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Die Taufe von Confiance, links neben ihr Jenya Foster

Radikaler Wandel – Eine Medizinfrau findet Jesus im Gefängnis

Diebstahl, Streitigkeiten und okkulte Macht – dafür war Confiance in ihrem Dorf in der Demokratischen Republik Kongo bekannt. Und immer wieder landete sie im Gefängnis. Bis sie eines Tages dort im Sterben lag…

Confiance wurde in einem Dorf der Demokratischen Republik Kongo geboren. Ihre Grossmutter war die offizielle Medizinfrau des Dorfes und als Confiance 13 Jahre alt war, wurde sie zur Grossmutter geschickt, wo sie ab sofort lebte, ihr half und von ihr lernte. Vor dem Tod übergab die Grossmutter in einem Ritual all ihre Macht der Enkeltochter und schenkte ihr die traditionelle Kleidung, die ihre Autorität darstellte.

Nun durfte Confiance Opfer darbringen und mit okkulten Praktiken und Ritualen Geld verdienen. Zudem nutzte sie ihre Position aus und stahl immer wieder Motorräder und andere Dinge – aus Angst vor ihren übernatürlichen Mächten zeigte sie selten jemand an.

Trotzdem wurde sie viermal aufgrund von Diebstahl und gewalttätigen Streitigkeiten inhaftiert. Ihre Freunde hatten keine Hoffnung für sie. Doch beim dritten Gefängnisaufenthalt musste sie wegen hohem Blutdrucks drei Tage im Bett bleiben. Ihr Herz raste und sie konnte kaum atmen, aber auch nichts essen oder trinken aufgrund der Schmerzen – trotzdem erhielt sie keine Medikamente und kam nicht ins Krankenhaus; die Wächter hatten Angst, sie könne sie überwältigen und fliehen.

Der Verbrecher am Kreuz

Als die Missionarin Jenya Fonster ins Gefängnis kam, erzählten ihr die anderen Inhaftierten von einer sterbenden Frau, die Gebet brauche. Jenya besucht regelmässig das Gefängnis, um den Menschen von Jesus zu erzählen. Sie betete für Confiance und sagte ihr: «Gott liebt dich und will dir deine Sünden vergeben!» – «Nein, mich doch nicht…», war die Antwort. Doch Jenya liess nicht locker und erzählte die Geschichte vom Verbrecher neben Jesus am Kreuz. «Wenn Jesus diesem Mann vergeben konnte, kann er auch dir vergeben. Willst du das?» Gemeinsam beteten sie und Confiance nahm Jesus in ihr Leben auf.

Als Jenya eine Woche später das Gefängnis besuchte, strahlte Confiance vor Freude: «Schau mich an, ich bin geheilt!» Die Gefängniswächter sahen den radikalen Wandel in ihr, so dass sie sie frühzeitig freiliessen. Doch niemand begleitete sie auf ihrem neuen Weg, sie hatte auch keine Gemeinde, keinen Bibelkreis – bald tauschte sie die Bibel gegen ein Päckchen Zigaretten und fiel in die alten Gewohnheiten zurück.

Radikale Veränderung

In einem Streit mit einem Teenager brach Confiance dessen Arm und kam erneut ins Gefängnis. Dieses Mal nahm sie an einer fünfteiligen Schulung teil, produziert vom «Jesus Film Projekt», in dem Schritt für Schritt das Leben als Christ erklärt wird. Schon nach der zweiten Sitzung rief Confiance den Vater des Jungen an und bat ihn um Vergebung für das, was sie dem Sohn angetan hatte. Der Mann besuchte sie im Gefängnis und sie bat um Entschuldigung, dass sie kein Geld hätte, um den Schaden wiedergutzumachen. Der Vater war so berührt, dass er ihr Geld gab, damit sie sich Essen kaufen konnte, was sie im Gefängnis sonst nicht bekam. Nach der letzten Sitzung ging Confiance zurück in ihre Zelle und verbrannte die Kleidung, die sie als Medizinfrau anzog. Dann liess sie sich, zusammen mit anderen 19 Frauen aus dem Gefängnis, taufen.

Heute ist sie ein lebendiges Zeugnis. Eine Frau sah sie auf dem Markt und meinte abschätzig: «Schicke Sandalen, wo hast du die geklaut?» Woraufhin Confiance antwortete: «Ich stehle nicht mehr. Ich arbeite jetzt für Gott und er sorgt für mich!»

Früher hatten die Gefängniswärter Angst vor ihr und ihrer Macht. Heute unterstützen sie sie in ihrer Arbeit im Gefängnis. Im Männergefängnis liessen sich 350 Männer taufen. Selbst der Gefängnisdirektor sagt, er könne Jesus in ihr erkennen und möchte von ihr getauft werden. Ausserhalb des Gefängnisses hat sie fast 90 Hausgruppen gegründet mit über 1'000 Teilnehmenden. Und sie bildet aktuell 120 Leiter aus, damit diese die Jüngerschaft weiterführen.

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