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Die ehemalige Influencerin Erin Loechner

Influencerin geht offline – Ein Leben Abseits des Algorithmus

Erin Loechner hat die Social-Media-Welt hinter sich gelassen, um Familien zu ermutigen, bewusster mit Technologie umzugehen. Als Gründerin der «Opt-Out Family»-Bewegung zeigt sie, wie man ein erfülltes, technologiearmes Leben führen kann.

Erin Loechner begann ihre Karriere als Social Media Influencerin eher zufällig. «Ich habe 2001 mit dem Bloggen angefangen und bin einfach in diese Welt reingerutscht, in der ich dachte: Oh, es gibt so viele Lebensstile, so viele Menschen, die ich nicht kenne, und Themen und Konzepte, die ich nicht kenne», erinnert sie sich.

Die Anfänge des Internets boten eine Plattform, um Kreativität zu teilen und Beziehungen zu knüpfen. Sie arbeitete als Grafikdesignerin in Los Angeles, wurde Influencerin und Moderatorin einer Sendung des Fernsehsenders «HGTV».

Neue Prioritäten

Als sie Mutter wurde, änderten sich ihre Prioritäten. «Ich merkte, dass ich, wenn ich diesen Weg weitergehen würde, mehr Zeit mit dem Telefon in der Hand verbringen würde als ohne. Das wollte ich für meine Kinder nicht», sagt sie. So begann sie, das Leben ohne die ständige Präsenz der sozialen Medien neu zu entdecken.

Erin wollte verstehen, wie Algorithmen uns so in ihren Bann ziehen können. «Ich habe mehr als 250 Quellen innerhalb und ausserhalb des Silicon Valley befragt, um zu verstehen, welche Mechanismen und Strategien Big Tech einsetzt, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen», sagt sie. Sie fand heraus, dass viele dieser Mechanismen auf einfachen kindlichen Freuden basieren...

Bewusster leben

Um ein bewussteres Leben zu führen, begann Erin, ihre Smartphone-Nutzung drastisch einzuschränken. «Ich habe alle Apps gelöscht, die Kindersicherung aktiviert und das Hintergrundbild meines Handys auf schwarz geändert. Das hat die Erfahrung entpersonalisiert und mir geholfen, die Welt ohne die ständige Ablenkung durch ein Smartphone zu erleben», sagt sie.

Statt auf Technologie setzt Erin auf natürliche Einflüsse. «Wir haben keine Alexa oder ähnliche Geräte im Haus, sondern suchen nach natürlichen Einflussnehmern in unserer Gemeinschaft. Diese Menschen bieten tiefe Erfahrungen, die wir sonst vielleicht nie machen würden», sagt Erin Loechner.

Mehr Engagement im Leben, weniger im Internet

Ein prägendes Erlebnis hatte Erin Loechner mit ihrer Tochter an einem Teich. «Meine Tochter sah ein seltsames Tier und beschrieb es mir als eine Mischung aus Eichhörnchen und Schuppentier. Anstatt sofort Google zu bemühen, erinnerte ich mich an einen Naturlehrer namens Dave, der seit zwanzig Jahren an diesem Teich fischt. Er erkannte das Tier sofort als Bisamratte und zeigte uns sogar ein Nest», erzählt sie.

Diese Erfahrung lehrte Erin und ihre Familie, dass echtes Lernen oft durch menschliche Interaktion und nicht durch Bildschirme stattfindet.

Gott Raum geben

«Ich glaube fest daran, dass wir dem Geist Raum geben müssen, damit wir ihn hören können, damit wir Gott hören können, damit wir mit Gott sprechen können», sagt Erin Loechner. «Damit wir mit ihm reden können, damit wir mit ihm gehen können, damit wir eine Beziehung zu ihm haben, die diese Dimension hat, die allumfassend ist.»

Und sie fragt weiter: «Warum geben wir uns nicht dem grösseren Ganzen hin? Und warum laden wir dieses allmächtige, allwissende Wesen nicht ein, uns langsam und stetig genau das zu lehren, was wir wissen müssen, wenn wir es wissen müssen?»

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