Inzwischen ist er zum Ermutiger für viele geworden…

Ryan George ist Abenteurer. Missbräuchlich aufgewachsen und in der Schule gemobbt, suchte er zunächst nach Bestätigung und fand nur Leere. Inzwischen ist er zum Ermutiger für viele geworden…

Sonntags leitet Ryan George das Team der Parkplatzeinweiser in der christlichen Gemeinde, die er besucht. Ansonsten ist er oft als Abenteuer-Blogger unterwegs. «Ich war schon auf allen sieben Kontinenten und auf beiden Polarkreisen. Ich habe auf fünf Kontinenten Bungee-Sprünge gemacht. Ich bin in sieben Ländern mit dem Gleitschirm geflogen. Ich bin im Eis geklettert und habe in der Antarktis im Schnee gezeltet und in der Arktis gesurft.»

Seine Aufzählung geht weiter: «Ich bin drei Arten von Rennwagen gefahren. Ich habe auf beiden Seiten des Äquators Fallschirmsprünge gemacht. Ich habe Berge bestiegen und bin auf den Tragflächen alter Doppeldecker gesessen, während sie Loopings, Überschläge, Stalls und so weiter gemacht haben. Ich jage das Abenteuer, wo immer ich es finden kann.»

Einst nach Anerkennung gesucht

«Als ich aufwuchs, kämpfte ich mit meinen Geschwistern um die Aufmerksamkeit eines missbrauchenden Vaters.» In der Schule wurde er schikaniert, herumgeschubst und verspottet. Deshalb wurde er mit der Zeit zuhause unterrichtet. «Als ich ans College kam, war ich sozial unbeholfen. Ich passte nicht hinein. Ich gehörte nicht zu den coolen Kids.»

Gerade nach seinem Abschluss kamen die sozialen Medien auf. Er suchte nach verrückten Orten in der Welt, um etwas zu unternehmen. «Und so habe ich die sozialen Medien zu einer Plattform gemacht, um die Anerkennung zu suchen, die ich als Kind nicht bekommen hatte, um zu versuchen, Bestätigung zu bekommen. Und meine Arbeitstheorie war: Wenn ich interessant bin, werden sich die Leute für mich interessieren.» Doch innerlich war Ryan leer.

Erfüllung gefunden

«Zum Glück habe ich auf diesem Weg Jesus getroffen. Ich habe mich einer Gemeinde angeschlossen, die von Abenteurern geleitet wird. Einer meiner Pastoren ist Wildnisführer und Eiskletterer, einer ist Wildwasserpaddler, einer fuhr Motorradrennen und einer flog Experimentalflugzeuge. Ich war von Menschen umgeben, die ihre Spiritualität und ihren Körper nutzen, um beides in ein Abenteuer zu verwandeln.»

Abenteuer sehen für jeden Menschen anders aus, beobachtet Ryan George. «Es gibt viele verschiedene Formen von Abenteuern. Ich bin nicht sehr abenteuerlustig, wenn es um das Essen, den Beruf oder die Finanzen geht. Ich habe Freunde, die unglaubliche Unternehmer sind und grosse Risiken eingehen und dafür belohnt werden. Meine Frau ist bei Dingen mutig, bei denen ich es nicht bin. Alle sind auf ihre Weise mutig.»

Abenteuer im Alltag

«Wir sind alle dazu berufen, ein aussergewöhnliches Leben zu führen», bilanziert Ryan George. Teil seiner Aufgabe sei es, Menschen zu ihrem alltäglichen Abenteuer zu ermutigen. Zum Beispiel ein Leben als Adoptiveltern, so wie er gemeinsam mit seiner Frau. «Oder sei es, den Mut zu haben mit dem Chef zu sprechen oder etwas über Jesus weiterzugeben.»

Weiter hält Ryan George fest: «Ich möchte die Menschen dazu inspirieren, sich ihren Zweifeln und Ängsten zu stellen und ihre Komfortzone zu verlassen, um Jesus zu folgen.»

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