Frieden statt Hoffnungslosigkeit – Ein Flüchtling erzählt, wie sein Leben wieder Sinn bekam

Shapoor Ahmadi kommt als Flüchtling aus dem Iran nach England, doch in der neuen Heimat geht es ihm sehr schlecht. Er ist einsam, hoffnungslos und ohne Vision. Dann erlebt er Weihnachten und plötzlich ändert sich sein Leben.

Shapoor Ahmadi kommt als Flüchtling aus dem Iran nach England, doch in der neuen Heimat geht es ihm sehr schlecht. Er ist einsam, hoffnungslos und ohne Vision. Dann erlebt er Weihnachten und plötzlich ändert sich sein Leben. Hier erzählt er seine Geschichte.

Mit acht Jahren fing ich an, in die Moschee zu gehen. Mit 13 konnte ich grosse Teile des Korans auswendig. Ich nahm meinen Glauben sehr ernst. Fünf Mal am Tag betete ich, ich fastete, suchte Gott. Als ich 18 wurde, nahm ich mir täglich noch zwei Stunden mehr Zeit zum Beten. Ich sehnte mich danach, Gott näher zu kommen. Aber ich hatte keine Beziehung zu ihm. Wie so viele andere Muslime gab ich alles, um gut genug für Gott zu sein, aber irgendwie drang ich nicht zu ihm durch.

Ich wurde Ingenieur und fand einen guten Job, bis sich der Wind im Land drehte. Nachdem Ahmadinedschad an die Macht kam, konnte ich plötzlich nicht mehr in meinem Land bleiben. Ich wollte nicht weg, aber ich hatte keine Wahl. Ich floh in die Türkei und von dort weiter bis nach England.

Leben als Flüchtling

Mein neues Leben im Flüchtlingsheim war schlimm. Ich hatte schreckliches Heimweh und war so einsam. Mir fehlte meine Familie, meine Freunde, mein Job. Ich konnte kaum Englisch und durfte nicht arbeiten. Ich hatte keine Freunde. Jeden Tag weinte ich viel und versuchte, meine Hoffnungslosigkeit in Alkohol zu ertränken. Nachts schlief ich höchstens drei Stunden. Ich war einfach nur verzweifelt.

Immer wieder besuchten mich Christen und luden mich in die Kirche ein. Aber was sollte ich dort, ich war Moslem! Irgendwann erzählten sie mir, dass sie für mich beten, das berührte mich zutiefst. Wer waren diese Menschen, sie kannten mich doch gar nicht. Trotzdem wollte ich nicht in die Kirche mitgehen.

Das erste Weihnachten

Eines Tages kam mein Zimmernachbar zu mir und sagte, dass heute Weihnachten ist und er zu dem Fest in die Kirche gehen wird. Ich lachte und wunderte mich, da er doch eigentlich gar nicht an Gott interessiert war. Aber er sagte: «Gott ist mir egal, ich will dort Mädels kennenlernen. Und du kommst mit.»

Als ich in die Kirche kam, musste ich lachen. Es war so anders als in der Moschee, es kam mir vor, als hätten Christen keine Gottesfurcht. Alle waren fröhlich und ausgelassen. Ich sprach so wenig Englisch, dass ich nicht verstand, worum es ging. Also sass ich einfach nur da und wartete. Aber irgendetwas brach während des Gottesdienstes in mir auf. Auch wenn ich äusserlich lächelte, war ich so einsam, so zerbrochen und so verzweifelt. Ich hatte Angst und sehnte mich so sehr nach Frieden. Irgendwann fragte ich: Jesus, wer bist du? Und plötzlich kam die Kraft Gottes auf mich. Ich fing an zu zittern, so sehr berührte mich Gott. Ich wusste nichts vom Evangelium, aber ich spürte endlich Gottes Gegenwart und mit ihr tiefen Frieden. Ich fing bitterlich an zu weinen.

Wer ist Jesus?

Eigentlich war ich nur in den Gottesdienst gegangen, um nicht so einsam zu sein und dann war mir Gott begegnet und hatte mich berührt. Auch wenn ich Moslem war, wollte ich mehr über Jesus herausfinden. Ich fing an, die Bibel zu lesen und mit dem Koran zu vergleichen. Und ich betete, dass sich Gott mir offenbart.

Dann hatte ich einen Traum. Im Traum war ich gestorben und wurde begraben. Eine Stimme sagte: «Du warst tot, aber jetzt lebst du.» Und dann sah ich ein hell leuchtendes Kreuz, dessen Licht in das Grab schien und mich wieder zum Leben erweckte. Das Licht hob mich aus dem Grab und stellte mich auf den Boden. Als ich aufwachte, wusste ich, dass ich zu Jesus gehören möchte.

Die Entscheidung für Jesus veränderte alles. In ihm fand ich solche Hoffnung, Trost und Gottes Gegenwart. Plötzlich machte es so viel Sinn, dass ich meine Heimat verlassen musste. Ich spürte, dass Jesus mich diesen Weg geführt hat, um mir zu begegnen. Nahe bei Gott zu sein macht so froh und frei. Seine bedingungslose Liebe ist das Beste, was man erleben kann. Viele meiner Freunde und sogar einige aus meiner Familie im Iran haben seitdem Jesus kennengelernt. Für mich ist es jedes Mal ein Wunder, wenn ich erlebe, wie erfüllt Menschen von der Begegnung mit Gott sind. Ich glaube daran, dass Gott die aktuelle Flüchtlingskrise benutzt, damit viele Menschen seine Liebe erfahren dürfen.

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